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Bericht der Großloge für Deutschland · 1904-01-01 · Nr. 9 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1904
Issue
Nr. 9 - Dezember
Article
Beilage zu Nr. 9
Date
1904-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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sind diese etwa im Allgemeinen* dazu angethan, uns wirkliche 'Erholung zu ' bringen ': Weichet beschäftigte Mannhätte die bis spät in die Nacht Hinein \tahrenden Gesellschaften nicht oft genug verwünscht, zumal wenn sie sich Abend für Abend wiederholen : Wie soll das .tagsüber rastlos arbeitende Gehirn, die angestrengten Nerven sich erholen, wenn man schon ziemlich ermüdet hinkommt, sich künstlich an- und aufregt, den so nothwendigen Schlaf entbehren mussl'jid doch ist ein ausreichenderSchl.it" allein im Stande, den (>rganen des Körpers die wiederbelebende Rast zu gewahren mxl neue Spannkraft aufzuspeichern.' Zudem genügt die verkürzte Zeit des Ausruhens nicht, die Eindrücke des vergangenen Tages wieder erblassen und die Wellen der Erregung vom Tage ebnen zu lassen, damit neue Eindrücke aufgenommen und mit Erfolg verarbeitet werden m ' können." Wir befinden uns mit unseren Vergnügungen in einem fehlerhaften Kreislauf Mit mattem Korper und erregten Nerven besuchen 'wir Gesellschaften, überreizen diese durch Speise, - Trank und Spiet, sind anderen Tages schlaft und geistig abgespannt, um am. Abend dic^. gleichenfehler zu begehen. So sind unsere Vergnügungen zu wahren Anstrengungen und Martenpialen für die Nerven geworden. Auch hier ist Maasshalten das -einzig Vernünftige, das, einzig Wahre, das einzig Gesunde. ' ' - Und nun noch ein nicht minder ernstes Wort , über die Wien. Ich habe dabei nur che gesund« heitliche Seite der Ehe im Auge, wenn es auch betrübend fnr-den Freund unseres Volksstammes ist, zu sehen, wie die Ehescheidungen bei uns zugenommen haben. Die Ehescheidungen unter . «> v rein jüdisclien Ehen betrugen in Berlm 1885 — 23. im Jahre 1900 04 bei 621 rein jüdischen Ehen, also last dreimal soviel. In Ungarn landen nach Kuppin in den Jahren lS'.'s bis 1!HX) 180 Ehescheidungen statt d. h. 9,öl" 0 allerEhescheidungen, wahrend die Juden nur 4.42"/,, der ungarischen Gesamtbevölkefung ausmachen. Hie Eheschliessungen geschehen meist aus anderen als hygienischen . Rücksichten, l ud diese sollten (loch ,energisch betont werden. - Die Gesetze der Vererbung lassen sich nicht ignorieren, sie setzen mit unwiderstehlicher Kraft ein. lasten wio ein Fluch auf den -Generationen. Nervös belastete, oder stark veranlagte Menschen sollten von der Elleschliessung abgehalten werden, sie erzeugen nurneuropath ische minderwerthige, eiuseitig begabte Kinder, denen es schwer wird, sich durch das Leben durchzusetzen von der Schule bis zum Grabe. Meistens ist auch die Ehe eine freudlose. Kommen in der Ehe Kummer und Sorgen hinzu, so 1 iliese Unglücklichen vollends Schiffbruch Nervensystem. Vor allen Dingen sollte vermeidenblutsverwandte Epen zu stiften, uns kommen sie sehr häufig vor. In Berlin betrugen die Heirathen unter. Blutsverwandten im Jahre" 1880 75. im Jahre 181)0 113, im Jahr 1900 127. Die -Erfahrung lehrt, dasi solchen Ehen taubstumme, blinde, mit N fehlem behaftete Kinder entspriessen. Familien, einst'blühend und machtig, sind Heirathcn unter Verwandten ausgestorben. noch »den am man Bei aus sryen- .ian/e urch degeneriert ilie Wege einci Ge au. der insere Selbst ■u Die Richtung und siindung in unserem Volke bewegen sie dem Gebiete der Selbstzucht und Krziehun körperlichen und geistigen Fürsorge für - Kinder, der seelischen Beruhigung und bescheidung unserer selbst. Hier sollen die ge schilderten Grundsätze in erster Reihe bei dem nachwachsenden Gcschlechte einsetzen, denn darin liegt unsere Hoffnung für die Zukunft und die Wurzeln unserer Kraft. Gewiss verdanken wir der Rührigkeit. 'Lebhaftigkeit ..und schnellen Auffassung das günstige und rasche Fortkonnten gewiss verdanken wir der nervösen Veranlagung viele Talente in den freien Berufe, ab :r das kann uns nicht' entschädigen für den Verlust \ teler Existenzen durch v orzeitige Arbeits Unfähigkeit. Die Zunahme der Nerve (leiden zehrt an dein Marke unseres Volkes und schwächt die Widerstandsfähigkeit für alle depremicrenden Einflüsse, die überall uns entgegentreten i.nd für lange Zeit uns bedrohen werden. Mag die Wahrheit des Spiegelbildes, ohne Beschönigung zu entwerfen mir flube, noch so der Feind, es las i I erlaubt sehr schmerzen, , (loch, es kann d.Irf der Freund nicht schonen Wir Juden stellen ein grosses Kontingent den Nervösen. Sorgen wir dafür, dass Nachkommenschaft heranwächst gesund an rein an Seele, frisch Tim Herzen, klar an c ' ' 'I Iroh an Gemüth! unse törp Kop Biich.ku. ker.-i Max Cohn (Inh. A. M. Brodacz), Berlin S\V , Kitt.-rstr. 78.

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