Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1903
- Issue
- Nr. 7 - September
- Date
- 1903-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Kandidaten etwas Ungünstiges" berichtet worden ist oder nicht, und erst nach Eingang sämmtlicher Antworten darf die Hallotage stattfinden. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass, wenn mein Vorm hlag Anklang finden! sollte, hierdurch das Schreibewesen , i lieblich vergrössert wurde, ich glaube aber, dass dies gering einzuschätzen wäre gegenüber der absoluten Sicherheit, die wir bei diesem Verfahren über die Eigenschaften der Kandi daten gewinnen müssten. Auch dass vielleicht eine Aenderung der Grosslogen gesetze durch die Annahme meines Vorschlages bedingt wäre ist mir nicht unbekannt, uud lege ich daher doppölten Werth darauf, erst die Ansienten der Brüder kennen zu lernen, ehe' ich einen formellen Antrag zuständigen Ortes einbiiuge. Aus dem Bureau der Grossloge. Schon früher haben wir darauf hingewiesen, wie sehr e> unser Grosspräs. Br Timendorter bedauert, den ihm persönlich yo> getragenen Wünschen seitens der Brüder nicht in dem Maasse Rechnung tragen zu können, wie er es gern möchte Desh lb haben wir sjdion einmal ersucht, die lieben Brüdei möchten, wenn sie ein A n 1 i e g e n i n U n t e r s t u t z u n g s Sachen -an die G r oss 1 oge haben, dieses fieundlichst in n^term Bureau Willielmstrasse 118 anbringen, sie dürfen veisichert sein, dass auch alsdann soweit als möglich ihnen eut gegeugekommeu wird i Mindesten» zwei Mal wöchentlich wird sehr eingehend alles dasjenige, was das Bureau beschäftigt mit Br. Timendorfer; durchgegangen, uud sicherlich haben die Brüder auf eine korrekte Erledigung ihrer Wünsche zu rechnen, und dieses um so mehr, je ausführlicher sie, in uuserm Bureau geäussert werden. - Wie aus dem Protokoll der 121. Ausschusssitzung ersichtlich, hat sich wiederholt eine Loge über die Z u - sendung nie, htlpes t e lljter Druckschriften etc. beklagt, ausführend, wie sehr sie sich hierdurch belästigt fühlt. Auch von vielen anderen. Logen wird in privateu Mitteilungen die gleiche Beschwerde geführt», und nachdem die Veröffentlichung dieser Beschwerden durch die Monatsberichte bes/hlosseuj worden, müssen wir wiederholt und dringend ersuchen, von einem, derartigen Thun abzulassen. Auch vou Buchhandlungen etc. werden auf Veranlassung einzelner Brüder häüfig den Logen Zusendungen gemacht, andere wieder wissen sich unser Adressbuch zu geschäftlichen .Manipulationen nutzbar zu machen, sodass es häufiger vorkommen konnte, dass an manchem Sitzungsabend der Loge;5 bis 4_ solche Offerten vorgelegen haben. Auch das ist inkorrekt, weil es geschäftliche Manipulationen sind, zu welchen sich die Brüder nicht hergeben sollten. Von einzelnen Lqgen, wie von der Montefiore-' und Prankfurt-Loge sind des öfteren Briefe und Protokolle der Groisloge, deren Inhalt geeignet ist, das Interesse für unsere Bestrebungen zu fördern, vollinhaltlich durch Cirkulare den Brüdern zur Kenntniss gebracht worden. Wir begrüssen ein derartiges Vorgehen mit grosser Preude, und empfehlen den Tochteriogen das gleiche Vorgehen, da zu den Sitzungen, in welchen die botreffenden Schriftstücke zur Verlesung gelangen, doch immerhin nur ein Brachtheil der Mitgliederzahl anwesend ist. Durch derartige Cirkulare erhalten aber alle Mitglieder Kenntniss jener inieressirendeii Mitteilungen. -? Aus dem Gedächtnistbuche der Grossloge. Seit unseren letzten Angaben hat d^r Distrikt den Tod folgender Brüder /.u beklagen. "Es starhen: - 4U. Am 18. Aiigust 11»0:5 Br. Siegt»ied Notlimann Kreuzbure: < > -S.. Mitbegründer der Caritas-Loge in Kempen — 2Kf. s.Y^- ge"b. |846 in (ir. Strelitz. ■ - " ,." - ~ 47.. Am II. Juli 1903 .Br.. Julius Saatfeld, Mitbegründer ' . der Allemania-Loge- Uf Stettin 10. 8., 8| — geb. 24. 1. 20 in Demmin.' 4s Am 0 September l'.iOJ Br. Emil'.Simon, Mitbegründer der Rhenus-Löge in.Mainz — 24. 2. 8!» — geb. 27 L 5$ ih'Mainz, f. Arrangement während der Ferienzeit. Zu diesem Thema ist bis jetit nur nachfolgender Bericht eingegangen- St. Moritz. Am Sonnabend den. 15. August d..) fand auf Veranlassung des Br. Dr. L e s z y n s k y von der Berthold Auerbach-Loge in Berlin «ine gemüthiiche Zusammenkunft der hierselbst weilenden Brüdei unseresOrdens statt. Br.Dr.David- AVien begrüsste die Erschienepen und gab. seiner Genugtuung darüber Ausdruck, dass ca. 1~> Brüder auch wahrend der Ferien sich zusammengefunden, utn den hohen und idealen Aufgaben unseres geliebten Ordens gerecht zu werden. Br. Berliner von der Ziori - Loge in Hannover regte darauf an, in den einzelnen Logen für das an der Nordsee zu begründende jüdische Seehospiz und Ferienheim zu wirken. Der Vorschlag fand allgemeinen Beifall. In der darauf folgenden angeregten Drskussion, an welcher sich besonders die BBr., R. A. Go 11 s c h a 1 k von der Berthold Auerbach-Loge und \V i e ti.e r von .'der Monteliore-Loge betheiligten, würde auf die;,Bedeutung der Jünglingsvereine hingewiesen. Es wurde beschlossen, in diesem Sommer und in künftigen Saisons regelmässige Zusammenkünfte im Hotel Edelweiss, hierselbst zu veranstalten.