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Bericht der Großloge für Deutschland · 1906-01-01 · Nr. 4 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1906
Issue
Nr. 4 - Mai
Article
Beilage zu Nr. 4
Date
1906-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. 2. Beilage Mai 1906. P6 Bericht der Grossloge für Deutsehland U. 0. B. B. (»abrid Riesser. . \ \--iUcdc. ^chajtcn bei der Gabriel Ricsscr-Feier uh»l dem Stiftungsfest der Gabriel Kiesser -L<+gc\/.u Thorn Von' Br. K abb in er Dfc. »Osenberg« , Mit diesem Dichterwort, meine verehrten Damen und Herren, lassen Sie uns die Betrachtung einleiten, die dem Lehen und den Bestrebungen des Mannes gilt, dessen Namen wir "auf unsern Schild geschrieben, dessen Farben wir uns erkoren haben! Mit diesen Gedanken wollen wir. das Bild unseres ''grossen Namensvaters zur hundertjährigen Feier des Tages, an dem er einst das Licht der Welt erblickte, in seinem vollen Glanz vor unserm Geiste aufleben lassen! Kr soll vor unserem seelischen Auge neu erstehen, wenn er selber auch nicht mehr hinieden weilt, wenn auch sein Leih schon bald ein halbes Jahrhundert in dem Schoss der .Erde schlummert. —: Beim Beginn des Freiheitsfestes, wo der jüdische Hausvater an 'dem Sedertische auch in Her armlichsten Hütte sich stets glücklich und zufrieden wie ein Fürst vorkam und trotz Verfolgungen und Drohungen, die etwa draussen an der Schweife lauern mochten, Juhclliymneii auf die Freiheit anstimmte, war er ' am Abend des 2. April vor 100 Jahren, geboren worden, er, der sein ganzes Leben «lern Kampfe für Kccht Und l'rei heit widmen und in diesem Kampfe nicht ermatten und ermüden sollte. "' , Ein altes jüdischesSprüchwort lautet: Die,, Tora geht gern nach ihrer gewohnten Stätte zurück-^ .,Kin Ircu GvtUMikvrt, litli lirmiiirn:. t l)as i«t «li-r gultlne Zöut»crriÄp, Ehrir: Jluftfretcbcii niiiclit. iin, Iii^hth, . \V:i< uii« na»:h uj««iii. tiiitcrging." was nichts anderes besagen will, als dass bei den nachgeborenen "Enkeln sich .oft dui.hohen Geisteskräfte der dahingegangenen Ahnen wiederum bemerkbar machen. Auch bei Gabriel'Kiesser sollte dies in , Erscheinung treten. Sein '. Grossvater mütterlicherseits war der zu serner Zeit weltberühmte Raphael Cohn, ein ebenso'kenntnisreiche'r und scharfsinniger Gelehrter, wie« selbständiger und unabhängiger Charakter,;dprin unbeugsamer Festigkeit bei dem von ihm als wahr" yndrecht Krkannten behatrte. und der bei einem Konflikte mit der Regierung" lieber -auf j d;i,s v angesehene. Amt eines" Lehrers und Richters in den Gemeinden Hamburg, Altona und Wandsbeck.vernichtete, als dass er von den ihm Zustehenden Befugnissen das Geringste opferte. V"" Audi der,Vater Kiesscrs war der.Sprossling einer Gelehrtenfamilie, die ihre. 'Abstammung. viii dem sagenhaften polnischen .Kitmachtskönig' Said Wahl ableitete. Kr Watr der. Sohn des Rabbiners aus Dettingen in Bayern.' tmd führte seinen Namen nach dem Kiess, der Ebene, in der sein Geburtsort lag. Seiner j\hc mit der zweiten Tochter Raphael Cohns entsprossen zwei 'Töchter und drei Söhne, deren jüngste* unser Gabriel . . * * ■ - i war. ho länge Raphael (Ohn rtfs Kahbjner am' tierte, war sein Schwiegersohnt der in .der tal-

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