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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-12-01 · Nr. 13 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 13 - Dezember
Date
1913-12-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Berlin, Dezember 1913. BERICHT Nummer 13. der mmm m nimm n c. i1 b. Eingetragener Verein. Eigener Verlag der Grossloge. Bureau: W. 62, Kleiststr. 12. Telephon: Amt Lzw., No. 4610. * 'J ''■■'/>: ■ . ■ Nachdruck sämtlicher Artikel au« diesen Berichten verboten. •' >' Inhalt! Dil' GroBtojren-Sitzuni;. Zusammenstellung der gelallten Beschlüsse. Die rrtuenfrajje im. Orden. — Aus -dem Bureau der Grortloge. Aul den' Logen des VIII. Distrikts. — Bücherschau. 1 Aus dem Verbände der Frauenvereine."' ■ Mitteilungen der Logen. - Aus dem Ocdachtnisbuch der Großlogt. . Die Großlogen-Sitzung (22. und 23. November 1913). Wie anders wirkte die diesjährige Tagung der Großloge auf uns ein. Schon unsere schönen Räume brachten Vornehmheit und Behaglichkeit. Die leidigen Finanzfragen, die uns das vorige Mal so sehr verstimmt und ner jös gemacht hatten, fielen gänzlich aus. Entlastet von dem Alp des Defizits konnten die idealen Aufgaben zu ihrem Rechte gelangen. Die Vorbereitung und die Disposition für die Sitzung waren besonders klar und umsichtig getroffen, und das Ergebnis war allgemeine Befriedigung und Freude über den Verlauf, durch keinen Mißton gestört Der Sonnabend-Abend wurde ausgefüllt durch eine Generaldebatte über den Stand unseres Distrikts an der Hand des übersichtlichen Berichtes unseres Großpräsidenten und über die Schaffung eines Hilfsfonds, zu der unser Ordenspräsident Br. Kraus die Anregung gegeben. Es ist selbstverständlich und notwendig, daß die gesamte Verwaltung geprüft und beurteilt werden muß. Wir verschließen uns der Kritik nicht, wir schöpfen aus ihr die Wege, die wir künftig wandeln, und die Mittel, mit denen wir das Höchste und Beste erreichen sollen. Wie die Kritik maßvoll, mit ruhiger Sachlichkeit geübt wurde, war es eine Herzensfreude, alles anzuhören. Aus allen Reden leuchtete das Wohlwollen, das sichtliche Bestreben, zu ändern, zu bessern, mitzuarbeiten an der Erhöhung der Ziele, an der Vertiefung der Arbeit. Nicht minder fehlte es an Wünschen, Anregungen, Zielstrebungen zur Erweiterung von sozialen und kulturellen Aufgaben, Erschließung von neuen Unternehmungen, neuen Arbeitsgebieten. Sie alle wurden mit tiefem Ernst, großer Ueberzeugungskraft vorgetragen und empfohlen, die eine starke Wirkung hervorbrachten. Wir werden sie alle wohl beherzigen und ausführen, was ausführbar ist, was in den, Rahmen unserer Aufgaben hineingehört. Immer aber müssen wir uns vor Augen halten, daß wir den wahren, eigentlichen Boden Unseres Ordens nicht verlassen dürfen, auf dem unsere Mission beruht, auf dem wir bisher zum Nutzen unserer Gemeinschaft mit Erfolg gearbeitet haben. Zwei sehr wichtige Anträge fanden eine glatte Erledigung. Die Mischehenfrage wurde, vertagt, nicht ad calendas graecas, wie unser Großpräsident mit aller Bestimmtheit versichern konnte. Wir können Br. Lisser nur dankbar sein, daß er auf diese drohende Gefahr für die Erhaltung des Judentums so energisch aufmerksam gemacht hat, und wir wollen dieser Frage nicht ausweichen. Aber diese tiefgreifende Materie, an der alle Schichten unserer Glaubensgenossen beteiligt sind, erheischt gründliche Vorstudien, die längere Zeit beanspruchen. Diesem Argument konnte man sich nicht verschließen, und die nächste Großloge wird in der Lage sein, auf Grund eingehender Referate darüber zu verhandeln. ' Mehr umstritten wurde der zweite Antrag, die Schaffung eines Hilfsfonds, als eines allgemeinen Ordensfonds, zu dem alle Distrikte beitragen sollen. Es liegt ein tiefberechtigter Kern in dem Wunsche unseres Ordenspräsidenten Br. Kraus, daß der Orden bei Anforderungen, die an ihn herantreten, und die werden nicht ausbleiben, der Spender als Gesamtheit in die Erscheinung treten und auch gewürdigt werden soll. Schon der Einheitsgedanke, der im Orden fest — 193 -

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