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Bericht der Großloge für Deutschland · 1908-12-01 · Nr. 11 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1908
Issue
Nr. 11 - Dezember
Date
1908-12-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Hamm abgeführt werden soll. Hierbei .wird zum Ausdruck gebracht, dass in ähnlichen Fällen der Geschäftsausschuss ohne Anhörung des General- Komitees eine Bewilligung auszusprechen berechtigt sein soll. Nach dem Referat des Hr. Dr. Kuznitzky beschliesst die Versamndung, den Mitbesitz der Grossloge an der Beelitzer Erziehungsanstalt durch Eintragung in das Grundbuch zu bewirken und so den Mitbesitz der Grossloge für alle Zeiten zu sichern. Die Kosten, die hieraus entstellen, sind zur Hälfte vom Deutsch Israelitischen Gemeindebund und der Gmssloge zu tragen; auch hat die Grossloge beim Minister um die Genehmigung der Erwerbung des Mitbesitzes an Beelitz bereits nachgesucht. Ueber das Gesuch des D. J. G. B. um Gewährung von M. i* m x) auch für das Jahr 1909/lQ als Beihilfe, zur Erteilung von Religionsunterricht in kleinen jüdischen Gemeinden, referiert Br. 1 i „ Bergel. Seinem Antrage gemäss wird dem Ge suche des D. J. G. B. entsprochen. In der'Debatte wurde auch jetzt, wie in früheren Jahren von einem Mitgliede wieder betont, dass die Grossloge bei Erteilung von Religionsunterricht mitzuwirken kein Recht habe. Darauf würde von mehreren Brüdern geantwortet, dass es eine der vor nehmsten Pflichten des Ordens sei, gerade auf diesem Gebiet mitzuwirken, da es sich um die Erziehungdes jüdischen Nachwuchses zu sittlichen Charakteren handle. Zur Frage der Gründung jüdischer Jugend-, vereine haben die Brüder Stein und Cahen ausführliche Referate erstattet, die den Logen zugestellt worden sind, aus Raummangel jedoch hier nicht zum Abdruck gelangen können.*) In sehr ausführ-. lieber Debatte, an welcher fast alle Anwesenden teilnehmen, werden eingehend alle Momente behandelt, welche für und gegen die Errichtung von Jugendvereinen sprechen; auch werden die Gefahren bezeichnet, welche entstehen können, wenn bei der Errichtung von Jugendvereinen nicht grösste Vorsicht gewahrt werde. Von einzelnen Rednern wird gewünscht, Soweit als möglich ein festes Programm für die Wirksamkeit der Jugendvereine zu schaffen, bevor man an die Logen wegen Gründung solcher •) Vielleicht werden diese Referate in einem nächsten Monatsberichte zum Abdruck kommen. der 'f; Vereine herantrete. Da es an einem solchen Programm bisher fehle, und auch jmanche Bedenken gegen die Errichtung von Jugendvereinen überhaupt bestehen, wird ein Antrag auf'Vertagung der Angelegenheit bis zur nächsten Gr°sslogensitzung gestellt. Dieser Antrag - wird indessen abgelehnt, nachdem eine Anzahl Redner ..sich dahin ausgesprochen haben, dass die Errichtung von jüdischen Jugendvereinenvoni Pltfnum der Grossinge bereits beschlossen worden Sei, und - ' - j> . r was das fehlende Programm betreffe, so liesse sich hierüber im Geschäftsausschuss leicht eine Verständigung herbeiführen. Der Referent Br. Stein hat in seinem Referat folgende Anträge gestellt: ... Die Logen werden aufgefordert, überall, wo dies nach den lokalen Verhältnissen möglich und angezeigt erscheint, jüdische Jugendvereine zu begründen. Die Begründung soll nicht als eine direkte "Institution der Logen vorgenommen werden, sondern ■ als eine selbständige Organisation der jungen Leute, jedoch möglic.hst unter. Wahrung eines kontrollierenden Einflusses der Loge, welche dem selbständig sich zu entwickelnden Jugendvereine geistige und materielle Förderung leiht, wo angezeigt, auch unter Zurverfügungstellung der Logenräume., Die Grossloge stellt den Logen so.weit nötig, Hilfsmittel zurBegründung und Förderung der Jugendvereine zur Verfügung, insbesondere auch in finanzieller Hinsicht, durch Stellung von Propagandäredhern, Vortragenden, Literatur usw. f;* * I Gleichzeitig soll die Errichtung eines Verbandes der Jugendvereine angestrebt werden. Die Aktion selbst kann von der Grossloge ausgehen oder auch veranlasst werden, die aber im übrigen in dem geplanten Verbände nichst selbst Sitz und Stimme zu nehmen beabsichtigt, sondern dort nur inoffiziell durch Vertrauensmänner, die gleichzeitig Ordensmitglieder sind, einen fördernden Einfluss auszuüben und eine indirekte Verbindung zu unterhalten gedenkt. In Uebereinstimmung mit dem Korreferenter Br. Cahen beantragt Br. Steindes weiteren: Mit der Durchführung wird "der Geschäftsausschuss betraut,! der die geeigneten Per- 15« —

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