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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-11-01 · Nr. 11 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 11 - November
Date
1913-11-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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die auf das sorgfältigste behandelt werden müsse, und mit den Vorbereitungen für, sein Korreferat, mit dem Herbeischaffen eines wissenschaftlich enwandfreidii, zuverlässigen Materials könne er bis /.nr GrosslogensitzUng nicht fertig werden. Der österreichische Distrikt hat überdies gebeten, bei der Bedeutung der Präge aber die Mischehe, diese Frage in gemeinschaftlicher Sitzung von Vertretern des österreichischen und deutschen Distrikts vorzuberaten. Diese Sitzung findet erst am 27. Dezember 1913 statt, und auch darin wurde ein wichtiger Grund für die Vertagung gefunden. Von einer Seite wurde der Befürchtung Avisdruck gegeben, dass der Vertagungsantrag leicht dahin ausgelegt werden könne, als ob die deutsche Grossloge sich der Verhandlung über diese Frage .entwehen wolle. Dieser Befürchtung wird man'sieh nicht anschliesson können, denn einer Demonstration nach aussen, um zu zeigen, wie nach dieser Richtung unsere Stellung ist. bedarf es wohl nicht. Man weiss es aus den wiederholten feierlichen Erklärungen bei festlichen Gelegenheiten, dass wir im Orden die K r h a'l t u n g des Judentums bei•stein en Mi t gli e d e r n u n d N a <■ h - kommen als eine Auf gäbe des Ordens und als seine Stärke betrachten, dass für unsere Mitglieder, als Losungswort gilt: „Unser Glaube ist unsere Ehre**, dass unsere Logen der Fels sein sollen, an dem sich die Wogen der religiösen Untreue brechen müssen, und dass es eine der Hauptaufgaben unserer Logen Versammlungen ist. Charaktere zu bilden, die es verschmähen .aus äusserlichen Gründen ihr Judentum, das Kritteil aus / . lieber Hand, aufzugeben. . Dass die Mischehe namentlich mit Rücksicht auf ihre bedauerliche/Konsequenz bezüglich■ der Kindelaus deujj Mischehen, eine der grössten Gefahren für den Fortbestand iles Judentums ist. ist auch im- Orden nicht zweifelhaft, Unser Bruder Rabbiner I >r. A. T ä n z e r hat in diesem Jahre ein sehr lesenswertes .Buch über die Bedeutung der Mischehen und ihre Bekämpfung geschrieben, und unser Bruder Maretzki hat bereits in der Beilage zur Februarnummer im Jahre 1903 sich ausführlich über die Bedeutung dieser Frage dahin ausgelassen, dass Schule und Haus und die Kehren in den-, selben es sein müssen, welche die Mischehen resp. die nachteiligen Folgen derselben für die Zukunft verhindern. In flammenden Winten sind in diesem Aufsatz die Logen aufgefordert wurden, den Bestrebungen. Welche die Mischehen vermindern und verhindern können, ihre best ndere Fürsorge zu widmen. Ich möchte fast glauben, dass der Orden, wehrt er solchen Ermahnungen zugänglich i-u geeignetere greift, als wenn er die vorliegenden A-ntr deren innerer Kern berechtigt ist., annimmt Zu den Berichten Uber die Verl übergehend, gedenke ich. wie immer, z mächst der Toten Andenken Maßregeln eräge. auch wenn ossenen 2 Jahre bei aha nicht er- 15. Oktober sehen, dass wir '.'im Besonders tragisch, ist es, dass'wit j zeit eine Anzahl Mitglieder infolge von in der Bei iehtszeit. deren löschen soll. Im Jahre 1911 sind 136 Brüder und im Jahre 1912 149 Brüder gestorben, zusammen 285 Brüder gegen 273 in den Jahren 1908 1909, 200 in den Lhihren 1906/190?, 184 in den Jahren 19Ö4 1905 und 112 in den Jahren 1902 190*; im Jahre 1913 sind ' bis wiederum 103 Brüder gestorben. Wir keinen grausameren und unerbittlicheren Feind haben ils den Tod! in der Berichtsl nglücksfällen verloren haben; z. B. durch'• Automobilunfälle-, und ich erinnere namentlich an das Bootsunglück in Swinemünde, durch welches die Deutsche Reichstoge und die Montefiöreloge'die Brüder Braun und < \ o 1 d e m a n n durch den Tod verloren haben. * Bestürzung muss es aber geradezu erregen, dass eine Anzahl Mitglieder des < »rdens während der Berichtszeit freiwillig Ihrem'Leben ein Knde gemacht haben. In dem einen, dem tragischsten Kai Familie von 1 Personen sieh vergiftet haupt der Familie war bereits .70 Jahre — war bare Krankheit des Familienoberhauptbe das Motiv. In den andern Fällen aber scheinen doch die ungünstigen Vermögensverhältnisse das ausschlaggebende Motiv gewesen zu sein, wie überhaupt die Wirtschaft liehe Ueberspannung überall immer mehr um sieh greift. Vielleicht winf doch Bruder G r o s s . der sich für die Verbreitung der Kehre der Eugenik so sehr itltei es-iort. Recht Italien, wenn er verlangt, dass Im Orden die Lehren derselben, namentlich der Huf ..Zurück zur Natur und zur Einfachheit" propagiert werden sollen. Zum mindesten mag der Verband der jüdischen Jugendvereine sein Augenmerk darauf richten, dass unsere J.ugend einfach und 1mspruchslös wird, denn im Alter kann man nach dieser Richtung hin sieh nicht völlig ändern. Aus allen Zahlen sollen wir lernen. Die grosse Fülle der Todesfälle erklärt sich wohl daraus. dass die Brüder bei uns in hohem Alter eintreten, und es wird da streben der Lögen sein müssen, jüngere c. wo eine ganze» hat — das Ober Logen zuzuführen. Wenn an "der Fassade des neuen erhälthismässig s dringende Be¬ Mitglieder ihren — 157 —

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