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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1913-02-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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schaft werden Vorträge gehalten, eine kleine Bewirtung mit Tee und Cakes folgt und den Beschluß des Abends bilden musikalische und deklamatorische Vorträge. Alles wird freiwillig geleistet, freundlich gegeben und dankbar empfangen. Die Arbeit der Frauen erstreckt sich auf die wirtschaftliche Tätigkeit, die Fürsorge für die Küche, die Bewirtung und die Zusammenstellung des unterhaltenden zweiten Teiles. Weiter finden wir die Frauen tätig1 in dem Jaffa'- schen Fürsorge- und Waisenh ei m,einer segensreich wirkenden Stiftungf die von. Bankier Max Jaffa ins Lebenj gerufen wurde und gemeinsam mit der Großloge | geführt und erhalten ' wird. 17 Kinder, Knaben upd Mädchen, finden dort eine Heimat und die teils jvater-, teils mutterlosen Kinder vermissen nichts in] dem mit elterlicher Liebe geleiteten Hause. Ebensj) arbeitefl-TüaUen^mit an der Wilhelm- Auguste Viktoria - Stiftung in Beelitz, welche von dir Großloge aus Anlaß der Silberhochzeit unseres Kaiserpaares gemeinsam mit dem Deutsch-Israelitischen Gemeindebund errichtet wurde. Dort werden schwachsinnige jüdische Kinder, die ja naturgemäß ganz außerordentlich viel schwerer anderwärts untergebracht werden können, auf das vorzüglichste erzogen gepflegt und herangebildet. Zu all diesem ist nun etwas Neues gekommen: ein Verband aller bestehenden Logen-Frauenvereine. Wie in dem Wachstum der Glieder schon eine Kraftäußerung liegt, und Wachstum selbst Kraft entfaltet, so bringt auch die wachsende Sicherheit auf allen Gebieten, auf denen sich die Frauen bisher bewähren konnten, vermehrte Kraft und vermehrte Hillsmöglichkeiten. Jndetn wir uns zusammenschließen und stark durch Einigkeit werden, wollen wir stärker und noch tüchtiger werden, indem''wir diese Einigkeit und Geschlossenheit nach Möglichkeit zum Se^en für unsere Logenideen entfalten. So w|)l|en wir im Verband vor allem den Logenideen und der Tätigkeit der Frauen in der Logensache zu dienen trachten. Wir wollen den Ideen immer näher zu kommen ^suchen, von denen die Logenarbeit erfüllt ist; wirj wollen unsem Blick schärfen, ihm eine Universalität geben, die alles zu umfassen trachtet, was das Leben an Hilfsarbeit notwendig macht. Nicht Satzungen sollen uns Wegweiser sein, unser Hetz und unsere Augen, unser Sinn und unser Verstand soll mithelfen. Wir wollen unsern Logen^ Schwestern in ganz Deutschland von Herzen klarlegen, daß örganisationsarbeit etwas Wichtiges ist. und die einzelnen Vereine stärker machen kann. Wir wollen sie fördern, um eine Stärkung des Selbst- ' bewußtseins für das Ganze, eine- Stärkung der Hilfs- J möglichkeit für alles, und einen zuverlässigen Rafgebet für die Gesamtheit zu gewinnen. Aus den Verbandsvereinen. Dresden. Der 1902 gegründete Schwesternverein der Fiaternitas-Loge (Vors., Frl. Cäcilie Toeplitzi verr aristaltete am 28. November in^Ausstellungspalast einen Tee-Äbend mit Spiel und Tanz zum festen seine- Jugendpflege. Der festliche Abend war in Kostüm und Charakter eine Erinnerung an die Dresdener Vogelwiese im vorigen Jahrhundert. Die Veranstaltung, an der beliebte Künstler und Künstlerinnen unserer Hofoper mitwirkten, brachte nach Abzugaller Kosten einen Reinertrag von 3000 Mark/ Wir haben denselben, wie folgt, eingeteilt: 1300 Mark wurden der Ferienkolonie und dem Ferienheim zuerteilt, I OOOMark dem Schwestern - verein zur Anschaffung eines neuen Klaviers, der event. Rest sollte als Dispositionsfonds der Vereinskasse zugewiesen werden. 500 Mark erhielt der Kinderhort und 200 Mark die Bahnhofsmission. Der Schwesternverein der Fraternitas-Loge hat in den zehn Jahren seit seiner Begründung drei Konzerte und fünf, Tee- Abende zur Beschaffung von Geldmitteln für seine Zwecke veranstaltet. Es wurde dadurch ein Gesamtertrag von 15000 M. erzielt, so daß wir im ganzen dem Israelitischen Kinderhort 7400 M., der Fraternitas-Loge für Ferienheim und Ferienkolonie 6300 M. zuwenden konnten. Der Rest wurde für die anderen Abteilungen unseres Vereins: Mädchenheim und Bahnhofsmission, teils verwendet, teils als Reservefonds aufgespart. Mannheim. Frauenverein der August Lamey-Loge (Delegierte Frau Mathilde Qppenheimer). Am IS. Dezember, abends 9 Uhr fand hier eine pffene Loge, d. h. eine Versammlung von Brüdern und Schwestern statt. Nach Begrüßung derselben durch den Präsidenten ergriff Frau Mathilde Oppenheimer, Vorstandsmitglied des neugegründeten Verbandes .der Fraueriveneine der U. O. B. B.-Logen, das Wort zu einem Vortrag, in dem sie über die am 14. und 15. Oktober 1912 in Berlin stattgehabte Delegiertenversammlung berichtete. Die Rednerin sprach sodann über die Entstehung, Zwecke und Ziele der neueh Organisation, die einer ausgedehnteren Anteilnahme der Frauen an der ethischen, wissenschaftlichen und sozialen Arbeit der Logen dienen soll. Ihr warmer Appell an die Brüder, diese Bestrebungen durch Hinzuziehung der Frauen zu den entsprechenden Gebieten der Logenarbeit zu unterr stützen, fand bei der zahlreich erschienenen Zuhörerschaft lebhaften Beifall. Der Präsident v ersprach diese Bestrebungen der Frauen auf das wärmste zu unterstützen.

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