Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1905
- Issue
- Nr. 4 - Mai
- Article
- Beilage zu Nr. 4
- Date
- 1905-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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No. 9. Mai 1905. Bericht der Grossloge für Deutschland U. 0. B. B. J '. .| ■ ,; t ■ . . .. ■ +%..'.,«'; v*» '. . Gedanken über die sozial-anthfio|)blo*jbche Seite der Juden rra^e. Von Br. I.) r. Ludwig (i r <> s s - Lieehitz-. Jüngsstvarin einer Zeitschrift von den m< «Jemen Parias unter den Völkern die Rede. Neben den Zigeunern sind es fast nur -die Juden, die eine solclie elende Kolkspielen. So weit die Erde, SO weit der 1 Iass und die Verachtung, so alt das Aultreten der Juden unter den übrigen Völkern, so alt die Abneigung gegen das angeblich „auserwählte;-! \'olk. Es lebt inmitten der anderen Völker ein fremder Bestandtheil — und doch durch die mannigfachsten Bande mit ihnen verknüpft. Dabei ergebt sich ein eigenartiges Verhältnis». 1 "0 betragt nach der letzten Volkszählung der l'rocentsatz der Juden «in Deutschland. Diese-. 1 " ,, aber hat grossen Eintluss. wissenschaftlich wie Commerden. .Allerorten spürt man sein Einwirken; hunderttausende hangen von ihnen ab, verdanken ihnen "Lohn' und Erwerb. Die geistigen Führer der Socialdemokratie sind und waren zu einem nicht geringen Bruchsatz Juden, sie mischten sich unter das Volk, kämpften für seine Ideale und Fortschritte, mit in vorderer Reihe, sie 'mühten sich für dasselbe. Vortheile und Rechte f zu erstreiten — und tloch ist in allen Schienten die Verachtung und Aechtüng gleichmässig. Das Princip bleibt — höchtqn.s ändert der Judenhass in den einzelnen Bevölkerungsschichten seine Form. Polen, Danen. Slaven hasst der Deutsche den Juden verachtet er. Es istnicht., einmal mehr eine gesellschaftliche IMaciertmg an zweiter Stelle iler lüde kommt in den maass<;ebenden . .I>>. » Kreisen gesellschaftlich überhaupt nicht mehr.in Betracht. I )ie Isolierung ist von der akademischen und regierenden Kaste vollständig durchgeführt Worden :, er ist in die gesellschaftliche. Acht erklärt. .Wer diese Thatsäche leugnet, mag' er Jude oder i hrist seih, täuscht sich, b'ewuss.t oiicr unbewusst. ."• » . Vor dein Gesetz und auf dem Papier'herrscht allerdings-die verbürgte Gleichheit. .• .' Die Verbitterung nimmt auf beiden Seiten von Tag zu Tag zu. Auf die ■ „Angriffe ihrer Gegner schliessen sich die Judenimmer mehr ■ * ■ :J , n, . -n . . ■ zusammen, erstarken also auch immer mehr. : {"ml -. . . >■*-•- . { immer schwieriger wird die Frage; die ajf den ruhig objectiv denkenden \.*rtiv>jialok(,i.i' iröen herantritt.' wie dieses uralte Problem"./um Besten des gesammten deutschen Volkes ' ui'rgurephtem Sinne teu / losen •: 'ist.' Ein I.oss"chlat;en "nach I ■: . - Pückler'scliem: Wunsche ist nicht' m/;ghch.. Ein Vertreiben ,djjr Juden aus Deutschland würde bei ihrem ungeheuren geschäftlichen •■ Eii\Jlussc.. da * / ' ' -. Millionen/Fäden zerrissen werden ^würden; den verderblichsten Einfluss haben.: . F'feiwilHg aus-