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Bericht der Großloge für Deutschland · 1901-05-01 · Nr. 5 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1901
Issue
Nr. 5 - Mai
Date
1901-05-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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gut fortkommen werden, aus demseben ausscheiden und nur durch ein oder zwei B-viufsichtifunf sstunden wöchentlich im Auge behalten: Die schwächlichere^ Kinder lasse ich weiter in dem Nachhilfe-Unterrichj. welcher wohl durch den neu«n Nachschub wieder die Zahl von 15 Kindern erreichen wird Der Erfolg der steten Beaufs chtigung und Nachhilfe ist nach verschiedenen Richtungen erkennen gewesen Obgleich die begabt sind, haben sie die ihnen au mit Lust angefertigt; sie haben sich und Sprechen, an Sauberkeit in ihten Haften und in ihrer Allem aber wahrheits ist zu hoffen, dass die hin bei den Kindern zu meisten ,Mä lchen wenig "gegebenen Schularbeiten an ein richtiges Dorken dauernden Nutz'en lur ihr Kleidung gewöhnt - - sie s:nd vor liebend und gesittet geworden. Ks Kinder durch den Unterricht einen ganzes Leben gewonnen haben. KinS oder zwei dieser Mä lchen welche ungemein schwächlich oder kränklich sind, werde ich mir Zur Entsendung nach Kolberg j vorzuschlagen erlauben Am Schlüsse des Schuljahres erschienen sämmtliche Kinder auf meinen Wunsch mit ihren Zeugnissen in meinem Bureau, Im Beisein der beaufsichtigenden Lehrerin Fräulein .) a c o b y empfingen die ö Kinder, welche die Schule verlassen, eine Buchprämie, die anderen Kinder eine kleine Ostergabe Ich konstatire zum Schluss gern und freudig, dass wir den Erfolg des Nachhilfe-Unterrichts dem-rastlosen Bemühen und d^m unverdros enen Eifer des Fräuleins Jacoby zu meist zu danken haben. * Zion - Loge in Hannover. \m abgelaufenen W inter war die Betheiligung an den Sitzungen eine recht erfreuliche, üni jkünnen wir mit Befriedigung aul unsere Thätigkeil jwnitc suchte die Geselligkeit dajrch z f die Bruder und Schwestern öfter zurückblicken. Unser Vergnügungs^pi zu Fja m.ilien - Abenden vereinigte, an welchen seitens der Theilnehmer musikalische Vortlräge von bester Qualität geboten wurden. Das Comite für geistige Interessen suchte dagegen in den Logensitzungen die Aufmerksamkeit der Brüder zu gewinnen. Auf Anregung dieses Comites kam man darin überein, dass Vorträge von aussenstehenden Rednern in der Regel nicht gehalten, dass vielmehr die Brtiier hierzu herangezogen werden sollten, um selbst den Stoff für geistige Unterhaltung zu liefern, und wäre es auch nur durch kleine Referate. In der Folge trugen dann vort Br. Simon über seine Reise nach Galizien und Bosnierj, Br. Blumenau aus Köln über Zwecke und Ziele des) Ordens, Br. Dr.. Her gm a n n über das Auge, Br. S c h w a r z über die Grosslogen- Sitzung in Breslau, Br. B 1 u m e n t h a 1 über das Kinderfest in Hamburg, Religionslehrfr Zuckermann über das Judenthum und Urchrislenthun , Br.J eilin aus Jerusalem über das Waisenhaus in Jerusalem, Br. Schwarz über Freimaurerei, Br. Manfre d, Berliner über, Litterarisches und über neue Strömungen im deutschen Judenthum. das 15jährige Bestehen nachdem wir in einer Am 10. März feierten wir unserer Loge in solenner Weise vorherigen Festloge :l neue Kandidaten in den Orden aufgenommen hatten. Das Fest war besucht und ist nach allseitiger übereinstimmender Ansicht als wohlgelungen zu bezeichnen. Aber nicht alkin hierdurch hat sich das Vergnügungs-Comite verdient gemachi, sondern auch nach der Ansicht vieler Brü|der durch die Einfuhr:::.g von etwa 150 Personen von Zusammenkünften an den Winter-Sonntagnachmiltagcn im I.ogerrlokal, eine Einrichtung^ Hie sich'sehr bewährt hat und auch anderen Logen zu empfehlen ist. Einen ganz besonderen Erfolg, hatten wir zu verzeichnen mit Errichtung des Comifcs zur Fürsorge kur- und pflegebedürftiger Kinder, aus dessen .jetzt erschienenen Bericht < wir Folgendes an dieser Stelle, wiedergeben: Die segensreichen Erfolge, welche' in anderen Städten durch die Schaffung von Ferienkolonien, beziehungsweise ' Hinrichtungen für das Wohl kur- Und pflegebedürftiger Kinder erzielt worden sind hatten schon seit längerer Zeit auch in unserer Loge der; Gedanken reifen lassen, ebenfalls eine Institution ähnlicher Art ins Leben, zu rufen. ' , ■ * ' ' . ■. „..'"* ■ - . Die unserseits geplante Schöpfung «war von vornherein derart gedacht, dass jede Kollision mit der1 bereits bestehenden Ferien-Kolonie für Hannover und Linden ausgeschlossen bleibt. Letztere beschränkt ihre Thätigkeil nur auf die Zeit, der Sommerferien und berücksichtigt nur Kinder vom 1". Lebensjahre ab, während demgegenüber die von uns zu begründende Wohllahrtseinrichtung während des ganzen Jahres wirken und Kinder schon vom P>. Lebensjahre ab zur Aufnahme zulassen sollte. - v Wir wollten keine Parallele,-sondern eine Ergänzung d e r; bestehenden F e r i e n k o 1 o n i e schaffen. Es wurde zur Durchführung dieser Pläne ein» Comite gebildet, bestehend aus den Brüdern Dr. med. N. Bergmahn, Landrabbiner Dr. Grone m-an n . Dr,flied. Leo Calz enstein, ttiegmund Katzmann, Dr, med. W. Kaufmann. Dr. med Max Mündiiei'm, William Salomo'n, lacob Berliner, Louis St-einbefg..;■. Ein Aufruf nebst angefügter Sammelliste cirkulirte zunächst bei den Brüdern, später, bei .'den Gemeindemitgliedern und gaben die günstigen Resultate der Sammlung uns die besten' Beweise dafür, dass unseremneuen Unternehmen . '..**"'• J * . - - ' in den weitesten Kreisen grosse "Sympathien entgegengebracht wurden und gleichzeitig die Bürgschaft für eine dauernde Dürchtührung unserer.neuen Wohlfahrtseinrichtung. Nach der Prüfung durch die. Aerite wurden 27 theils sehr bedürftige Kinder als kur- und pflegebedürftig! für die Sommeiferien befunden. '•. .. . Die dem Comite zur Verfügung stehenden Mittel ge"^ statteten'demselben nach Rückstellung eines durch Beschluss festgesetzten und als unangreifbar gellenden Reservefonds von Mk. 1500,— die Entsendung von. 20 Kindern in die Kurorte während der bevorstehenden Sommerferien. Da es sich im Wesentlichen, um scroTulöse, anaemische und schwächliche Kinder handelte, für \welche der Kürgebrauch in Soolbädern-. laut arztlichen .Gutachtens als der geeignetste bezeichnet war, wurden als Bestimmungsorte Soolbad Salzhemmendorf und^ijplbad Wittekind a. S. gewählt. Berücksichtigung sollten nur Kinder, linden in den Altersgrenzen vom 6,- 14 Lebensjahre: Für die Ausrüstüng derjenigen Kinder, welche nach Prüfung hinsichtlich Kleider, ■ Schuhwerk, Requisiten etc. unseren Aufnahmebedingungen nichtentsprechen konnten, hatte sich binnen wenigen Tagenrein Dameh-Comite gebildet, welches in ebenso geschickter. wie aufopfernder Weise die Ver vollsTÜndigang des jeweiligen Reiscinventars vornahm. Am 30. .Juli 1900 reisfen die 'ersten JO Kinder nach Saizhemmendorl ab, eswar unseine Freude und Genug-

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