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Bericht der Großloge für Deutschland · 1904-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1904
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1904-02-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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a.._ wir fehlten nicht bei der ' Frankfurt, und wir hatten Kaiserslautern der 33 — Gründung einer anderer Logen zugegen, wir hatten unseren Vertreter bei Stiftungsfesten der Logen in Mannheim und Karlsruhe, rauerloge für Julius Plotke in einen Delegirten, als es in neuen Loge galt Andererseits hatten wir die iFreude, den hochwürdigen Grosspräs, und, aber nur zu selten, einzelne Brüder anderer Logen in unseren Sitzungen zu sehen. .Dabei hat sich unser eigener Kreis gegen den Anfang nur wenig ver ändert;' es gelang uns, vier neue Brüder einzuführen; bedauerlicher Weise haben Brüder verloren, von denen karte löste.' Wir sind jetzt angelangt. Wir aber durch Austritt Zwei •allerdings einer eine Abgangsauf der Zahl von 53 1 Auf die Dauer kann es uns nicht befriedigen, nur den Spuren anderer Logen zu folgen oder nur Einrichtungen, die andere geschaffen haben, unsere fiaancielle Unterstützung angedeihen zu lassen. Es ist erforderlich, dass wir uns ein eigenes Arbeitsgebiet schaffen, dass wir entsprechend den lokalen Bedürfnissen und in IGemässheit unserer Fähigkeiten und Mittel aus dem umfassenden Arbeitsgebiet des Ordens das für uns besonders geeignete Feld der Thä'igkeit aussuchen. Die schön erwähnte Stiftung von 1000 Mk . die lebhaft besprochene Aufforderung des Lehrlingsheims in Köln zur Uebernabme eines galizischen Knaben, das Unterstützungsgesuch, das für einen hiesigen Handwerkslehrling gestellt worden ist, sowie das Referat über die Betheiligung er Juden am Handwerk haben dahin gedrängt, dass wird zunächst geprüft haben, ob sich vielleicht in dieser Richtung eine eigene Thätigkeit entfalten lasse. Ein Bruder ist mit einem diesbezüglichen Antrag hervorgetreten, wir haben das Für und Wider in mehreren Sitzungen eifrig besprochen« und wir haben eine Commission gebildet, welche die Sachr aus den theoretischen Erwägungen heraus auf den practische Boden stellen sollte. j . •.. ' y i v Unter allen Umständen aber ist die Erörterung dieser Frage nicht nutzlos gewesen, dies auch dann, wenn wir uns etwa später resignirt gestehen müsslen: Es ist viel leichter, sich theoretisch für Ideen zu erwärmen, als sie in practischen Thaten umzusetzen. alle Es sind damit nicht alle Gegenstände erschöpft, mi denen wir uns in unseren Sitzungen beschäftigt haben. Noch nicht erwähnt sind die Debatten über verschiedene andere Materien, wie die Schaffung eigener Nebengesetzef über so manche persönliche Angelegenheit, auf die wir leider unsere Zeit haben verwenden müssen. Zum Schaden der Sache haben persönliche Dinge eine Rolle gespielt, und wir müssen sehr wünschen, im Jahre 1904 nur sachliche Erörterungen zu haben. Es ist das nicht der einzige Punkt, der dunkel genannt werden muss, es ist auch sonst unsere Thätigkeit nicht allseits von der Begeisterung erfüllt gewesen die bei Gründung der Loge geherrscht hat, und wir dürfen uns wohl gestehen, dass Manches hätte besser sein dürfen und sollen. Auf der anderen Seite aber können wir in Anspruch nehmen, dass aller Anfang schwer ist. Haben wir 1903 nur eine kleine und bescheidene Thätigkeit entfaltet, ja sind wir richtiger gesagt kaum über Ansätze zu einer Thätigkeit hinausgekommen, so dürfen wir doch hoffen, dass 'm wir im Jahre 1904, nachdem wir einmal eingeschärft sind, erheblichere Fortschritte machen. Wir schli essen unseren Bericht mit dem Wunsche, dass die Freude an der Logensache und die Thätigkeit für sie in reichem Maasse zunehmen möge. ' „' : ' Aus dem Gedächtnissbuche der 1 Grossloge. Seit unseren letzten Angaben haben wir den Tod folgender Brüder zu beklagen. Es starben: 79. 80. 81. Am 31. Oktober 1903 Br; Hermann Weissenber8 in Königshütte, Mitglied der Mamreh-Loge in Beuthen seit dem 11. Jt. 84. — geb. den 8. 6. 36 in Brzezin.ka. " . .. Am 15. Dezember 1903.' Br. Hermann Stern, Mitbegründer der Märkischen Loge in Dortmund — 22. 3. 96. — geb. den 15. März 1851 in Vlotho a. d. Weser. '. Am 21. Dezember 1903 Br. Sussmann Eatamann, Mitglied der Mendelsohn - Loge in Magdeburg seit dem 30. 6. 85t geb. den 12. November 1848 .in Lengsfeld 4. Am 16. Januar*" 1904 Br. Selbmann Wohlfahrt, Mitglied der Frankfurt-Loge in Frankfurt a. M. seit dem 12. 2. 91, geb. den 3. Juli 1853 in Frankfurt a. M. 5. Am IG. Januar 1904 Br. Heinrich Frankel, Mitglied der Lessing-Loge in Breslau seit dem 21. 3. 85, geb. den 21 7.;'54 in Festenberg. " } " * ■ ' j . I ■ . ' - * V' -- '* 4* 6. Am 3. Februar 1904 Br. Karl Haberkorn, Mitbegründer der Humboldt-Loge in Neisse. — 15. 10. Ol. gebr .den 12. S,;68 in Neisse. * 1 . 7. Im Februar 1904 Br. Moses Leeser, Mitglied der Glückauf-Loge in Essen seit dem 18. 1. 0:5, geb. den 24. 8, 65 in Dülmen. 8. Am 31. Januar 1904 Br. Joseph Strauss, Mitglied der Westfalia-Loge in' Bielefeld seit dem 18. 11. 03, geb. den 28. 12. 49 in Eschau. 9. Am 6 Februar 1904 Br. Isidor Jacobsohn, Mit glied der Berthaid Auerbach-Loge in Berlin seit dem 4. 3. 95, gebr den 17. 4. 60 in Königsberg i. Pr* 10. Am 9. Januar 1904 Br. Leopold Moses in Olden bürg, Mitbegründer der Kaiser-Friedrich-Loge in Bremen — 4. 2. 00. -r geb. den 14. 9. 45 in Vechta.

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