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Bericht der Großloge für Deutschland · 1908-06-01 · Nr. 7 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1908
Issue
Nr. 7 - Juni
Date
1908-06-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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BERLIN, im Juni 1903. No. 7. Bericht der Grossloge für Deutschland u. o. B. B. Nachdruck sämtlicher Artikel aus diesen Berichten verboten. Fernspreeher: D. Wolff, Tl. No. 4619, Wilhelmstrasse 118. Inhalt: Siegfried Jacobsohn-Stiftung. — Ansprache des Br. Orosspsäsidonten. — Di« Installationder Moritz Lu/arus-Lo^u. — Charles L. Hallgarten. — 110. Sitzung des General-Komitees. — Zur Frag«* des geselligen Zusammenleben* der Brüder nach Sehluss der Arbeitssitzung. — Wohlfahrtseinrichtungen der Logen. — Auf den Logen des i VIII Distrikts. — Aus ilem (Je'lüclitnishucbe der Grossloge. — Mitteilungen der Logen. — Arrangements an Badeplätzen. _ •■ Siegfried Jacobsohn-Stiftung. Br. Eduard Jacobsohn, Berlin, und seine Ehefrau Emilie geb. Lisser haben zum ehrenden Andenken an ihren früh verstorbenen Sohn Siegfried die „Siegfried Jacobsohn-Stiftung" mit einem. Betrage von 10 000 Mk. bei der Grossloge für Deutschland gegründet. Aus den Zinsen dieser Stiftung sind jetzt 525 Mk. an herzkranke Kinder von Brüdern der Berliner Logen zu vergeben. Unter Kindern im Sinne der Stiftungsbestimmungen sind Personen zu verstehen, die die Volljährigkeit noch nicht erlangt haben. Gesuche von Eltern oder Vormündern, mit Geburtsschein und ärztlichem Atteste versehen, sind an das Bureau der Grossloge, Wilhelms! r. 118, zu richten. . \ Die Grossloge für Deutschland VIII U. O. Di D. Timendorfer, Präs. D, Wolff, Sekr. Ansprache des Br. Grosspräsidenten ■n die Petenten gelegentlieh der Gründung der Moritz Lazarus-Loge in, Göttingen. Nach der üblichen Einleitung äusserte sich Br. Timendorfer wie folgt: „Unser Band verfolgt lediglich ideale Aufgaben und deshalb konnten Sie keinen geeigneteren Namen wählen, als „Moritz Lazarus", den Namen des Mannes, der sein ganzes Leben den idealen Zwecken der Menschheit geweiht hat, und der es ausgesprochen hat, dass das Ideal entbehren gleichbedeutend ist dem Verzicht auf den Wert des Lebens. Meine verehrten Herren! In der Welt wird nichts Grosses ohne schmerzhafte Wehen geboren und auch die Gründung dieser Loge, sie konnte erst nach vielen Muhen und Kämpfen erfolgen. Offenbar sind zu den allgemeinen Gründen, mit welchen unsere Vereinigung bekämpft wird, noch Gründe lokaler Natur hinzugetreten. Diese letzteren Gründe werden Sie selbst in der Folge zu bekämpfen haben. Die allgemeinen Gründe sind leicht zu widerlegen. Sie gehen ja in erster Reihe dahin, dass wir durch Gründung einer rein jüdischen Vereinigung die Abschliessuog gegen unsere andersgläubigen Mitbürger fordern. Wäre dieser Vorwurf gerechtfertigt, so dürften Sie sich freilich nicht den Namen „Lazarus-Loge" beilegen, den Namen des Mannes, der mit Königen verkehrt hat, und der mit allen hochstehenden Persönlichkeiten seiner Zeit ohne Rücksicht auf, deren Konfession in regster Verbindung stand, des Mannes, der es ausgesprochen: y „Ich bin mit ganzem Herzen dabei, bin immer dabei gewesen, alles was eine Fremdheit oder ein Gefühl derselben erzeugt, zu beseitigen, inniges formfrohes^ trauliches und vertrauliches, Zusammenleben mit unseren christlichen Mitbürgern herbeizuführen und es zu erreichen durch echtes, ehrliches Gleichstreben ohne Schein und ohne Eindrängen. Wenn die Juden sich von allgemeinen Vereinen, welche interkonfessionell oder konfessionslos sind, zurückzögen, wenn sie nicht in derselben Weise und in demselben Masse wie die christlichen Mitbürger zu allen Vereinen beitrügen, ihnen angehörten und treu auf alle Weise mitwirkten, dann wären sie im Unrecht", der aber auch weiter gesagt: „Wenn wir aber zu allen Wohltätigkeitsvereinen gehören, willig und gern gehören, dann meine ich, begehen

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