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Bericht der Großloge für Deutschland · 1908-11-01 · Nr. 10 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1908
Issue
Nr. 10 - November
Date
1908-11-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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der Phrase: Es gibt aber auch einzelne, welche pro Tag 1 Kr. verdienen.. Die Zusammenstellung der Zahl der im Tahre 1 _ 19(17 (beschäftigten Arbeiter _> 1 3« > mit der Ziffer der ihnen wahrend des ganzen Jahres ausbezahlten Lohne im Betrage von 267846 Kr. - ergibt, dass auf einen Arbeiter ein Jahresdurchschnittslohn von rund v> Kr. entfallt; wirklich eine sogar für den galizi idien Judensklavcn zu geringe Summe. D eses Verhältnis gestaltet sich noch trauriger in den Abteilungen für Mädchenarbeit. Es arbeiteten im Jahre 1907 2(kk> Mädchen bei »Filetguipure und verdienten im ganzen Jahre ''97^5 Kr., d. h. ein Lohn von, 6n Kr. jährlich für eine Person, etwas über. .1 Kr. wöchentlich. Bei Kloppelarbeiten waren 400 Mädchen beschäftigt und verdienten im ganzen Jahre 1907 5153 Kr, d. h. durchschnittlich jede 13 Kr.' pro Jahr, etwas über I Kr. pro Monat. Solche "Hilfeleistung kann trotz aufrichtiger Arbeit und Mühe der betreffenden Faktoren nicht erns*. genommen werden, umso weniger, als der sogenannte Inspektor dieser Fabriken (der, nebenbei pemerkt, von der Fabrikation nichts versteht" übe« 4i>-x"> Kr. Jahresgehalt bezieht. t Wir sehen also, dass es hier nicht an gutem Willen und redlichem B-mtihen mangelt, dass aber die erzielten Resultate direkt lächerlich, erbärmlich sind. (Schluss folgt). Ein Brief der Fr. Geh. Reg.-Rat Nahida Lazarus in Meran. „Mit verbindlichem Dank für die freundliche Zusendung der Xo. 9 Ihres Berichtes spreche ich zugleich meine Freu le aus d^ss rZur Fiaye des geselligen Verkehrs der Brüder" Lazarus: Reize des Spiels gelacht worden ist. Nur habe ich lebhaft die Wiedergabe der Stelle verjmisst. die sich gegen das Glücksspiel wendet, denn gegen dieses war im Grunde die Mahnung des Herrn Schulhöfer (in Xo. 7) gerichtet. jLch bitte Sie um Aufnahme dieser Zeilen in Ihtjer nächsten Nummer, oder wenigstens um Zitierung der betreffenden Stelle von Lazarus „über die Verwerflichkeit des Glücksspiels": sie lautet in ihrem Schluss: Mit den Hazardspielen aller Art ist es meist verbunden, dass " das Mass der Wagnis weit über das Verhältnis des Besitzers hinausgeht, so dass die Karten, welche sonst gebraucht wurden, um trügerisch das Schicksal daraus zu verkünden, hier, dazu dienen, es zu bereiten. Das Geld ist bei allen Spielen die Veranlassung, ein Gefühl zum Affekte zu steigern: beim Hazard ist dieser Affekt die gesuchte Quelle des Vergnügens; wenn dieses beim Verluste, wie natürlich, ausbleibt, steigert sich die Begierde, und der Affekt wird zur Leidenschaft, entweder momentan oder habituell, weil nicht leicht andere Affekte diesem an Kraft gleichkommen, die Begierde nach solcher Erregung zu befriedigen. Da beim Glücksspiel oft das eigentliche Vergnügen am Spiel, als blosses Mittel hinter die Geldwette als Zweck zurücktritt, so ist es ebonso widernatürlich als unsittlich; man spielt mit «lern Ernst. Ffner resulti. rt leicht mi' der Zeit aus jener Hingebung seines sicheren Besi zes an eine dunklo unberechenbare Macht, der Ruin des ganzen inneren Menschen* es sinken alle freien geistigen Kiäfte des Mcnpchen. Wohlmeinende Väter und flache Moralisten pflegen den heranwachse! den Söhnen zu GeiniUe zu fuhrt n. da«s die Kpielleidenschflft ho gefährlich s i. weil sie so leicht den ökonomischen Ruin im Gefolge habe. Sie vergessen, dhss es beim Hazard etwas modisch Schlimmeres jribt als den Spielverlus-t i.ätulich den Spielgewinn! — Seltsam, dass es so viele Leute gibt, welche inbezug auf das Point d'honneur sehr empfindlich sind und es denno< h' für eine ganz einfache und natüilich berechtigte Sache halten, dass einer den andern im Spi 1 seines Besitzes beraubt. Die mo-alir<ch wichtigen Begriffe von Besitz. Erwerb und Gewinn sind in einem Menschen unentwickelt oder verkümmert, wenn nichts in ihm sich ^egen den Gedanken empöit. dass ein Wurf des Zufalls ihm das Gut eines Anderen in die Hände spielt. 17. 8. w.y Es gebt nicht an, dass der Herr Verfasser des Art. in No. 9 lediglich Lazarus' Würdigung des Spiels ohne diese Einschränkung das Glücksspiel betreffend: der Autor schliesst sein Zitat mit ..so weit Lazarus." — Das ist nicht richtig. Lazarus geht weiter, unmittelbar an jene — U2 - 1

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