Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1904
- Issue
- Nr. 5 - Juni
- Article
- Beilage zu Nr. 5
- Date
- 1904-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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Damen. Ich erwähne da.* nicht, um unsere Kraulen, herauszustreichen, auch nicht, mu die intcrconfessioncllc. Tendenz besonders /u betonen, sondern um zu zeigen, wie die jüdische Trau lebhaft jJYrrtbeil nimmt an den Bestrebungen für die ^nationale \\""lillahrt und Fürsorge, wie. sitmitarbeitet an der K.rln'Innig der nationalen Kultur, wie sie mitthatig ist in der sozialen Arbeit, sich mit Geschick-und \erständniss in diti.OrgaUisati<m einfügt und einordnet. -Ihre. Arbeiten w erden gewürdigt und .nerk.ymt. sie selbst /u leitenden Stellungen .berufen. "Wir haben, die Irrende ""gehabt, drei Jüdinnen aus dem MutterLmde unsere-; Ordens in einer Special-Sit/ung zur Bekämpfung des "Mädchenhandels an) 12. d. M. /ii b'egrüssen. die eine M». >. ■'. in.,:-, die Vorsitzende.- die andere Ms. American. Schriftführerin' <K.\ erbandes jüdischer IYaiicnvercinc fil den- Vereinigten Staaten, und ihre Ansichten /(i hören, wie sie bestrebt sind, dem Mädchenhandel entgegenzutreten^, d.i.— -ie es bei der. Regierung durch^eset/t haben, da—i eine \ ■ >n ihnen erw. dilti Agentin in dem Malen von New Yorkangestellt ist. die .sprachkundig ist. um mit <K n .-trnrop.iNclien'Ankommlingcn sich zu verständigen. W ir. hatten auch die Freude.''' MS American von der Thätygkcit des Bundes jüdischer Train nvercinc in Amerika in einer eigens hierzu .einberufenen Versammhing berichten zu horch. r>e7f Bund ist lht»3 anlasslich ■•■des Parlamentder Religionen wührend iler Ausstellung in Ghicago \o;i 14: Damen der jüdischen--iescllchaft gegründet worden. Zur,Zcit /ahlr er 41 < 'rtsgruppen, mit 10000 Mitgliedern, die kleinste Gruppe hat 12. die j gr..sste 1100' Mitglieder. Beiträg 4-I>oll. Seine Tendenz ziehauf Abstellung des stark* hervorgetretenen rmlitierentisnius und erfüllt diese Aufgabe durch Verbreitung der Geschichte «und Kitteratur des -Judentbums nach Art innerer Ütteraturvcreine. Her Verband hat den grossen Krfolg erzielt. «Lass die Kcnntniss jüdisclle-r Wissen-- schalt ungemein zugeiii <mmen,das Sclbstbew usstsein iler "luden gestiegen, 'und ein starkes Gefühl für das ludenthum erweckt" worden ist. Ganz besonders haben die I ranern ereine sich der jungen Mädchen und Herren im Alter von Iii bis IN Jahren angenommen, für welche eigene Schulen zur l 'ntcrwcisiing in jüdischen Wissenschaften gegründet wurden, es be*td»en'-bereits. 2(5 solcher Schulen. In Bezug auf soziale Fürsorge und Wohlfahrt, wofür seit Jahren schon eine Anzahl von Vereinen besteht sind diese nach den neuesten ■Grundsätzen sozialer Wissenschaften 'abgeändert worden. Auch dort hat man erkannt, dass Almosengeben nur schadet, den lieber wie den Nehmer demoralisiert. Kino besondere Seefcion beschäftigt >ich mit dem Studium sozialer Methoden, um deren Krgebnisse für die W~oblfahrtsbcstrebungen anzuwenden. Besonders hervorzuheben ist die Thätigkcit der l'rauenvereine auf dem Gcbietc der Tuberkulose-Bekämpfung. Neben Verabreichung von guter Milch wird älrc Aufmerksamkeit verwendet auf Jhe- Behandlung der Schwindsüchtigen in den Wohnungen, wofür Umfassende Studien üüd Vorkehrungen getroffen werden. Der letztere l instand ist für uns besonders beachtenswerth. es muss auch hei uns damit vorgegangen n .-. werden, die Tuberkuh'tsen in den Wohnungen zu belassen, -da der Bedarf an Krankenhäusern auch bei uns nicht sobald gedeckt sein dürfte. Ks konimt bei dieser Behandlung mehr auf das alf gemeine hygienische Regime als auf Medication an. Hinge, die in der Häuslichkeit zum Vortheil der Kranken erfolgreich ausgeführt werden körinen. >o werthvoll die ScTiilderungen dc'r amerika k.mischen Schwester über das I.eben u^ul Treiben der 'jüdischen Fraiicnvereinc.. die wir aus Anlass ihjs ' Kongresses erhalten haben, auch sind, der Kongo — brachte im» ein viel werthvolleres Geschenk. deuZüsnmnienschluss der jüdischen Frauen- \eK(.i:n' 1 »eutscliLmds. die ( onstituiruivg des Verbandes derselben. Ks ist damit ein langgehegter Wunsch, für den ich seit Jahr und lag .eingetreten bin, und für den-ich von Beginn« an in I rl. 1' a p p c n h e i m und in letzter Zeit in T rau lie Ii s Ii e i m e r Verständnis*. Zustimmung und Vtjtarbcit gefunden habe, in Krfülhmg gegangen. Hie Bekämpfung: des Mädchenhandels, <1. h. die Krkcnntniss. dass dieser schw ere socialeSchaden hui unsern osteuropäischen Glaubensgenossen sowohl in Bezug auf die Händler als auch die Opfer in breitem Umfange in die Krscbeiming .getreten, und die llrkenntniss. dass yort unserer Seite mit grosser Knergie eingeschritten werden muss. in seinen 'äussern und inneren Ursachen eine Sanirung-' nothw endig sei. hat ohne Zw eifel die Frauen auf den Kampfplatz und zu' einem Zusammenschlüsse geführt. Die bisher zerstreute, sicher werthvolle Arbeit wird nun mehr eine .Zusammenfassung und Kinheitlicbkeit erfahren, dqr Werth der Krauenarbeit wird eindringlicher und umfassender werden, die Aufgaben werden sich mehr conccntricren und ausgestalten,, die Zersplitterung der Kräfte wird