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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-11-01 · Nr. 12 - November II · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 12 - November II
Date
1913-11-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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eine Geschäftsausschußsitzung unseres Distrikts mit Mitgliedern des österreichischen Distriktes. Darauf stellt Br. Timendorfer die Frage des Beginnes der Großlogentagung zur Besprechung. Von einer Seite sind Bedenken gegen den Beginn der Tagung am Sonnabend Abend erhoben worden, weil einzelne Mitglieder am Sonnabend die Reise nach Berlin nicht antreten können. Br. Beer ist mit Rücksicht auf die Nähe des Verbandstages der Deutschen Juden für die Verschiebung der ganzen Tagung auf den Januar 1914; er möchte auch, was die Sonnabend- Sitzung angeht, die Wünsche derjenigen berücksichtigt haben, die Sonnabend nicht fahren. Die BBr.Lisser, Schleyer, Bloch sind für die Beibehaltung des Sonnabends, wodurch vielleicht der Montag als Sitzungstag in Fortfall kommen könnte. Br. Cohn wünscht den Beginn auf 7 Uhr abends festgesetzt zu sehen. Br. Timendorfer führt an, daß das General-Komitee gewiß gern nach Möglichkeit die Wünsche derjenigen Brüder, die Sonnabend nicht reisen, berücksichtigen möchte; gerade die erste Abendsitzung sei von großer Wichtigkeit. Die Montag- Sitzung zeige erfahrungsgemäß den schwächsten Besuch. Er halte es für selbstverständlich, daß den Mitgliedern, die des Sonnabends wegen schon Freitag in Berlin eintreffen, ein oder zwei Diätentage mehr bezahlt werden. Br. Merzbach erhebt dagegen Bedenken, da nach § 20 der Satzungen außer dem Fahrgelde nur die tatsächlichen Sitzungstage mit 10 M. berechnet werden dürften. Auch Br. Ginsberg erhebt Bedenken gegen den Sonnabendbeginn und gegen die geplante Statutendeutung in gleichem Sinne wie Br. Merzbach. Br. Timendorfer führt unter Zustimmung der Mehrheit dagegen aus, daß aus. Billigkeitsrücksichten die notwendigen Auslagen in irgend einer Form doch berücksichtigt werden müßten. Das General-Komitee beschließt unter Berücksichtigung aller Momente den Beginn der Tagung für Sonnabend den 22. November d. J., abends 7 Uhr und die Auslegung der Statuten im Sinne Timendorfer. Als nachträgliche Hinzufügung sei hier bemerkt, daß auch der Verband der Deutschen Juden seine Sitzungen gleich nach Sabbatausgang beginnen läßt, ohne daß Bedenken dagegen erhoben worden sind. Einsetzung eines Wahlvorbereitungsausschusses für die GroBlogenwahlen. Br. M a r e t z k i referiert über die Einsetzung eines derartigen Ausschusses, dem die Aufgabe der Vorbereitung und damit rascheren Erledigung der Wahlen obliege. In dieses Komitee werden außer dem Referenten als Vorsitzenden, die BBr.,Äpfel-CöIn; Beer- München, Ginsberg-Berlin, Lisser-Hamburg, Merzbach- Frankfurt a. M., Reiser-Breslau gewählt. Einzelne Wünsche, die an dieses Komitee zu richten sind, liegen bereits vor.*) Etat. Ueber den Etat wie überhaupt über die gesamten Finanzverhältnisse der Großloge liegt ein vom Finanz- Komitee ausgearbeiteter eingehender Bericht vor. Br. Stein referiert unter Hinweis auf diesen Bericht und führt aus: Die Ausgaben' pro 1011 und 1912 haben sich im Rahmen des von der Großloge genehmigten Etats gehalten. Aus der zur Beseitigung des früheren Defizits gewährten Umlage ist ein Ueberschuß von ca. 40lOOO M. erzielt worden, der sich um die für Galizien bewilligten, aber noch nicht ausgegebenen 10 000 M. reduziert. Das Jahr 1913 arbeitet jedoch erheblich ungünstiger, weil viel größere Ausgaben erforderlich sind. Insbesondere kostet allein die Großlogentagung . . . . . 10 000 M. Pension für die Witwe des verstorbenen Großsekretärs.......... 4 200 „ Mehrgehälter für das Groß-Sekretariat. . 6 000 „ Mehrkosten des Bureaus . . . 2 000 „ Das ergäbe allein schon ca. 22 200 M. Mehrausgaben. Ebenso wären für 1913 4000 M. für 'das Krankenschwesternheim eingesetzt. -Der neue Etat für 1914/15 müsse sich an die Ausgaben des Jahres 1913 halten. Einnahmen und Ausgaben des Voranschlages 1914 15 balanzieren zwar, aber nur weil die 10 000 M. Kosten der Großlogentagung fortfallen und unter der Voraussetzung, daß dre Ausgaben für Besuche bei Logen, für Drucksachen und einiges mehr reduziert werden, und daß der Posten für Galizien wegfalle. Die 4000 M., die das Mutterhaus für die Krankenschwestern außer den 8000 M. für die Ausbildung von Krankenpflegerinnen koste, würden im neuen Etat von den Zinsen der neuen Wagner- Stiftung, die hierfür gespendet sei, hereinkommen. Alles in allem schließt der neue Etat für 1914 15 mit einem Ueberschuß von einigen Tausend Mark, die aber von unvorhergesehenen Ausgaben absorbiert werden dürften, so daß manzwar zurecht kommen würde, ohne sich aber den Luxus außergewöhnlicher Bewilligungen und Ausgaben leisten zu können, wenn man nicht Gefahr laufen wolle, wieder zu einem Defizit zu gelangen. In der Diskussion bemerkt zunächst Br. Ti m endo r f e r, daß für das Jahr 1913 in dem Etat noch der •j Br. Maretzki hat inzwischen' sein Amt niedergelegt und Br. K u z n i 12 k y ist an dessen Stelle getreten.. Das Red.-Komm.

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