Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1907
- Issue
- Nr. 3 - April
- Date
- 1907-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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BERLIN, im April 1907. No. 3. Bericht der Grossloge für Deutschland U. O. B. B. Nachdruck sämtlicher Artikel aus diesen Berichtenverboten. Fernsprecher: D. Wolff, VI. No. 4619, Wilhelmstrasse 118. Inhalt: Br. Heinrich Wisloeh. — Unser Jubiläumsfest — 100. und 107. Sitzung des Gen-Rom. — . Autoreferat des Br. Dr. Naumann. Jahresberichte der Logen. — Kinan%abschluss der Grossloge. — Aus den Logen des VI IJ. 'Distrikts* '— Aus dem ('i-diichtnisbuch der Qrowloge. — Danksagung. — Mitteilungen der Logen. Expräsident Br. Heinrich Wisloeh geb. am 22. Jan. 1852, gest. am lO. März 1907. Kurz vor unserem Jubiläumsfeste, das uns Gelegenheit gab, über das Wirken und die Leistungen unseres geliebten Ordens in den 25 Jahren seines Bestehens auf deutschem Boden vor aller Welt Rechenschaft abzulegen, hatten wir den Heimgang eines eifrigen und treuen Mitarbeitern, unseres lieben Br. Heinrich Wisloeh, des Expräs. der Frankfurt- Loge zu beklagen, dessen Leben eine Verköiperung der hohen Ideale unseres Bundes war. Nicht Exklusivität verlangt der Orden B. B. von seinen Mitgliedern, so betonte der Grosspräs, iu seiner Festrede am 17. März d. J., soudern ein freudiges und gewissenhaftes Zusammenarbeiten mit unseren Mitbürgern zum Wohle des Staates und zur Förderung der Stadt, die uns Aulenthalt und Schutz gewähren. Diese Lehre verwirklichte der Verewigte in seinem Leben. Als ein achtzehnjähriger Jüngling zog Heinrich Wisloeh freiwillig mit in den Krieg, um in jener grossen rahmreichen Zeit des Jahre 1870/71 Schulter an Schulter mit den nichtjüdischen Kameraden für des Vaterlandes Ehre und Recht zu kämpfen und als gereifter Mann stellte er die grossen Fähigkeiten meines Geistes, die reichen Gaben seines Herzens in den Dienst der Stadt und in den der Allgemeinheit. Dieses ehrende Zeugnis stellten ihm am Sarge die Redner aus, die im Namen der Stadtverwaltung, der demokratischen Fraktion und verschiedener Vereine und Körperschaften dem gesinnungstüchtigen Freund und lieben Kollegen Worte der Anerkennung und des.Dankes nachriefen.' Br. Maretzki, der im Namen der Grossloge nach Frankfurt geeilt war, um dem Verblichenen die letzte Ehre zu erweisen und dessen Bruder, dem Vizegrosspräs. Jos. Wisloeh in seinem unsäglichen Schmerze beizustehen, schilderte ausführlich die Persönlichkeit dieses lieben Bundesbruders, der es liebte in stiller geräuschloser*Weise zu wirken, und dem im Dienste seiner Mitmenschen keine Arbeit zu viel und keine Mühe zu gross War. Br. Dr. Adler. Präs. der Frankfurt-Loge, hob besonders die Verdienste des Heimgegangenen um die dortige Loge! hervor, der er schon in den eisten Jahren ihres Bestehens augehört habe. Die Ideale der Loge: „Wohltätigkeit, Bruderliebe und Eintracht" seien dem Verewigten bereits im Eltcrnhause gelehrt worden, inj Leben habe er diese Ideale hochgehalten, und so sei es nicht zn verwundern, dass er bald einer der hervonagendsten Brüder geworden sei. Am Grabe rief noch Jos. Wisloeh seinem treuen und inniggeliebten Bruder ergreifende Woite des. Abschiedes nach. t l «Mit Rücksicht auf den herannahenden Monat Nissan, in dem die Trauer verboten ist, fand schon am 14. März in den Räumen der Frankfurt-Loge" zu Ehren dieses heinigegangenen Bruders eine Trauerkge statt, zu der die BBr., die Angehörigen und Freunde «des, Verblichenen in grosser Zahl sich eingefunden hatten. Bei dieser Trauerfeier hielten die BBr. Rabb. Dr. Jacob Hoiwitz und Dr. Walter tiefdurchdachte, an Inhalt und Form ausgezeichnete Reden, von denen wir vorläufig die erste, hier im Wortlaut wiedergeben. Meine trauernden Freunde, hochausehnlicheTrauerversammlung! Wir haben ans in ernster Stunde hier versammelt, um unserem teuren Bruder, dem Expräsidenten dieser Loge, Heinrich Wisloeh, ein Wort wehmütiger Erinnerung und treuen Gedenkens zu widmen in diesen Räumen, in denen er w> gerne weilte, die Zeuge sind und . ein Denkmal seiner Liebe,