Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1905
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Article
- Beilage zu Nr. 2
- Date
- 1905-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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No. 1. u Februar 1905. M ■ - - / ■ ' - ■ it'i? Bericht der Grossloge für Deutsehland 0. B. B. ,•• B r. Mischehen. > r. M a r e t z k i. >rten en Von tiefem Krnst ist die geistige Kn hing der Judenhcit in unserer Geberation get VVir sehen uns in einem schweren Kämpft feindseligen Mächten, die wir verachten* kön wenn sie nicht unseren Lebensnerv bedri Da heisst es sich mit allen .Mitteln ausrüsten Kampf gegen Neid und Missgunst. Da hei Zuvorderst unser eigenes .Volksleben ergrii Da ist es erfreulich zu sehen, .wie aller O der gesamten Judenhcit gearbeitet wird und tcre Bahnen einzuschlagen beginnt, wie alle K entfaltet werden, um einen tiefen Hinblick in sociales Leben zu thun, die Gesammtheit zuheben zu besserer Erkenntniss, zu klaren schauungen, zu | rationeller Hilfe. Allen Bestrebungen gilt eine ernste Grundstimn>u gilt zielbewusstes Denken. Ebenbürtig zur stellt sich die statistische Wissenschaft, jüngste Kind socialer Thätigkcit, aber an [Un I und Vertiefung schnell vorgeschritten. Man met diesen Dingen mehr Aufmerksamkeit; kann sie auch gar nicht entbehren, will einen Einblick in die Massenerscheinungei Volkslebens gewinnen. Freilich werden tige Stimmen laut, dass es nicht richtig unc thunlich sei, sich speziell mit der Statistik- Juden zu beschäftigen, vielmehr solle es geschel im Rahmen des gesamten deutschen Volkes, d integrirenden Bestandteil die Juden bilden, der Stand und die Bewegung der jüdische! je» ickvi.Lk'erung wird von den Hell'>rdej\ nach wie xor Jen. behandelt werden : es ist so^ar von grossem Y-ormit theil, die Ergebnisse zu vergleichen. Die allgenten, meinen Gesichtspunkte kommen doift . z-ur-Begutlten.' achtung, linden dort sachgemässe Prüfung und zum Anwendung. Für uns ist es besonders ersptiessst es lieh und'nothwerfdig, flicht nur unsere Eigenart^ nden. zu erforschen, sondern auch die Judeiiheit aller in Länder durchzumustern, ihre Lage und Kujtur breikennen zu lernen, das Gemeinsame und Ver-' *.,, räfte ' scliiedene herauszuheben, Vergleiche anzustellen, nser um die Mittel und Wege für etwaige Aenderpor-: ungen zu linden. ./'Dafür können wir nur allein An- Interesse haben, das wir nur allein bearbeiten, esen Das ist unsere 'Pflicht, und ich bin der festen L eber: ng, zeugung, dass es uns gelingen wird, richtige imd 5eite klare Vorstellungen nicht nur für uns, sondern das auch, was nicht minder wichtig ist,, bei .unseren fang andersgläubigen Mitbürgern zu erwecken auf wid- Grund genauer und zuverlässiger Kenntnis'*-.der man Thatsachen. Dass vielfach irrige Anschauungen man auch in unseren Reihen" herrschen,. jasogar Fildes kenntniss, wird allgemein empfunden.' Hier.Licht 'ich- , und Wissen zu verbreiten, darüber kann kejn un> Zweifel obwalten. Dazu soll diese Arbeit einen der kleinen Beitrag liefern. Soweit mir die Littcratur len über Mischehen zur Verfügung stand, ist die erste (frssen Arbeit im Jahre 1887 in der Zeitschrift des \ber Königl. preuss. Statistischen Amtes von v. F i rc.k-s Beerschienen. Im Jahre J9Ö8 erschien ' im ' Harn - l - ■ - '•' '