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Bericht der Großloge für Deutschland · 1901-06-01 · Nr. 6 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1901
Issue
Nr. 6 - Juni
Date
1901-06-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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m — zu unterlauf unseres Chanuka-Festes zurückblicken: es war das erste Mal, dass wir ein solches arrangirteh. Wir hatten hierzu sämmtliche Kinder aus der Gemeinde mit ihren Eltern sowie die Vorstandsmitglieder und Beamten eingeladen und war es eine Freude zu sehen, wie die Kinder mit Ernst und Verständniss der die Bedeutung des Tages erläuternden Ansprache des Br. Dr. Freund lauschten, wie sie das ..Moaus zurmitsangen und wie sie endlich mit Eifer dem Genuss der Chokolade. der Vertilgung der Kuchenberge sich hingaben und mit welch leuchtenden Augen sie die ihnen gewidmeten kleinen Geschenke entgegennahmen. Als solche haften wir übrigens vornehmlich die sehr niedlicher Arbeiten, die von den Zöglingen des Waisenhauses in Rybnik verfenigt werden, auf Empfehlung unseres Br Dr.Hömger. der die Anstalt besucht und über dieselbe uns ein Referat gehalten hatte, benutzt. Der Feier folgte in unseren Räumen ein Abendbrod für Brüder und Schwestern und dieanderen •}*■* L Ringeladenen. an welches sich eine Tombola schjoss. Bemerken wollen wir hierbei noch, dass auch unsere Bunzlauer Brüder aus eigner Initiative und eignen Mitteln eine ähnliche Chanukafeier veranstaltet haben. Wohlthätige und gemeinnützige Anstalten stützen haben wir auch ferner -für eine unsierer vornehmsten Aufgaben gehalten. ' Wir bewilligten Unterstützungen: dem Verein Arbeiisnachweis - Berlin» Leviath- Chen - Breslau. Zion - Loge. Erziehungs - Anstalt Ahlem. Lehrerinnen - Heim Berlin, „dem Schwesternheim Breslau. Verein für jüdische Volkskunde. Verein zür Verbreitung des Handwerks Köln. Lehrlingsheim Marburg. s<j)wie dem hiesigen Frühstücksfonds für arme evangelische und katholische Schulkinder. Von unserer Betheiligung j an den Sammlungen für Rumänien haben wir bereits oben berichtet. Mit unseren Nachbarlo^en verbinden uns freundschaftliche Beziehungen, die zum Ausdruck, kamen duijch gegenseitige Delegirung zu den Festen von und nach1 Liegnitz, Dresden, Breslau, Reichenberg, auch sind wir bei den Installationen in Chemnitz und Leipzig vertreten gewesen. Zwei neue Brüder haben wir aus Görlitz dem < )rden zuführen können. Leider aber haben wir auch einen schweren Verlust zu beklagen. In der Blüthe seiner Jahrje. in der Vollkraft seines Schaffens ist uns unser Br. Expr. Tatschek durch den Tod entrissen wordenr ein Bruder, der mit praktischem Blick ein warmes Herz verband, der mit zu den Begründern der Victoria-Loge gehörend allezeit begeistert und begeisternd für die Verwirklichung unserer Ziele gestrebt, dem war manche werthvolle Anregung verdanken und dessen Heimging daher eine nicht sobald auszufüllende Lücke in unseren Reihen gelassen. Zu seinem Gedächtniss veranstalteten wir in Abwesenheit aller männlichen Leidtragenden eine Trauerloge, ih welcher Br. Dr. Freund tn ergreifenden Worten ein Verstorbenen als Menschen und Bruder zeichnete, eine Ansprache des Br. Präsid. Pfeffermann Beschluss machte ein poetischer Nachruf unserles Bruder Expr. Wurm. So hat denn in der Berichtsperiode Freud gewechselt, immer gleich geblieben, ja vertieft hat sich aber das Verständniss und die Begeisterung für die Ordensideen und so sind wir in das neue Geschäftsjahr eingetreten mit Bild des Es folgte und den und Leid der Gewissheit, dass unser Bau auf festen Säulen ruht und dass wir weiter werden wirken können zu unserer Befriedigung und zum Wohle des geliebten Ordens. Glückauf-Loge in Essen-Ruhr. Am 14. April feierten wir in den schönen Räumen des Hotel Berliner Hof unser erstes Stiftungsfest, an welchem fast alle Brüder, zahlreiche Schwestern und Gäste theilnahmen und welches durch die Anwesenheit einer Reihe lieber Brüder der w. Rheinland-, und Märkischen Loge, die zum Theil mit ihren Damen erschienen waren, verherrlicht wurde. Das Fest begann um 0 Uhr mit einer Schwesterloge. In feierliche Stimmung durch weihevolle llarmoniumklänge versetzt; lauschte die Versammlung dem ersten Redner, dem w. Vicepräsid- Br. Dr. B o n n i n. Der Redner, welcher für den leider verhinderte., w. Präsid. Br. Sahitätsrath Dr. Hassberg eingetreten war, gab eine Uebersicht über die. Thätigkeit der Glückauf - Loge im abgelaufenen Logenjabre., Er verstand es. den Uneingeweihten anschaulich darzustellen, welche hohe Ziele unser .geliebter Orden erstrebt und in welcher Weise unsere Loge sie praktisch gefördert hat. Der* lichtvollen, von Begeisterung getragenen Ausführungen folgten insbesondere die werihen Schwestern mit grösstem Interesse und dankbarem Beifalle. Hierauf ergriff der w. Mentor Br. Rabb. Dr. Samuel das Wort zur Festrede: ,Goethe als Erzieher". In tiefdurchdachten Worten und formvollendet zeigte Redner, dass Goethe, dessen allumfassender Geist uns Alle noch jetzt beeintlusst und noch lange beeinflussen wird als Mensch, als Denker und Dichter, kurz ' in allen menschlichen Beziehungen erzieherisch gewirkt hat. Reicher Beifall der andächtig lauschenden Festgemeinde lohnte dem verehrten Vortragenden. Br. Rabb. Dr. Frank überbrachte in herzlichen Worten die Glückwünsche der w. Rheinland-Loge, der w. Expräs. Br. Flörsheim die der w. Märkischen Loge, mit welcher uns ja so viele innige Beziehungen verknüpfen. Nachdem der'w. Vicepräs. Br. Dr. Bonn in den. w. Delegirten im Namen der Glückauf - Loge gedankt hatte, wurde die Schwesternloge geschlossen. Nach kurzer Pause (schritt man zum Festmahle, bei welchem mehrere schöne Festlieder bald eine sehr heitere Stimmung entfachten. Die Zahl der Tischreden wurde durch eine Ansprache, mit welcher Br. H e 11 e n d a 11 das Tischpräsidium übernahm, eröffnet. Es folgte dann der Kaisertoast vom Finanzsekretär Br. Herz. Begrüssung der Gäste durch Schatzmeister Br. Herz Hirschland. Toast auf die Glückauf-Loge von Br. Rabb. Dr. Frank- Rheinland-Loge, Toast auf die Damen von Br. F r e u n d - Märkische Loge. Toast auf Br. Rabb. Dr. Frank vom w. Mentor Br. Rabb. Dr. Samuel, Toast auf die Märkische Loge vom Finanz- Sekretär Br. Herz, Toast auf den Beamtenrath von Br. Hellendall, Dank der Gäste vom.w. Präs. der Märkischen Loge Br. Sanitätsrath Dr. B 1 an k'enstein. Nach dem Mahle wurde ein weihevolles Festspiel, verfasst von Br. Freund von der Märkischen Loge, vorzüglich aufgeführt, das auf alle Zuschauer einen tiefen Eindruck machte. \

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