Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1904
- Issue
- Nr. 5 - Juni
- Date
- 1904-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Br. Julias Lev-y die Logen in Stargard. Stettin, Posen. Br. Justizrat Dr. Kemp.ner die Logen in Neisse, Beuthen, Kattowitz, Königshütte, Liegnitz. Br. P 1 a c z.,e k die Logen in Breslau, Landaber?. K itibor. Br. Eugen Beer die Logen in AVürzburg. Heidelberg. Heilbronn. Br. H e i n e m a n n die Logen in Hamburg, Dortmund. •Br. Dr. Call mann die Logen in Mainz, Coblenz, Trier, St. Johann. Br. Eugen Goldstein die Logen in Kempen. Ostrowo, Gleiwitz, Krotoschin. Br. Adolph Sern au die Logen in Magdeburg. Dessau, Cassel. Gotha, Erfurt. < Der geschäftsführende Ausschuss hatte auch eine kurze Instruktion, die als Richtschnur sowohl für die Mitglieder des General-Comites. als auch für die Logen dienen könnte, entworfen, die Versammlung ist indessen der Ansicht, zunächst von jeder Instruktion abzusehen: die Einrichtung, die Logen durch die Mitglieder des General-Comites regelmässig besuchen zu lassen, sei neu, es sollten zunächst Erfahrungen gesimmelt werden, bevor man zur Aufstellung fester Normen gelangt. Zu dem Antrage des Br. Dr. M a r e t z k i , auf Schaffung von Arbeitsnachweisen nimmt dieser Bruder Bezug auf sein hierzu erstattetes Referat; das im diesmonatlichen Bericht abgedruckt ist, und beschränkt; sich derselbe auf die in dem Referat am Schlüsse enthaltenen Anträge No. 1 unl 2, während er die unter No. 3 und 4 fallen lässt. Aus der sich hieran anschliessenden Debatte geht hervor, dass mit dem Antrag des Br. Dr. Maretzki eine Empfehlung an die Logen bezweckt werde. Wenngleich auf (Grund der Erfahrungen, welchedie Rheinland-Loge gemacht Kar, gewisse Bedenken erhoben werden, so stehen diesen die günstigen Erfahrungen der Heniy Jones - Loge gegenüber. Die Versammlung beschliesst in einem Rundschreiben au die Logen denselben zu empfehlen, dass möglichst an jedem Logenplatz ein Arbeitsnachweis, In kleinen Städten aber Stellenvermittelungen errichtet werden mögen. Die nächste Sitzung des General-Comites wird mit Rücksicht auf die jüdischen Feiertage für Monat Oktober in Aussicht genommen, den Tag zu bestimmen, bleibt dem geschäftsführenden Ausschuss überlassen. 1 -. Br. Dr. M a r e t z k i beantragt, dem Verein für jüdische Statistik 500 Mk. zu bewilligen, und begründet diesen Antrag mit der hohen Bedeutung, die eine jüdische Statistik überhaupt sowotil für die Gesammtheit, als auch für uns habe. Hierzu entspinnt sich eioe lebhafte Debatte, die sich auf die formale Behandlung des Antrages durch den geschäftsführenden Ausschuss erstreckt, und in welcher auch gewisse Bedenken gegen die Tendenz dieses Vereins, wie sie aus dem Voi wort zu der ersten Publikation hervorgehe, zum Ausdruck gelangen. Letzteren gegenüber betont Br. Dr. M ar e t z k i,i dass diese Vorwürfe unbegründet seien. Er habe den Vorsitz in diesem Verein nur auf dringende Bitten unter der ausdrücklichen Erklärung und unter Zustimmung aller maassgebenden Persönlichkeiten übernommen, wonach der Verein durchaus voraussetzungslos und tendenzlos zu arbeiten habe, und zwar unter Anlehnuog an die staatlichen statistischen Aemter. Sobald diese Bedingungen nicht erfüllt werden sollten, w ürde er ohne Weiteres den Vorsitz niederlegen. In der Debatte wird noch besonders hervorgehoben, w ie eine richtige Statistik die Grundlage für die Wohlthätigkeitsbestrebungen auch des ()rdens bilde; besässen wir eine solche, dann würde vielleicht manche Bewilligung der Grossloge and. ausgefallen sein. Hierbei wird auch die beschlossene Erhebui» in Hessen durch den Orden erwähnt, und bedauert, dass di< Angelegenheit trotz der langen Zeit, die seitdem verstrichen i . um nichts habe vorwärts kommen können. Unter Vorlegung ein* schlägigen Materials wird der Nachweis dafür zu führen gesu. wie selbst einzelnepraktische Männer in der Lage sind,statUti> Erhebungen mit den besten Erfolgen anzustellen. Die Bdeutung derartiger Piivat-Enqueten wird von anderer Sei e auf das richtige Maass zurückgeführt. Nach Ablehnung der Anregung auf Bewilligung von Mk. 100 wird der Anti a« des Br. Dr. Maretzki auf .Mk. 500 angenommen. Die Schaffung eines neuen Rituals t alsdann den (Gegenstand der Erörterung. Hierzu hat Br. Dr. Maretzki gleichfalls ein Referat erstattet, das in der Mainummer unserer Berichte abgedruckt i-t. L'ntei Hiuwe's auf diese seine Ausführungen glaubt Br. Dr. Maretzki, dass zunächst eine Klärung dtr Ansichten innerhalb des General-Comites erfolgen müsste, bevor an die Abfassung eines Rituals gesejuitten werde, dem gegenwärtig beständen zu viel divergirende Anschauungen über das, was geschaffen werden soll. Es werden hierzu aus der Versammlung heraus Vorschläge gemacht, die iudes-eii ktiüe Zustimmung finden, und w ird beschlossen, die Fr,ige der Schaffung eines neuen Rituals zu vertagen Vou Br. S i m o n-Hannover ist angeregt woiden, die A uswanderung von Glaubensgenossen zu regeln, und /ja diesem Zwecke vorerst die Abhaltung einer Conferenz von Vertretern aller hierbei in Frage kommenden InstitutioLeu herbeizuführen. Der Referent Br. J o a c h i m führt aus, dass es ursprünglich die Absicht des Br. Simon gewe&en, dass die Grossloge für Deutschland diese Conferenz, welcher auch Vertreter der amerikanischen Lpgen anwohnen sollten, einzuberut' i hätte, dass Br. Simon hier von aber abgesehen habe, nachdem ihm klar gemacht worden, dass die Grossloge sich schon binden würde, wenn sie die Conferenz einberufe. Der Referent schlägt vor, wenn die Conferenz auf Einberufung des Br. Simon stattfindet, dieselbe auch seitens der Grossloge durch Delegirte zu beschicken. Diese dürften *ick indessen zu nichts verpflichten, sie hätten vielmehr nur die Aufgabe, zu erfahren, wie sich Br. Simon die Durchführung und Leitung des Vorhabe! denkt, und welche Mitwirkung dem Orden etwa zugedacht werde. Aus dem vorliegenden Material gehe alles dieses nicht deutlich hei vor. Der Referent führt ferner aus, dass jetzt die Grossloge für Rumänien die Einsetzung einer Delegation aller Er - ropäischenDistrikte zum Zwecke der Regelung gemeinsamerAr gaben vorgeschlagen habe. Werde dieser Anregung zugestimmt dann könnte als erster Beratungsgegenstand lür diese Dele gation die Simonsche Anregung aufgestellt werden. E Versammlung beschliesst zunächst, dem Vorschlage der Grossloge von Rumänien auf Schaffung einer gemeinsamen Vertretung der Europäischen Distrikte zuzustimmen, und die Anregung des Br. Simon zur Behandlung schon jetzt den anderen Grosslogen in Europa vorzuschlagen. Des weiteren stimmt die Versammlung nach längerer Debatte den Ausführungen