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Bericht der Großloge für Deutschland · 1901-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1901
Issue
Nr. 3 - März
Date
1901-03-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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BERLIN, im März 1901. No. 3. Bericht der Grossloge für u. o. B. B. . - x - i - * -**" * ' 11 « . ';>, v."'-'"* Nachdruck sämmtlicher Artikel aus diesen Berichten verboten. ■* ' ' ■ \ ■ i '. ' v' 4 * ■•' '. , -»>- '■ ■«■*■'■ Fernsprecher: D. Wolff, $1, No. 4619, Wilhelmstrasse n8. ffiEt&i^^ ^^ä^1^^^^ ^^^^^■^.^^^ä^^ Die Hohenzollern - Loge zu Krotoscbin feiert am 14. April er. das Stiftungsfest und gestattet sich, hierzu die lieben Bruder der Schwesterlogen mit deren Damen auf diesem Wege freundlichst einzuladen. Festloge findet um 6, Festmahl um 8 Uhr statt. Anmeldungen bis zum 8. April erbeten. Dr. Berger, A.' .M Vr g o 1 i u s , Präsident. V " ' Sekretär. iiw&üi^^r^':«^^ *AiAii^ iT^jr^i,, _ ttt ttt. Tw, rsr jvt rvr .r^^rrV£TrViTr«iJiri. rrvJV^*V7 tvt-JtL rv^rvrnr. rriJ7i''Jrs^.rsrv.-rsr^jrT*.» - . - - Allen würdigen Schwester logen, weiche uns zu unserem Stiftungsfest durch den' Mund von Delegirten ffl sc sowie schriftlich oder telegraphisch beglückwünscht haben, erlauben wir uns, auf. diesem Weg den herz- S 1 r ~u__■'■ 1 s=p liebsten Dank auszusprechen. ä Stuttgart, im März 1901. Die Stuttgart - Loge. m Präsident: Julius Fellheime r. Schriftführer: Dr. Wolf f. illffilÄMi^ f ^l^S^S* * * * Hat es eine Berechtigung, dass uns Juden das nationale Empfinden abgesprochen wird? Festrede des Br. Rechtsanwalts Bab zum 16jährigen Stiftungsfeste der Amicitia-Loge (Posen). Wir feiern heute das sechszehnjährige Bestehen unserer theuren Loge. Ein kurzer Zeitraum im Leben der Menschheit, und dennoch, für den Einzelnen, für unsere Gemeinschaft, welch' eine Fülle von Ereignissen bietet er, wie oft hat in dieser Zeit unser Herz vor Freude aufgejubelt, wie oft auch hat es in tiefer Bedrängniss und Kümmerniss sich schmerzvoll einem höheren Willen beugen müssen. Wie viel' Lieben, die t hat kräftig an unserm AVerk mitgearbeitet haben, sind von uns geschieden, wie viel Andere sind wiederum unserer Gemeinschaft beigetreten mit dem ernsten Vorsatz und dem lebhaften Bestreben, wirkungsvoll für unsere unvergänglichen Ziele ihre Kräfte zu bethätigen. Manch' Misserfolg ist uns nicht erspart geblieben, wir haben uns dadurch aber nicht bestimmen lassen, von dem als recht erkannten Wege abzuweichen, und wir können heute mit Stolz und mit Befriedigung zurückblicken auf das, was durch unsere theure Loge und was für sie geschehen ist. Dem Charakter unseres Zusammenwirkens entsprechend ist die Feier gestaltet, die wir in freudiger Erinnerung an die Stiftung unserer Loge begehen. Nicht eine ihrer geringsten Aufgaben ist es, die persönlichen Beziehungen unter ihren Angehörigen dadurch enger zu knüpfen, dass frohes geselliges Treiben unter ihnen und ihren Familiengliedern gepflegt wird. Mit Recht aber wird bei unserem Stiftungsfeste der ernste Charakter unseres Strebens dadurch betont, dass wir Brüder, bevor wir "dem Frohsinn das Wort verstatteu. uns an dieser Stelle,, an der wir allwöchentlich zu ernster Arbeit zusammentreten, zur'Festloge tereinigen. Es entspricht hergebrachter Gepflogenheit, dass der Festloge auch die Festrede nicht felilt,. in welcher ein Thema erörtert werden, darf, das nicht, in unmittelbarster Beziehung zu dem Logenleben steht. Da mir seitens unseres w. Br.'Präs. die sehr ehrenvolle Aufgale zu Theil geworden ist, heute hier vor Ihnen zu reden, so habe ich geglaubt, gerade mit Rücksicht auf neuerliche Vorgänge der schon so oft, namentlich auch von Lazarus, dein'ausgezeichneten Philosophen erörterten Frage näher treten.zu dürfen: Hat es eine Berechtigung, dass uns. Joden das nationale Empfinden a b g e s p r oc h e n . w. i r d? Meine lieben Brüder. SiCsalle wissen es ja leider, dass unsere Feinde — und ihre* Zahl ist Legion — uns* höchstens als „Auchdeutsche" gelten lassen wollen: Ganz abgesehen von ausgesprochenen Antisemiten, die in uns noch immer einen fremden Volksstamm erblicken, der sich aut deutscher Erde niedergelassen hat, gitbt es viele Andere, die ebenfalls an der Echtheit unserer deutschen Gesinnung zweifeln und aus dem Bewusstsein heraus, dass nur -sie und ihresgleichen Vertreter der wahren deutschen Nationalität sind, uns auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens Zurücksetzungen zu - bereiten bestrebt sind. Wenn wir fragen: Rechneu wir deutschen Juden uns mit Recht zu der deutschen -'Nation?'sö muss es unsere erste Aufgabe sein, den oft irrthümlich und oberflächlich aufgestellten Begriff der Nationalität einer Prüfung zu unterziehen. V

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