Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1904
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1904-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Aufenthalt recht angenehm zu machen. Die Bewirtung war eine gute! und ein Jeder trug dazu bei, das Fest nach Möglichkeit zu vers:hönen, wozu auch die gehaltenen Tafelreden gehörten. Nach aufgehobener Tafel tand lür die Kolonisten eine Verloosung stau, bei welcher Gewinne an die Kinder verteilt wurden. In argenehmer Weise verging der Tag bei Sarg und Spiel und mit dem Abendzuge verliessen die Kattowifzer die Kolonie in dem angenehmen Bewusstsein, den Kindern einen frohen Tag bereitet zu haben. Aber auch der liebens würdige Wirt, H^rr Simachowitz, war redlich bemüht, seinen keinen Gästen eine Freude zu bereiten;' u A. veranstaltete er vor der Abreise einen Fackelzug. Unter lustigem Gesang ging es nach dem Kurpark und von dort vor das Schloss des Grafen Saint Genois. Auf dem Balkon war die ganze gräfliche Familie versammelt und als ihr von den Kolonisten ein lautschallendes Hoch ausgebracht wurde, war der Gral . über diese Ovation derart erfreut, dass er aus Dankbarkeit hierfür die Kolonisten mit seiner Kurkipelle nach Haus begleiten liess. In der Pension hatten sich inzwischen die Bürger des Badeorts, sowie viele Badegäste versammelt, um mit den Kolonisten noch ein fröhliches Stündchen zu verleben. Bei dieser Gelegenheit nahm H *rr Villenbesitzer Schink zuerst das Wort und rühmte die Artigkeit und gute Sitte der jüngsten Badegäste in Ernsdorf, einer der Kolonisten dankte Herrn Schink für das bezeigte Interesse. Am Tage der Abreise wurden die Kolonisten mit Musik zur Bahn gebracht, um die Heimreise anzutreten und so laugte die muntere K-nderschaar am 4 August Nachmittags 4 Uhr gekiäftigt und mit roten Backen in Katlowitz wieder an, woselbst sie von den Dingen freudig begrüsst wurden. . An Körpergewicht haben die Kolonisten in der Sommer frische :{ bis Ü P:' :nd zugenommen. bi: Lobnieben der Montefiore-Loge seit Beginn dieses Semesters anfüge. Auf ihre sehr geschätzten und dankenswerten Zuschriften ich einer Reihe würdiger Präsidenten unserer lieben Sciiwesterlogen, die uns mit den von mir erbetenen Mitteilungen beehrt haben, einen Gegeubericht schuldig, geblieben, zu dem der Abschluss des bürgerlichen Jahres nunmejhr eiuen äusseren Aulass bietet. Deuuoch ist ein solcher „Bericht" komplizierter und llwieriger als man denken möchte; denn das Logenleben $etjzt sich aus so vielen hundertfachen Details, aus Stimmungen im sti Verhandlungen zusammen, die sich, aus dem Zusammenhing genommen, nicht geläutig definieren uud wiedergeben lassen. Auf die Stimmuug, die eine Loge in ihren Tagungen beieelt, kommt es aber vornehmlich an. In dieser Hinsicht da f ich von unserer Montefiore-Loge berichten, dass die Freude au der Logenarbeit unl das Interesse an den Logen- Ve handlungen seit Beginn dieses Semesters merkbare Fortschritte gemacht haben. Es prägt sich dies auch im ver- Logenbesuch aus, der prozentual um Brüder, die seit vielen neu nicht zur Lige kamen, kommen jetzt häufig und rkten zunehmenden 0 mindestens 30° o gestiegen ist. Ja Mootefiore - Loge Maximilian Stein. in Berilo erstattet von Pn Br Dieser T*g.j besuchte mich Herr Augjst Scholz, der l'ebersetzer von Max ni (»orki. Leo Tol>t n, Dostojewski u. a m. e u neues Schrittchen .,.Drei Legenden" mir ffcaf-Tolstoi hat den Ertrag desselben füi uud überbrachte von Leo Tolstoi, die Hinterbliebenen der Opfer von Kischinew und .Hornel bestimmt im 1 eilaube ich mir daher den Brüdern dea Ankaut dieses im Verlage v.>n Bruno Cassierer, Derfliugerstr. l*> erschienenen Biin kheus zu empfehlen. In glei< her Weise empri-hlt Bruler Dr. 'Jjstav Krfrjpeles dem Verein für indische Geschichte und Litteratur die ToLtoi'sche Schrift mit den Worten: ..E< ist dringend Iialtej und des Absatz iiade." 2u wünschen» das» sie um des Ijirnten Zweckes willen den reichsten Es i?t eine 'sehr erfreuliche Thatsache, da<s diese besten Geister uud Schriftsteller in Ru-slaml, wie mir der ihnen persönlich nahestehende l'ebersetzer mit vielen interessanten Details eiz ihl^a konnte, . auf Seite der bedrückten Juden stehen uul für dieselben eintreten, Hieran anknüpTeud möchte ich eine Verpflichtung nachholen, wenn ich im Folgenden einen kurzen Bericht über das regelmässig zu den Sitzungen. Die Gründe lassen sich scliwer im Einzelnen herzählen, doch will ich versuchen in einem knappen Ueberblick einer Reihe der Gegenstände anzuführen, die uns in einer Anzahl Sitzungen zu beschäftigen!iajtten. Ich uingehe die Beschäftigung mit den Zuschriften uud Mitteilungen der hochw. Grossloge, weil diese allen würd. Logen bekanfft sind. Ueber einen Mangel an anregenden Mittheilungen der hochw. Grossloge hatten wir nicht zu kl igen. Insbesondere ergeben die Protokolle der Sitzungen les geschäflsführenden Ausschusses und des General-Comites vielfach interessante Anregungen. Ebenso die Besprechung der Monatsberichte, sofern wir bemüht bleiben, den Inhalt derselben in sorgsamen Referaten auszuschöpfen. Daneben lo ten die Eingänge au Büchern, Heften und Berichten aller Art, über die unser geistiges Cjmite regelmässig zu referiren hat, mancherlei wertvolles für die Logen-Verhandlungen. B". f - , '•*.'• j ' \ Eine grosse und ergiebige Qaelle(hochiuteressanten'Stoffes brachte uns die Correspindenz mit dea w. Schwesterlogen. B leb dieser von uns veranlisste Meinungsaustausch zunächst auch erst darauf beschränkt, dass einige Biiefe gewechselt arden, so spiegelten doch schon diese eine lebhafte Interessengemeinschaft wieder und ergaben ein abwechselungsreiches Bild der Beschäftigung, der Anschauungen, Wünsche und Bestrebungen im -Ordensreiche. Dieser biiefliehe Fblge, dass wir zfichneü konnten, uns ihre Besuche Meinungsaustausch lutte aucli zur mehr Bruche auswärtiger Brüder verdie uns, abgesehen von dem Vergnügen, an sich bereiten, auch manches Neue d Wissenswerthe zu erzählen wussten. Desgleichen haben Brüder unserer Loge öfters Veranlassung genommen, auf ilren Reisen den würdigen Schwesternlogen Besuche abzustatten und uns dann in unseren Sitzungen hierüber Bericht zu geben. Ich halte es für ungemein gichtig und nützlich, diss die Logen ganz besonders durch gegenseitige Besuche