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Bericht der Großloge für Deutschland · 1903-06-01 · Nr. 5 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1903
Issue
Nr. 5 - Juni
Date
1903-06-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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— 66 - Loge in Hambarg mit +14 + 1, die Bertuold Auerbach Loge mit +12+9, ebenso die Borussia-Loge in Danzig, die Deutsche Reichsloge in Berlin mit +11 + 9, die Stuttgart- Loge mit r 10, die Saxionia-Loge in Chemnitz mit f-10 + 1 die Mendelssohn-Loge in Magdeburg mit + 3 + 12 etc. Unsere Alleraania-Loge wies irf 1901 einen RückgaDg um 4 Brüder auf, der durch eine Zunahme/m 1902 um 8 wieder wett ge macht worden ist; während die Caritas-Loge in Kempen und die Berend-Lebmann-Loge in Halberstadt, die in 1901 gleichfalls 4 Brüder weniger zählten als im Vorjahre, in 1902 um 2 resp. 3 Mitglieder zunahmen. Ausser der Gabriel Riesser Loge weist einen Rückgang von mehr als 1 oder(-2 Bruder nur in 1902 die Mamreh-Loge in Beuthen auf, nämlich von 5 Mitgliedern. Von den 51 resp. 56 Logen unseres Distrikts hatten Ende 1901 resp. 1902 100 Mitglieder und darüber 14 resp. 15 gegen 13 in 1900; es sind hinzugekommen im vorletzten Jahre die Concordia-Loge in Kattowitz, im letzten die Unitas Loge in Strassburg. Es zählten von diesen wieder mehr als 300 Mitglieder 2 (gegen 1), nämlich die Lessing-Loge in Breslau mit 379 resp. 384 (gegen 362) und die Loge in Frankfurt, mit 320 resp. 343 (gegen 296) und 3 mehr als 200: die Deutsche Reichsloge (286 resp. 295 : 275), die Berthold- Auerbach-Loge (266 resp. 275 : 254) und die Rheinlandloge in Cöln (215 resp. 227 : 201). Es haben also zwischen 100 und 200 Mitglieder 9 resp. 10 Logen, an deren Spitze die Montetiore-Loge mit jetzt 178 steht. Unsere Allemama ist mit jetzt 129 die zweitgrösste Loge, während sie in 1900 noeh die 10. Stelle einnahm; sie ist von der Rhenusloge in Mainz mit jetzt 131 Brüdern überflügelt worden. Zwischen 50 und 100 Mitglieder zählen 21 resp. 26 gegen 20 Logen; die übrigen 15 haben 49 (die Leipzig- und die Dalberg Loge in Worms) bis 26 (die Julius Bien-Loge in Eschwege). ' An der Spitze der Loge steht somit, nach der Mitgliederzahl gerechnet, wie in den letzten Jahren, die Breslauer Lessingloge mit 384 Brüdern; die 3 Berliner Logen zählten zusammen 731 resp. 748 Mitglieder. Auch in Bezug auf die Höhe des Reservefonds ist die Lessing-Loge (anscheinend durch eine Umbuchung) an die erste Stelle gerückt: von ca. 43500 M. in 1900 ist der Fond auf ca. 93000 und in 1902 auf 99623 M. gestiegen; in weitem Absatz kommt dann erst mit 66600 M. die älteste Loge des . Distrikts. Die 3 Berliner Logen zusammen verfügen über einen Reservefond von 154400 resp. 157100 M. Mehr als 50000 M. zählt dieser Fond bei 3 Logen, indem noch die Berthold Auerbach mit 56800 M. hinzukommt; zwischen 25 and 50000 M. bei 5 Logen, darunter auch in unserer Allemania, die hierin mit 27400 M. die 8. Stelle im Distrikt einnimmt; 13 Logen besitzen einen Reservefond von 10 bis 25000 M. Im Ganzen zählten diese Fonds im Distrikt in den letaten 3 Jahren 518000 : 607000 : 661000 M. An Vermögen besass die Lessing-Loge 107000 bezw. 117000 M.; die Deutsche Reichsloge 86000 resp. 91000 M.; die Frankfurt-Loge 77200 resp. 79700 M.; .die Berthold Auerbach 61000 resp. 62300 M. Unsere Allemania war in 1900 noch die 5 reichste Loge, jetzt ist sie in 1901 mit 35400 auf die 8., in 1902 mit 34200 M. auf die 7. Stelle gerückt. Den Einnahmen nach nimmt nnsre Allemania den 14. resp. 15 Platz (lrüher den 10.) ein, nach den Ausgaben deu 7. resp. 9. (früher den 15). In Bezug auf Unterstützungen, in welcher Reihenfolge die Henry Jones-Loge in Hamburg mit 17911 M. (einschliesslich der Sammlungen ausserhalb und innerhalb der Loge) an erster Stelle zu nennen ist, rangirt die Allemania erst an 24 resp. 22. Stelle.; Das Gesammtvermögen des D strikts hat im Jahre 1901 auch, soweit nur das Baarvermögen in Betracht kommt, die erste Million um 20000 M. überschritten und weist in'1902 eine weitere Zunahme nm 115000 M. auf. Die Einriebtun en der Logen stehen ausserdem mit 120000 bezw. 150000 M. zu Buch. Aus den Logen des Ulli. Districts. Nassau-Loge In Wiesbaden. Wir waren auch im vergangenen Jahre bestrebt, durch Vorträge verschiedener Art die geistigen Interessen der Brüder und ihrer Familien <:u fördern. ■ ' * Br. Dr. Laser aas Wiesbaden sachte in einer „P s y c ho logischen Plauderei" die Grundthatsachen des geistigen Lebens, sowie die Lehre vom Hypnotismus und Spiritismus allgemeinverständlich darzastellen. Ueber die 'mannigfachen Beziehungen zwischen Medizin und Volkswirtschaft unterrichtete uns Br. Dr. Laqueur aus Bad Ems in einem Vortrag über „Klima, Kultur und K r a n k h e i t". In das „Florenz der Frührenaissance" führte uns der Kunsthistoriker Dr. Wald- Schmidt aus Wiesbaden, dessen geistreiche Ausführu: t. durch zahlreiche Lichtbilder erläutert wurden. Endlich verbreitete sich Br. Dr. B 1 au aus Frankfurt mit bekannter Meisterschaft über das Thema „Unsere Frauen" und trat den Schwächen so mancher Glaubensgenossen, die gerne christlichen Verkehr suchen, als getreuer Eckart entgegen. , Die Vorträge wurden eifrig besucht and beifällig aufgenommen. Das Stiftungsfest feierten wir am 28. December 1902 in hergebrachter Form, und hatten die Freude, mehrere auswärtige Brüder als Gäste begrüssen zu können. Karl Friedrich-Loge In Karlsruhe. Am 8. April nahm Expräs. B r. Simon von der Nassau-Loge an Stelle des von der Grossloge beauftragten, jedoch bedauerlicherweise durch Erkrankung verhinderten Expräs. Br. Dr. Friedberg die Installation der neuen Beamten vor: die hierbei gehaltene Ansprache verfehlte nicht ihre erhebende Wirkung auf die Herzen der Brüder und?abdem neuen Präs. Br. Jonas Ettlinger bei darauf folgendem Antritt seines Amtes Veranlassung zu herzlichsten Worten des Dankes für die Mühewaltung des Delegierten der Grossloge. Durchdrungen von den ihm bevorstehenden grossen Aufgaben entwickelte Präs. Br. J. Ettlinger hierauf sein und der Loge Programm für die kommende Periode mit der Bitte, dass alle Brüder ihn durch eifrige Mitarb unterstützen möchten. i

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