Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1904
- Issue
- Nr. 8 - November
- Date
- 1904-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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l.undes gedacht habe. Auf folgende Punkte sollte sich hauptsächlich die Thätigkeit des Bandes zu erstrecken haben: 1) -Die Noth der Armen zu lindern, ihnen mit Rath beizustehen : die Armen durch Zuweisung von Arbeit vom Betteln abzuhalten: 2) auf die Erziehung der Armen und ihrer Kinder in geistiger und sittlicher Beziehung einzuwirken: 3) Witt wen und Waisen trostreich" beizustehen; 4\ Kranke zu besuchen; 5) Unterstützuug in der Ausbildung für weiblichen Beruf i Kochschule, Haushaltungsschule, Nähsehule. Handfertigkeitsunterricht): ß) Zuführung dem Berufe der Krankenpflegerinnen: 7) Kinderbeschenkung und l'nterbringung während der Ferien: 8) Arbeitsnachweis für weibliche An- -gestellt^: Gründung eines Mädchenbeimsfür weibliche Angestellte; Iß! Besuche der Volksküche. Die Ausführungen der Vorsitzenden landen allgemeine Billigung, uud es kann daher nicht Wunder nehmen, dass auch der Antrag derselben auf Begründung eines Schwesternbunles einstimmig Annahme fand, uud die ausgesprochene Begründung selber mit Beifall begrüsst wurde. Nachdem als Vorsitzende Frau, Dr. Pinette erwählt und ausserdem eine grosse Anzahl Damen ernannt wurde, denen bestimmte Gebiete der später seitens des Schwesternbundes zu entwickelnden Thätigkeit übertragen werden sollen, beschloss die Ver- »ammlung noch, vom Monat November .ab ihre regelmässige! Zusammenkünfte an denselben Tagen und zu deiseiben Zeit stattfinden zu lassen, "da die Kaiser Fiiedrich- L'ige ihke Sitzungen abhält. Wir Bruder der Kaiser Friedrich-Loge haben allen Grund, die Begründung des Schwesternbundes mit allgemeiner Freude zu begrüssen. nicht allein wegen der schönen Tendenz, d-reu Verwirklichung sich die Damen zum Ziele gesetzt haben und die ja ganz auf dem Boden steht, auf dem sich unsere <|>rden.*l>estrebuQgeu bewegen, sondern auch weil wir man< he [indirekten Yoitheile aus der Frauenbewegung für uns erhotten, wie stärkern Besuch unserer Logensitzungen, vermehrte Propaganda für unsere ideale Sache u. s. w. Saxonia-Loge jn Chemnitz. ' Unsere liebe Loge, die nunmehr bild 5 Jahre besteht, hatte bisher das Glück, stets nur Gtties berichten zu können. Doch wie das Leben des Menschen, nicht immer, von der Sonne der Freude bestrahl' wird, sondern auch trübe Schatten desselben gar olt veidunkeln,' so ist es nicht anders im Leben der Loge. Wie betrübend stimmt uns nicht jedesmal die Mittheilung de Heimgegangenen Brüder in den Monatsberichten, und wie schmerzlich war es uns, wenn eine Sch Westerloge durch der. Tod eines hervorragenden Brudets einen herben Verlust e: litten! Solehen Schmerz aber lernt jede Loge erst recht ermessen, wenn der Todesengel in die eigenen Reihen tritt uud eine tiefe Lücke in dieselbeu reisst. Nun haben au< wir zum eisten Male den Tod eines 1. Bruders zu beklagei: desjenigen, welcher zuletzt in unseren Bruderkreis eingetreten und von dessen Wirken wir das Beste für unsere Loge e hoffen durften. Als Br. Fabrikant Saul Schreiber starb, befand sich die Loge in den Ferien, die meisten Brüder waiv, auf Reisen. Wir Hessen es aber trotzdem nicht dabei bewenden unseren verstoßenen Bruder zur letzten Ruhestätte zu begleiten, sondern veranstalteten zum * ehrenden Gedächtnis desgelben am 4. September eine- Trauerloge. Zu derselben welche im entsprechend. dekorirten Logensaale ohne jede< Ritual stattfand, hatte sich der grösste Theil der Brüde; eingefunden; es' waren auch die Siihue des Verstorbenen die Herren Fabrikant Bruno Schreiber und Kaufmann Franz Schreibet erschienen. Feierliche Harmoniumklänge des Br. N. Goldberg leiteten die Feier ein. Der w. Präs. Br, Her i) h a r d 'Kupferberg begi iisste die Erschienenen mit ernsten Worten, undhielt alsdann unser w. Meut'i. Expräs. Adolt Beck die Gedenkrede, die einen tiefen, ergreiienden Eindruck machte. Der w. Präsident richtete noch erbebende Trostesworte an die Söhne des Heimgegangenen, denen die Trauertet: den Beweis erbracht haben möchte, dass die Bruderliebe in der Loge keine leere Form sei, sondern diese Tugend übet das Grab hinaus geübt werde. Die Loge wolle den Hinterbliebenen allezeit mit Rath uud That zur Seite stehen. Mit Harmouiumklängen endete die Trauerloge, die einen unsere! Besten gewidmet war. Gott beschütze unsere Loge fernerhin und bewahre unr¬ und unseren geliebten Orden vor Trauer und Schmerz! — j Offlcielle Mittheilungen der Logen. Iwi" $• Wy$f&? £'" P ' ■ I Concordia-Loge in Kattowitz O.-Schl. Anlässlich der Einweihung unserer neuen Logenräume sind uns von der hochw. Grossloge und vielen Sch westerlogen durch Delegirte, auf brieflichem und telegraphischem Wege herzliche Glückwünsche zutheil geworden. Hocherfreut über diese Kundgebungen statten wir hiermit allen Betheiligten unseren innigen Dank ab. S. Reich, Präsident. S. Pinkus, prot. Secretär. ) Allemania - Loge in Stettin. Allen würdigen ScLrwe>tei nlogen, welche uns zu unserem zwanzigsten Stiftungsfeste durch Delegirte oder auf schriftlichem bezw. telegraphischem Wege ihre Glückwünsche ausgesprochen haben, sagen wir hiermit unseren herzlich.-ten Dank. Dr. Landsberg, Präsident. Carl Cohn, prot. Secretär. -i-■——,-1-1-,- Michael Sachs-Loge in Königahütte O.-Schl. Allen werihen Schwesterlogen. die uns durch Delegirte, durch Telegramme und Briefe ihre Glückwünsche zum I. Stiftungsfeste ausdrücken Hessen, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. t D r. G o 1 d s c h m i d t, Präsident. Max Danziger, prot. Secretär. Biichdruckerei Max Colin (Ihn. A. M Brodacz). Berlin S\V;, Ritleratr. TS.