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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-11-01 · Nr. 12 - November II · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 12 - November II
Date
1913-11-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Der Antrag der Michael Sachs-Loge auf Befreiung der einzelnen Loge von der Kopfsteuer im Falle eines Konkurses eines Bruders oder der Zahlungsunfähigkeit aus anderen Gründen wird nach kurzer Besprechung durch Br. G o I d s c h m i d t der Großlogentagung überwiesen, da die Michael Sachs- Loge dies ausdrücklich als Wunsch bezeichnet hat. Der Geschäftsausschuß hat sich gegen den Antrag ausgesprochen. Eine andere Meinung ist auch im General-Komitee nicht zum Ausdruck gebracht worden. Den Antrag auf Abschaffung der Quartalsberichte begründet Br. L ew! n s ky als Vertreter des Oberschlesischen Logenverbandes. Er führt aus, daß die jährlich viermalige Aufstellung der Finarfzverhältnisse der Logen eine unnötige Schreibarbeit, eine zwecklose Belastung darstelle. Zur Vergleichung der Finanzverhältnisse diene zwischen Großloge und Loge nur der Jahresbericht. Eine Aenderung dieser rein bureaukratischen Verhältnisse müsse darum als erwünscht ■... 4 bezeichnet werden. Die BBr. Merzbach, Schulhöfer, Liebhold treten für Beibehaltung, Br. Moritz für Abschaffung, Br. Cohn für Vereinfachung ein. Br. tS c h 1 e y e r bemerkt, daß er noch niemals einen derartigen Bericht habe verlesen hören. Et hält ihn für unnötig. Br. L i s s e r hält das Formular für veraltet, aber die Ausfüllung der letzten Spalte bedeute vielleicht eine interne Erziehungsfrage. Er empfiehlt Verbesserung. Br. Bloch ist für Beibehaltung: Es sei ganz gut, wenn die Finanzsekretäre alle Vierteljahre an die Aufstellung der Finanzen erinnert würden. Br. Beer tritt im Sinne der BBr. Cohn und Lisser für Modernisierung der Berichte ein. t Das General-Komitee beschließt^ die Quartalsberichte beizubehalten, aber Vereinfachungen und Verbesserungen bei ihnen anzubringen. Die BBr. Lisser und Merzbach werden mit der Aufgabe betraut, entsprechende Vorschläge zu machen. — Ueber die für die Tagung der Konstitutions-Groß- Ioge in San Francisco 1915 gestellten Anträge Timendorfer: a) Die Distriktsgroßlogen sollen berechtigt sein, mehr als zwei Vizepräsidenten zu haben; b) Das Sekretariatsbureau der Großloge darf auch von einem Ordensmitglied geleitet werden, das nicht^Expräsident ist; c) Die Großlogen sollen ermächtigt sein, nach ihrem Ermessen zu Mitgliedern der Großloge jeden Bruder des Distriktes zu wählen, ohne Rücksicht darauf, ob der Bruder Expräsident ist oder nicht; berichtet Br. T i m e n d o r f e r als Antragsteller selber. Er bemerkt, daß er die Absicht habe, diese Anträge vorläufig zurückzuziehen, weil trotz gelegentlicher Zustimmung in Einzelfragen zu wenig Einigkeit im ganzen hervorgetreten sei. Als begründende Momente führt Br. Timendorfer zu a) an, daß eine größere Anzahl von Vizepräsidenten die Repräsentation erleichtern würde; zu b), daß gelegentlich einmal die Situation entstehen könnte — diese Situation bezöge sich ja nicht bloß auf einen Distrikt —, daß unter den Expräsidenten kein geeigneter Bewerber vorhanden sei; zu c) würde die Möglichkeit geschaffen sein, prominente Brüder, deren Zeit ihnen nicht erlaube, die ganze Beamtcnlaufbahn im Orden durchzumachen, für die Großloge hutzbar zu machen. Br. K u z n i t z k y führt die Bedenken an, die im Geschäftsa'usschuß gegen die Anträge aufgetaucht seien. Br. Lisser möchte dem berechtigten Kern, der in dem Antrage c) liege, folgende Fassung geben: Mitglieder der Großlogenausschüsse nehmen an den Sitzungen der Großloge teil. Zu Referenten auf der Großlogentagung können auch Brüder berufen werden, die nicht Expräsidenten sind. Br. Beer wendet sich gegen den Antrag Lisser, hat dagegen gegen den Antrag zu a) nichts einzuwenden. Br. Stein äußert gegen den Lisser'schen Antrag eine Reihe von Bedenken. Br. Metzenberg meint, daß der Antrag Lisser die Entscheidung aus den Logen in die Großloge verschiebe. Der Antrag habe formale Schwierigkeiten. Eine regelrechte Einführung sei notwendig. Man muß in die Großloge gewissermaßen naturalisiert werden. Br. Metzenberg möchte den Antrag Lisser dahin modifizieren, daß die Zulassung zu gewissen Ausschüssen ermöglicht werde. Br. A p f e I und Br. Cohn nähern sich der Anschauung Lisser, letzterer stellt einen ähnlichen Antrag wie Br. Lisser, zieht ihn aber schließlich zurück. Br Baumann möchte den Gedanken einer Zusammenfassung und Kritik der Vorschläge betr. die Fortentwicklung des Ordens gern einmal auf einer Großlogentagung behandelt sehen. „ Bf. J e s e 1 s o h n fürchtet, daß mit dem Antrag c) die Gefahr des Einzuges der Geldexpräsidenten in die Großloge geschaffen werde. Die Zahl der Reprä- — ISS —

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