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Bericht der Großloge für Deutschland · 1906-12-01 · Nr. 8 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1906
Issue
Nr. 8 - Dezember
Date
1906-12-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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BERLIN, im Dezember 1906. Bericht der No. 8. löge für Deutschland U. O B. B. Nachdruck sämtlicher Artikel aus diesen Berichten verboten. Fernsprecher: D. Wolff, VI. No. 4619, Wilhelmstrasse 118. 105. Sitzung des General-Komitees der Grossloge für Deutschland VIII. Berlin, den 1). Dezember 1906 " Bis auf Br. Tuch, der am Erscheinen behindert ist, sim sämtliche Mitglieder des General-Komitees anwesend, was am so erfreulicher ist, als die Tagesordnung für diese Sitzung nicht sehr umfangreich gewesen. Vom Aktions-Komitee der Zionistischen Vereinigung m Deutschland ist das Gesuch an die Grossloge gerichtet worden um Beteiligung an der Errichtung eines Waisenhauses in Palästina für die russischen Pogromwaisen. Hierzu hatte Br. Beer ein erschöpfendes, Referat erstattet und beantragt dieses Gesuch abzulehnen. Für die Form der Ablehnung macht Br. Beer verschiedentliche Vorschläge. Bei Vorberatung der Angelegenheit im Geschäftsfuhrenden Ausschuß referierte Br. Joachim im gleichen Sinne und beantragte, die Abweisung des Gesuches damit zu begründen, dass ein Bedürfnis für die Errichtung eines Waisenhauses für die russischen Kinder nicht vorhanden sei, noch weniger für die Errichtung eines solchen Waisenhauses in Palästina. Hierfiber entspinnt sich eine sehr eingehende Debatte. Alle Redner erklären sich für die Ablehnung des Gesuches, nur über die Begründung der Ablehnung gehen die Ansichten auseinander. Schliesslich wird einstimmig beschlossen, die Ablehnung damit zu begründen, dass, nach dem die Unterbringung der russischen Waisen in Deutschland mit Erfolg durchgeführt worden ist, erachtet es die Grossloge nicht für opportun, sich an der Errichtung eines Waisenhauses in Palästina zu beteiligen. Auch über die Zuwahl eines Mitgliedes zum General-Komitee entspinnt sich eine längere Debatte. Der Geschäftsfuhrende Aussenuss empfiehlt die Zuwahl eines Mitgliedes zum General-Komitee bis zur nächsten Grosslogensitzung zu vertagen, da die Erweiterung des General-Komitees vom Reform-Komitee angeregt werden wird, und die Grossloge alsdann die geeigneten Personen für das General-Komitee wählen konnte. Nach eingehendem Ideenaustausch, in welchem einerseits die sofortige Wahl, anderseits die Vertagung derselben gewünscht, auch darauf hingewiesen wird, dass der Mitteldeutsche-Logenverband um eine Vertretung im General- Komitee nachgesucht hat, beschliesst die Versammlung, die Angelegenheit zu vertagen, bis der Geschäftsfuhrende Ausschuss. sich über die vorzuschlagenden Brüder verständigt haben wird. Eine unerledigte Klagesäche erledigt sich durch eine befriedigende, Erklärung des betreffenden Bruders. Der Gros-piäsideut macht Mitteilung davon, dass Br. Eduard Jacobsohn von der Berthöld Auerbach-Loge anlässlich des Todes seines Sohnes den Betrag von 10CO0M. gestiftet hat; die Zinsen dieses Kapitals sollen zwei herzkranken Glaubensgenossen zur Wiederherstellung derselben alljährlich zugewendet werden. Das Kapital steht unter Veiwaltung der Grossloge,' -das Kuratorium soll gebildet weiden durch den Grosspiäsidenteo, durch zwei von der Ben hold Auerbach-Loge zu ernennende Brüder und zwei Personen der Familie Jacobsohu angehörend. Die Versammlung erklärt sich hiermit einverstanden. Zu der Frage, wo soll die nächste Sitzung des General-Komitees statt Huden, referiert Br. Dr. Kuzaitzky. Derselbe hebt hervor, dass er im l.Vinzip für die Abhaltung der Sitzungen in Berlin sei, indessen eine Ausnahme doch namentlich dann zulassen möchte, wenn hiermit einer Loge genützt werden würde. Eiu so'.cher Nutzen könnte doch gestiftet werden, und deshalb empfiehlt der Referent, einer der vorliegenden Eiuladungen zu entsprechen. Der Korreferent nimmt den gegenteiligen S a'idpunkt ein. Die Aufgabe des General-Komitees gipfelte iü der Verpflichtung zur gründlichen Arbeit, das könne jedoch nur geschehen, wenn unabhängig von irgend welcher Logensitzuug das General-Komitee diese Aufgabe erfüllt. Ueberdies nehme für die meisten Mitglieder, des General-Komitees, ganz abgesehen von den wesentlich höheren Kosten, die Reise uach Trier oder Mannheim mehrere Tage ru Anspruch, die nicht jedes Mitglied zu opfern in der Lage ist, und sei deshalb eiue rege Beteiligung der Mitglieder des :General - Komitees an einer auswärtig abzuhaltenden Sitzung gar nicht zu erwaiteu. 3er Korreferent .erklärt sich entschieden für-die Abhaltung der Sitzungen des General-Komitees nur in Bsilin. Innerhalb dieser divergierenden Anschauungen bewegt sich die sehr eingehende Debatte, in welcher die mannigachsten Gesichtspunkte noch geltend gemacht werden. Ganz )esonders betont wird jedoch, dass, wenn das General-Komitee bei einer Loge zu Gast ist, diese keinerlei Kosten tragen dürfe, es sei deshalb erforderlich, wenn das General-Komitee

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