Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1904
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Article
- Beilage zu Nr. 2
- Date
- 1904-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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Bürger seinen Gottesdienst Üben darf nach dein, was ihm *«-in eigenes Gewissen vorschreibt, und ilass eine Regierung, welches auch ihre Form und Organe sein m< >gen. diese Rechte* und lruiheiten gewährleisten.muss unter Anwendung ihrer ganzen Macht. Weit entfernt von Eurer Majestät! lerrschaftsgebiet. unter verschiedenen Verhältnissen Ichend. und unter anderer Staatsangehörigkeit, wagen es; ihre Bittsteller, im Namen der Civilisatiöh, liir religiose Freiheit und Duldsamkeit zu plädieren, zu bitten, dass der Mann, welcher -ein -eigenes Volk und alle anderen /um Hort des Fliedens geführt hat. seiner Regierung und seinem Ruhm neuen "Glanz verleihen wolle, indem er sich an die Spitze einer neuen Bewegung stellt.' welche die ganze Welt /u Massnahmen gegen religiöse Verfolgungen verpflichtet-'" Das war die Sprache eines freien Mannes, und sie hätte Kindruck machen müssen auf den Beherrscher aller Keussen, wenn sie ihm zu Gesichte gekommen wäre. Die russische Rc-t gierung hat es abgelehnt, dem ..Kriedens-Zarendiese Bittschrift zu überreichen. Aber, meine Verehrten, Simon Wolf erzählt uns ein merk;, würdiges Intermezzo, Als der Staatssekretär May die Bittschrift gelesen hatte, da klopfte er I.evi auf die Schulter und sagte: ..So traurig auch das Kischinewcr Massacre für die Juden sein mag. es wird was Gutes daraus hervorgehen, denn es schläft und schlummert nicht der Hüter Israels!" Mit «lieser Hoffnung ist I.evi ins Grab gegangen. Ks schlaft und schlummert nicht der Hüter Israels! Das Aktenstück aber, aus dem wir den l'tllsschlag seines Herzens heraushören, wird für - eVige Zeiten von Bedeutung bleiben. Der Tiefstand des absolutistischen Kusslands erscheint um so greller, je heller die'kulturhohe des freien 'amerikanischen Staatswesens strahlt. Aber noch in anderer Richtung hat -diese* Dokument historischen Wert, indem es späteren Geschlechtern verkünden wird, dass nicht so sehr die alten europäischen Kulturvölker,, sondern Amerika es gewesen ist. «las die'belculigtc Menschheit zu schützen auch Russland gegenüber nicht gescheut hat. * Das waren die Verdienste' Kevi's. < Meine verehrten Brüder, ich könnte noch lange fortfahren,1 ich konnte* Ihnen noch aus seinen Schriften vorlesen, denn er vya r .luch/c-in W deutender Schriftsteller, und die gau/ti . Krau seines We-cns webt uns aus seinen Schriften i-n't: gegen; i'elj konnte Ihnen vor allem''aus' seiner Schritt: ,.Was soll aus den Juden werden.'--- Seine Ansichten', -über die.li.wung der Judei\fr;tge vorlesen. .Doch für .heute mag es (in* genügen, sein Leben ah uns* vorüberziehen zu,'*clteii.' Sütä Hjaben ja schar « aus dem 'Wenigen geüehen,'' wie er auf allen debieten <les oflentliclVetf "Lebens, auf «l«;m religiösen, socialen und poetischen, zii wirken bestrebt! war und was er aiif Hillen" Gebieten für das Judentum auch gewirkt h.'it. Meine verehrti'i) Brüder! Alle J⁢ 'frommt es den Sterblichen, an grossen Vorfahren aufzuschauen, uns an ihren Vorbildern zu begeistern!; ' ' .... i»v-" .'. , . ■ und ihnen nachzustreben. Thun wir dasselbe.-'an. dem• Vorbilde des edlen Mannes. <(essen.:To<t,ivir. heute betrauern.' Sein sittlicher Ernst durchdringe uns. sein ideales Streben ziehe uns mit sieh auf' Wärt*. In einer Zeit so hoch gc-fcigcrter ' Ansprüche an das Leben lehre uns .sein« Kin'uchheit und Ruhe, uns in unseren inlischgir Wün-c lun zu bescheiden. Vor der Lauheit flb' •ä'esininin'g" vor anmasseiider und feiger Selbstsucht bewahre uns «las (iedächtniss seiner stolzen- Kntsclüoden-heit.'- ** '«t - '* 'J '---*.**'' " seiner Begeisterung für das KdlV. siiincs.. Käfers/ für unser gutes Recht, ' seines heiligen.Hä--igegen alles Gemeine und Niedrige. •■ '.->>" -t.U'^T uns auch noch von fernem GrabeJief-'der An-. •' '••> »8 « "" hauch seiner Kraft und macht uns,, tähig* und * ,. - ■ ' w ' und würdig,'das, was er in so ruhmvoller-.Weise begonnen, fort und immer fortzusetzen.. < J in'igy (iotteheilige Macht, welche Israelzu; alje'n Zeiten geleitet, auch ferner schützei-id.-und segnend über den Geschicken unseres 'armen ■'Volke** walten! Mögen ihm unter den Kämpfen.' und Stürmen erregter Zeiten, in denen alle.'"Kc-hgj'.'nen zu ''.wanken seheinen, als die feste 'Grundlage jedes .Gedeihens Gottesfurcht und .freue, die• Liebe ztir kreiheit und die Begeisterung für; das •Recht .il* die hi'irhsten Güter uHcr-ch'iitterlich erhalten bleiben!' l'nd wenn die Vor-seli-ung unserem Volke wieder schwere Zeiten vorbehalten-' hat, "1 welchen es durch thatkr.-tftiges" Handeln Zetigniss ablegen soll von seiner hohen Mission' unter den Volkern dieser Knie. o. darin .•chenkG' sie uns. wie den teuren Toten,! M-ipne^- die *nit weiser Krkonntniss dessen, was N'otl» thut, -mit