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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-09-01 · Nr. 9 - September · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 9 - September
Date
1913-09-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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> geht der Wunsch hervor, neben der Möglichkeit zahlreicherer Schülereinstellungen die Einrichtung einer Handfertigfceitsschule in die Wege zu leiten. Es handelt sich um eine zu bebauende Grundfläche von - 180 qm. Für den als Anbau aufzufassenden Bau käme ein Kostenaufwand von 50000 M., für die Inneneinrichtung ein solcher von 10 000 M. in Frage. Eine Unteriommission, bestehend aus den Herren Altertum, Bein, Nawratzki, soll eine genaue Aufstellung der erforderlichen Grundlagen geben. Gdf. * Arrangements an Badeplätzen. In mehreren Kurorten wie in Johannisbad, Karlsbad, Kissingen u.a.m. haben auch in diesem Jahre gesellige Zusammenkünfte von Brüdern und ihren Angehörigen stattgefunden, die nach den vorliegenden Berichten auf alle Teilnehmer anregend und wohltuend gewirkt haben. — Auch haben manche Veranstaltungen namhafte Beträge für die Armen gebracht. Den BBr. Albert Bloch, Isidor Becker-Berlin, Bry-Breslau, Koch-Alzey, Moritz Joseph-Halbersta'dt, Katzenstein-Eschwege und allen anderen, deren Namen uns nicht mitgeteilt wurden, die sich aber um das Gelingen der Arrangements bemüht haben, sei hiermit unser verbindlichster Dank ausgesprochen. Aus Amerika. XXXVI. In der vorliegenden Nummer der "B'nai B'rith News'' wird das Thema fortgesponnen, das in der vorigen Nummer bereits* kurz gestreift wurde: die Intervention zu Gunsten der rumänischen Juden im allgemeinen und der Glaubensgenossen des an Rumänien abgetretenen Gebietes von Silistria im besonderen. Für diese bisher bulgarischen und daher im Genüsse aller staatsbürgerlichen Rechte befindlichen Juden hat der frühere italienische Ministerpräsident Luigi Luzzatti im „Corriere della Sera" seine gewichtige Stimme erhoben, ein Vorgehen, das bereits den Erfolg gezeitigt hat, daß die rumänische Kammer einer großen Anzahl rumänischer Juden das Bürgerrecht zuerkannt hat. Den Juden des Gebietes von Silistria sollen — nach den Versicherungen des rumänischen Gesandten in London — dieselben politischen Rechte verliehen werden, wie sie die nichtjüdischen Bürger Silistrias bereits genießen. Die gutgemeinten Schritte der amerikanischen Parlamente werden dennoch ihren moralischen Eindruck in Rumänien nicht verfehlen. Von einer anderen Parlamentsmaßregel, die auf die Intervention unseres Ordens zurückgeht, weiß unser Bundesorgan zu berichten: der Gouverneur des Staates New York, Sulzer, unterzeichnete soeben ein Gesetz, wonach alle diejenigen, welche in Ankündigungen, Plakaten und mündlichen Aeußerungen Juden vom Besuche der Hotels, Erholungsheime, Theater und Bildungsstätten ausschließen wollen,- mit einer Geldstrafe von 100 bis 500 Dollar belegt werden; im Unvermögensfalle tritt Gefängnisstrafe nicht unter einem Monat ein. Es ist eine Frage der Zeit, daß auch die Verhöhnung der Juden auf der Bühne unter gesetzliche Strafe, gestellt wird: mit der Einführung einer solchen Maßregel würde ein lange gehegter Wunsch der amerikanischen Logen in Erfüllung gehen. Inzwischen erlassen verschiedene Theaterdirektoren öffentliche Erklärungen, in denen sie sich verpflichten, in Zukunft keinerlei Judenkarikaturen mehr auf ihren Bühnen zu dulden; erst jüngst hat der Direktor des New Yorker Viktoria-Theaters eine solche Erklärung abgegeben. Auch die vorliegende Nummer der "B'nai B'rith News" berichtet von der glanzvollen Tagung einer Großloge, diesmal derjenigen des 7. Distrikts, die in Nashville (Tennessee) stattfand. Den "clpu" der Tagung — ohne welchen eine solche in Amerika nicht möglich zu sein scheint — bildete die Begrüßungsansprache des Kanzlers James H. Kirkland von der Vanderbilt-Universität, der dem Kongreß die Grüße der vereinigten Erziehungs- und Wohltätigkeitsinstitute der Stadt Nashville entbot. Aus den Verhandlungen entnehmen wir, daß der überaus rührige, verdienstvolle Großpräsident Br. Leon Schwarz nunmehr aus dem Amte scheidet und durch den jugendlichen Br. Arthur L. Kramer in Dallas ersetzt wird. Br. Schwarz erhielt das übliche Anerkennungsgeschenk: ein silbernes Teeservice. Die Mitgliederzahl des Distrikts beträgt 5572 Brüder; die Ausgaben betrugen im abgelaufenen Jahre 42 000 Doli., von denen eine große Summe für die Bekämpfung des Mädchenhandels aufgewendet wurde. Die Leistungen des Distrikts auf diesem unseligen Gebiete würdigte im Auftrage der amerikanischen Regierung der vortragende Rat im Justizministerium, Mr. Stanley M. Finch, der in zweistündiger Rede die Maßnahmen der Regierung und des Ordens besprach. - Aus dem Bericht des Komitees, betr. das Leo N. Levi- Erholungsheim in Hot Springs, entnehmen wir, daß das Institut etwa 85 000 Doli, kosten wird, von denen noch 10 000 Doli, fehlen. — 13t> —

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