Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1901
- Issue
- Nr. 6 - Juni
- Date
- 1901-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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■05 — Stelle noch Besonders die Opferwilligkeit und Rührigkeit, unserer auswärtigen Brüder, die für den gleichen Zweck er^ hebliche Summen ausser dem in ihren Gemeinden autgebracht rühmend hervorheben. Die Maa$nahmen. die zur culturellen Hebung der armen Notleidenden mit grosser Interesse und hoften, däss es durch wohlgeordnete Erziehung der Jugend und zeitgemässe Ausgestaltung der Erwerbsverhältnisse gelingen wird, die Würzein des Uebels abzugraben, Licht und Luft in dije Hütten der materiell und geistig Elenden dringen zu lassen Krankenpflegerinnen schien uns aufs Innigste zu wünschen und erfüllt uns mit Genugthuung dass nun zu dieser Erreichung so gemacht sind. Unser Br. Expr. H löge zum Vertreter des Bezirks P Die Ausbildung jüdischei schon seit Jahren ein Ziel, vielversprechende Anfange e y m a n n, den die Gross- Dsen und Schlesien für diese Angelegenheit erwählt hat, ist bestrebt, in diesem District machen und das Interesse i geeignetes Material ausfindig zu für diese Frage wach zu erhalten", wir zweifeln nicht, dass nnen, wenn erst die ersten wesentlich dazu beitragen die Institution der Krankenpfleger Stadien überwunden sein werden wird, die Achtung vor dem Ojrden, die Werthschätzung uns neue Anhänger zuzu zu'erhöhen und seines Wirkens führen. Zu Referaten und Ansprac len gaben uns auch die Monatsberichte willkommene Veranlassung, wir glauben, diese Berichte würden noch mehr zi^r Belebung in den Logen Sitzungen beitragen, wenn sie dadurch die Mittheilungen und Anregungen der einzelnen Logen actueller würden, es wür4e sich dann auch zur Verminderung des Schreibwerks und die Einladungen der^ Logen zu diese in Gestalt von 'Inseraten er Hatten die Berathungen in ier Portospesen empfehlen. Stiftungsfesten etc. durch »ehen zu lassen. diesen und anderen mehr oder minder wichtigen Fragen cas Interesse der Brüder in den Arbeitslogen, das sich durc i die durchschnittliche Anwesenheit von fast -'■'. der hiesigen Brüder documentirte wachgehalten, und war es uns;ine besondere Freude, zu sehen, dass unsere auswärtigen Brüder besonders in Bunzlau. Cottbus, Forst, denen wir regeli nässig Abschrift der Protocolle zusandten, ihr reges Inte esse Logenarbeiten dadurch bekundeten Sitzungen fast regelmässig einen o so fielen auch die geistigen Anregungen, die wir in Gestah von Vorträgen boten, auf fruchtbaren Boden. Asch von hier humorvoll Stud. Falk aus Berlin Ks sprachen bei uns vor Bri. und Schwestern: Br. Dr Landsberg - Stettin über ..Gabriel Riesser", fesselnd in der Form, plastisch die Gestalt des ersten jüdischen Volksvertreters vor Augen führend; Br und dabei instructiv über ,,China)" bot uns in einem Vortrage ein B ld von ..Bar Kochba" und als stets gern gesehenen Gast kennten wir Br. Dr. Ruff Karlsbad begrüssen, der in seinen Vortrag ..Freud und Leid im jüdischen Hause1' die sinnige i Gebräuche unserer Vor eitern aufleben Hess und damit weckte die Geist und Gemüth anderer Art war der Vortrag Assistent am physiologischen Institut, „Bilder aus dem nördlichen Eismeer". Im Plauderton schilderte der Vortragende, der an einer Forschungs-Expedi ion theßgenommen für die eigentlichen dass sie zu unseren der zwei Brüder deputirten. Jugenderinnerungen in uns erquickten. Ein Genuss des Dr. B r ü h 1 - Berlin Land und Leute und wusste die ^libörer, unterstützt durch Vorführung von an Ort und "Stelle aufgenommenen Projectionsbildern bis zum letzten Augenblick zu fesseln. Den Vorträgen "liessen wir gewöhnlich ein einfaches Abendbrod folgen oder es/ wurd^- Jhee verabreicht und haben diese Veranstaltungendh ünseren gemüthlichen Räumen wesentlich den Zusammensch us§ der- Brüder und Schwestern gefördert. Unsern Suswärtiseh Brüdern . haben Wir, da es diesen doch nicht möglich is;, diese:Vortrage regelmässig zu besuchen. Ersatz dahin biet »n können, dass-Br. Asch so liebenswürdig war, auch in Bullau,üb**',.China" zu spreefhen. und dass Br. Dr. R u f f N^a rlsbad die Freündlichkeit ha'te. , ■ f ■ ■' ■ ..'.'* ■ '■' ■ . - ■ . . . Tin Bunzlau über ..Ald.esta.im ritaxische Frauengestalten" und in Cottbus in dem dort von. .unsern Brüdern gegründeten Litteratur-Verein über .'.Freüd und Leid im jüdischen Hause zu sprechen. Erwähnen Wellen wir hier noch, dass auch unsere Brüder in Forst einen Litteratür-Verein gegründet haben und dass in djeiem BV'Dr.' Freund einen Vortrag gehalten hat. -.' '' .- .. .. - Für die Logenabende selbst hätte- Br. Rechlsänwalt Dr. Höniger uns einen C»'clüs v^n.Vorlägen über „Das Bürgerliche Gesetzbuch, sein Einfhlss.nnd seine Wirkungen von der Wiege bis zum Gräfe" zugesagt und in einer Reihe derselben, die bis zur EheschUeisuTi^ gediehen, in belehrender, interessanter Form die Brüder ' in ' diese schwierige Alle inter'essirende Materie, eingeführt. . Als einen nicht unwesentlichen Faktor im Logenleben die Pflege vornehmer Gesefigkeit .betrachtend, haben wir ein grösseres Fest mit Darr en - veranstaltet, das -sich des regsten Zuspruchs zu .erfreuen hatte. Zu erwähnen ist von demselben besonders die Aufführung eines von unserm w. Präsidenten Br. P f e f. f e r ri a n n gemeinst» mit Herrn stud: Leyser verfassten .F dstspiels; ^Ein Ziel". Die Tendenz desselben. Verherrlich* mg . der. Ordensideen -und be-' sonders der Bestrebungen in der Kr-ankenschwesterfrage schufen einen vollen Erfolg', so'zwar * dass eine Reihe von Logen das Aulführungsrecht, nach dem Wunsche der Verfasser durch Zahlung von .Mk.;25. an die Grosslogen-Kasse erworben und das Stück be festliclien Veranstaltungen zur Aufführung gebracht haben. . \. Es folgten im Laufe des Jahres-hoch einige einfache Abendessen in unseren Käünen und den Beschluss mächte ein Brudermahl, mit dem wi'-zugleich das Stiftungsfest und die Installation der wiedergewählten^ Beamten begingen: sämmtliche Veranstaltungen <md~dank den Bemühungen des Vergnügungs-Ausschusses i wohl gelungen, waren von dem der Gemüthlichkeitijhd wahren Bruderliebe durchtheils geistvolle, theils humoristische Tischreden Anregun » in .Fülle./ Pulsirte so volles Leben in unserer Loge in Görlitz, so können wir auch mit Freude'ri in Bunzlau. Kottbus, Forst, k-anstatiren. dass unsere Brüder die sich in ihren Zusammenkünften über Logenängeleger heiter» aussprechen, sich auch gesellig zusammengeschlosser .und eine Harmonie geschaffen haben, wie sie vor Zugehö rigkeit zum Orden unmöglich erschienen; auch sie veranstalteten j^d« ein grösseres Fest unter mehr oder minder,, grosser - Betheiligung auch der Görlitzer Brüder und Schwestern.. Mit voller Befriedigung, können wir auch auf den Ver-