Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1908
- Issue
- Nr. 8 - September
- Date
- 1908-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Berlin, September 1908 BERICHT Nummer 8. der CMSSLÖdE PCU DEUTSCHLAND tili I. II. II. B. * Eingetragener Verein. - . Eigener Verlag der Grossloge. Bureau: Wilhelm-Strasse H8. Telephon: Amt VI, No. 4619. Nachdruck sämtlicher Artikel aus diesen Berichten verboten. . Inhalt: l!r kxpräv Albert Joachim. — 1'iim.tc'Neujahrswünsehe, —J:)ic Neuen NlonaUbctichte. —.. Inwiefern hilft uns die Zugehiirii'keit /um l . Q. B. H. die Krage nach dein Sinn und Wert de- Lebens /u bejahen.1 —; Die Hflfralcrion ftir die rU«sis«'hcn Waisen. — Aus den Logen des VIII. Distrikts — Alis dein Gcdaehtnisbii.li der GroMlbge. Br. Expräsident Justizrat Albert Joachim geboren den 13. September 1858, gestorben den 22. August 1908. J Br. Albert Joachim, Expräsident der Deutschen Reichslogo und Mitglied des General- Komitees und des Geschäft sausschusses. ist am 22. August von seinem schweren Leiden erlöst und in die Ewigkeit abberufen worden. Der Heimgang dieses selten begabten und hochbedeutenden Bruders bedeutet einen grossen und unermesslichen Verlust für den gesamten Deutschen Distrikt. Um dem Verblichenen die letzte Ehre zu( erweisen und den Hinterbliebenen brüderliche Teilnahme zu bekunden, versammelten sich am 24. August, am Ta^e der Beerdigung, auf dem Friedhofe zu Weissensee eine grosse Schar von hiesigen Brüdern, die Mitglieder des General- Komitees und Vertreter auswärtiger Logen um die Bahre des heimgegangenen Bruders. Nach einem kurzen Gebete unseres Br. Rabbiner Dr. Weisse hielt unser Grosspräsident Br. Ti mendorfer folgenden Nachruf: Hochgeehrte Trauer-Versammlung! Namens des U. 0. B. B. trete ich schmerzbewegten Herzens an diese Bahre, um wieder einmal unserer tiefsten und aufrichtigsten Trauer Ausdruck zu -jeben über das Hinscheiden eines leider allzu früh verstorbenen, lieben Bruders. Wir können uns nicht verhehlen, dass, wenn auch überraschend und unerwartet, so doch mit einer betrübenden Regelmässi<rkeit der unbarmherzige Tod unsere vordersten Reihen lichtet. Unsere eisten Kämpfer im Dienste des Ordens werden zu Boden gestreckt^ darunter Kämpfer, die in ihrer Tätigkeit noch bis'zuletzt söjugendfrisch aufgetreten sind, als ob sie eben erst auf den Schauplatz ihrer Tätigkeit getreten wären. Der Tod hält allzti reiche Ernte unter den Führern unseres Bundes und immer mehr lichtet sich der Kreis derjenigen Brüder, dio gewissermassen an der Wiege unseres -.Ordens gestanden haben. Und nun ist auch Bruder .Joachim gefällt. Die Biüder draussen. die ihn nur ans seinen Reden und Werken kannten, sie ahnten nichts von dem uns drohenden Verluste, wir aber hier in Berlin, die wir ihm auch persönlich niiher standen, wir hörten schon vor längerer Zeit das pfeifende, starke Geräusch, welches der Vorbote der Vernichtung durch; ein tödliches Geschoss ist; wir hier sahen es mit eigenen Augen, wie — 07 —