Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1913-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/4864325-6029030-6074210--1444-4865573- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
I Berlin, Februar 1913. BERICHT Nummer 2. («LOGE rui ( UND VIII0.0. ß. ß. Eingetragener, Verein. 4,1 ' ■ ■/: ' •"; . -. *; '.- ' H •-' Eigener Verlag der Grossloge. Bureau: W. 62, Kleiststr. 12. Telephon: Amt Lzw., No. 4619. Nachdruck «amtlicher Artikel aus diesen Berichten verboten. ^jh= >. — Dfe Hr / InhaltT^duärd-Siccfrlcd^acobsShn-Sti f t u ng. — DTc Hr. Maretzki-Feier in der Deutschen Reichs-Loge. Innere Mission. Sitzung des *Krar\enschwestcrn-Komhees. An* dem Bureiu der Oroßloge. Au* Amerika. Auswärtige Logen. Aus dem. Verbände der Logen-Frauen- ■»eveine. Danksagung. — Mitteilungen der Logen> Eduard-Siegfried Jacobsohn-Stiftung. Br. Eduard Jacobsohn, Berlin, und seine Ehefrau Emilie geb. Lisser haben zum ehrenden Andenken an ihren früh verstorbenen Sohn Siegfried die „Eduard-Siegfried Jacobsohn-Stiftung" mit einem Betrage von 20000 M. bei der Grbßloge für Deutschland begründet. Aus den Zinsen, dieser Stiftung sind in diesem Jahre 1348 M. an herzkranke Kinder von Brüdern zu vergeben. Unter Kindern im Sinne der Stiftungsbestimmungen sind Personen zu verstehen, die die Volljährigkeit noch nicht erlangt haben. , , Berücksichtigt werden in erst er L i n i e solche Kinder, die sich im Verlauf einer Infektionskrankheit eine Herzentzündung zugezogen und zur Ausheilung eine Kur nötig haben. Gesuche von Eltern oder Vormündern, mit Geburtsschein und ärztlichem Atteste versehen, .sind an uns bis zum 15. März d. J. zu richten; die Ausschüttung des verfügbaren Betrages erfolgt .am 5. April, dem Geburtstage des verstorbenen Siegfried jacobsohn. Großloge für Deutschland VIII U. O. B. B. Timendorfer, Präs. Dr. E. F i n k e 1, Sekr. i. V. " Die Br. Maretzki- Feier in der Deutschen Reichs-Loge. Zu Ehren des 70. Geburtstages des Exgroßpräsi-; denteri Br. Maretzki fand am 11. Januar d. J.. in der Deutschen Reichs-Loge eine schlichte Feier statt entsprechend dem Wesen des Jubilars. Auf ausdrücklichen Wunsch des Gefeierten sind besondere Einladurigen nicht ergangen. Trotzdem versammelten sich die BBr. der Deutschen Reichs - Loge zur Arbeitssitzung in großer Zahl, denfln sich der hochw. Großpräsident und sämtliche in Berlin wohnenden Mitglieder des Ausschusses sowie Vertreter der Berliner Schwesterlogen angeschlossen hatten. Nach Erledigung der üblichen Geschäfte der Loge ergriff bei Punkt 9 Br. Präs. Kirschstein das Wort und würdigte in einer groß angelegten, überaus intimen Charakter tragenden Rede die Persönlichkeit und das segensreiche Wirken des Jubilars, wie er bald nach Beendigung . seiner Studien seine Kraft und sein Wissen. als Armenarzt in den Dienst der Menschheit gestellt, wie er dann im Orden pfadweisend und pfadtindend auf den verschiedensten Gebieten der Logentätigkeit gewesen; wie er, selbst begeistert für die höheren Güter des Lebens, die Deutsche Reichs-Loge 'und die übrigen Arbeitsstätten unseres Ordens zu löblichem Tun an« zufeuern, anzuspornen und zu begeistern verstanden hat. Redner schloß mit den Worten: „Das soll unser Dank sein für alles, was Sie, lieber Bruder, uns gegeben, es in uns wirken zu lassen, es hineinzutragen in unsere Kinder,. damit die Enkel einst das Ziel unseres Strebens erreichen, damit das 1 Samenkorn, das Sie in uns gepflanzt haben, den kommenden Geschlechtern zu reicher Ernte werde. — Und wenn wir gesehen haben, was Sie, lieber Bruder, in einem Menschenalter für die Menschen geleistet haben, da wird die Frage in. unserer Seele wach, wodurch Ihre Arbeit zu einer segensreichen, geworden, wodurch Sie in Ihren Nebenmenschen, in Ihren Mitarbeitern gleiches Wollen und helire Begeisterung erzielten; und wir erkennen als den Inhalt, als den Leitstern Ihres Strebens das Mahnwort, das Sie einst, im Jahre 1806, an uns Brüder richteten:;,Nichts für die Person, alles für die JSaqhe, — nichts für den Einzelnen, alles für die Gemeinschaft.