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Bericht der Großloge für Deutschland · 1903-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1903
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1903-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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'bäMäk & f& & & i $ & Uiixsk Allen würdigen Schwesterlogen, welche uns zu unserem 3. Stiftungsfeste durch Delegirte oder auf schriftlichem und 'lelegraphischem Wege ihre Glückwünsche übermittelt haben, sagen wir hiermit unseren herzlichen Dank. Die Stuttgart-Loge XXXIX Mo. 480. Dr. Alfred Günzenhausen Gustav Gottschalk, Präsident. pro*. Sekretär. xxxxxxxxxxxxxxxxxitxxxxxsxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx x * X X X X X x X X Den lieben Brüdern zur gell. Kbnntnissnahn;' . dass unsere ofliziellen Logensifzungen Mittwochs praecise 8 Uhr Abends in Osterode I^Otel Preuss. Hof abgehalten werden. Am Sonntag finden ebendaselbst Familienabende statt. Die Brüder in Allenstein versammeln sich jed^n Dienstag Abends 9 Uhr im Hotel Reichshof, Bahnhofslrässe. Es wird uns herzlich erfreuen, wenn wir recht oft Besuche von Brüdern der Schwesterloge zu verzeichnen haben werden Ostpreuttslsche Loge I.V. 541. S. Jacobsohn. A. Jacobus, Praesident. prot. Secret. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXSXXXXXttXXXXXXXXXXXXXXX Der Orden und sein Antheil an der deutschen Kultur. Eino Betrachtung zom Ordec-fr-t im Krei-e d-r Leesingloao n; Brislau am 1. November ]90'.'. win Br. Dr. Alfred1 üoldschmidfr. Würdiger Präsident, verehrte Brüder 5 Es war an einem Octobertage des Jahres 1842 — da kamen in New-York eine Anzahl Männer verschiedenster, Nationalität, zusammen — die Anregung dazu war von' Deutschen ausgegangen- — um einen Verein zu gründen, de) den Zweck haben sollte. Xofh und Krankheit zu lindern. Zwei Dinge waren diesen Männern genieinsam : sie waren sämmtlich .luden und hatten sich ein fühlend Herz in deni sausenden, hastenden Getriebe der Grossstadt für all" das Leid bewahrt, das darinnen neben dem beginnenden Aufschwung der märchenhaften Wunder von Industrie. Handel und Technik wohnte Sie hatten für sich selbst das mehr oder minder ausgekrochene Gefühl, dass sie in dem berechtigten Streben nach eigenem Lebensgewfan ihr Leben durch die Sorge für die AlleeniHnbeit auf eine höhere Stute stellten, sie hatten sic h dageschaffen. wa< man ein Ideal zu nennen gewöhnt ist: ein nie ganz erreichtes und immet erstrebtes Lebensziel. Die werbende Kraft dies-r Gemeinschaft erwies sich dadurch, das.- diese Vereinigungen in , überaus grosser Zahl über ganz Amerika sich ausdehnten. Man umgab sich mit gewesen Ceremonien. um den Verhandlungen eine bestimmte Feierlichkeit zu geben und dehnte die Ziele irJ allgemeinethischer Beziehung aus; die Vereinigungen, deren^kjtglieder -ich Söhne des Bundes" Bue-Briss nannte, wurde« Logen genannt und eine Eiutheilung in 7 Districte wurdenotwendig. Indem wir heute den Geburt.-tag des Ordens feiern, können wir sagen: wii sprechen von einer Gründung, die -ich über drei Weltfheüe «-streckt. ' Ks bedurfte eines Zeitraumes von 40 Jahren.' ehe es gelaug, die Tendenzen des Ordens — von Deutschen ausgegangen uach Deutschland zurück zu verpflanzen. Der ethische Weith dieser Tendenzen: iJHl . -~ . -, ' . _ , # Hnbung der geistigen und moralischen (Qualitäten der Mitglieder des Ordens zum Nutzen der Menschheit, l;nterstützuntr von Wissenschaft und Kunst. Linderung der Noth lei Armen. Dürftigen und Kranken — war nicht zu bezweifeln, wie man nicht zweifelt, dass gut ^gut und schlecht schlecht ist. Woran lag e.- nun, dass der Orden verhältnissmässig erst so spät iii Deutschland Boden fand?. In folgendem erblicke ich die Erklärung: Für die Aufnahme der Keime des Ordens scheint mir eine gewisse Mittellage der Gunst des Bodens in confessioneller, Beziehung uothwendig zu sein. Die confessionellen Verhältnisse dürfen in socialer Beziehung für die Juden weder gar zu schlecht, noch dürfen sie gar zu günstig liegen. In den 40er und 50er Jahren zeigten die die jüdisch-confessionellen Verhältnisse in Deutschland einen solchen Tiefstand, dass ethische Tendenzen von der Höhe der Ordenstendenzen keinen Eingang finden konnten Die Lage der Juden war um und vor dieser Zeit noch eine so gedrückte, dass ein Mann wie Heine glaubte, er könne erst durch die Taufe das Entreebillet zur deutscheu Cultnr sich verschaffen. Nach der gesetzlichen Emancipation der Juden hatten sich die Dinge mit einem Schlage verhältnissmassig so schnell gebessert, waren auch die gesellschaftlichen Verhältnisse zwischen Juden und Christen so günstig geworden, dass man. von jüdischer, besonders von hochstehender Seite aus Scheu vor der Allgeroeinheit an die Gründung jüdischer Gemeinschaften nicht herangehen wollte. Die Antisemitenbewegung der 70 er und 80 er .fahre änderte mit einem Male die Sachlage, sie brachte jenen Rückschlag, der die Mittellage des Bodens vorbereitete, jene Unausgeglichenheit zwischen gesetzlicher Gleichheit und gesellschattlicher Vit

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