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Bericht der Großloge für Deutschland · 1901-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1901
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1901-02-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I im Februar 1901. No. 2. Bericht der Grossloge für Deutschland U. O. B. B. Nachdruck sämmtlicher Artikel aus diesen Berichten verboten. Fernsprecher: D. Wolff, VI, No. 4619, Wllhelmatraaae u8. |Die München - Loge zu München feiert am 24. März er. das Stiftungsfest und gestattet sich, hierzu die lieben Brüder der Schwesterlogen mit deren Damen auf diesem Wege freundlichst einzuladen. Dr. Eugen Merzbacher, I s i d ö r-f opp e r , Präsident. Sekretär' psepsr^®^ tp-sftäqsi^ Zu den Vorschlägen des Br. Consul Ä. M.i Simon in Hannover. bringt von Der Januar-Monatsbericht der Grossloge unserem verehrten Br. Consul Simon in Hannover Verbesser uugs- Ijfrwgchläge zu dem Rettungswerk in- Galizien, welche ausserordentlich be&chtungswerth sind. Wenn es mich schon sehr Sympathisch berührt, dass man, nachdem das Interesse für Galizien durch die Rumänische Uilfsaction in den Hinterjgrund gedrängt worden ist, sich demselben jetzt wieder lehr zuwendet, so sind die Vorschläge des Hr. Simon bo praktische, gereift durch das ernste Studium galizischer ferhältnisse, dass ich dringend anrathe, denselben Beachtung .schenken. Es liegt nun nicht in meiner Absicht zu prüfen, lob (die Errichtung von Arbeiterkolonien für Galizien angelt oder Vielleicht in anderer Form wie bei uns in Deutschrland ausführbar ist, ebenso möchte ich darüber nicht lu lh ilen, in welchem Altersstadium die Erziehung der Kinder begonnen werden soll, ob die Errichtung von Erziehuugshäusern das notwendigste ist, sondern gemeinschaftlich mit Br. Simon möchte ich diejenigen,-die an dem Rettungswerk in Galizien mitzuarbeiten berufen sind, ermahnen, daj ,ädie einzige Rettung in Galizien darin liegt, dass im jngendlicj Ackerbauschule ankaufen wollte " und ausser Slobotka lesnia auch Wolczynic in engere Wahl gestellt hatte., Stanislan selbst ist eine hübsche Stadt und befindet sich dort eine vorzüglich geleitete Baron Hirsch-Schule. Vor seinen Thoren liegt Wolczynic und die Ländereieu dieses Gutes reichen bis in die Vorstadt1 von Stanislan. Wenn - man. im Sommer aus der Stadt herausfährt, und nach :>0 Minuten nach Wolczynic kommt, so ist man schon entzückt von der Lage des Gutes, und der wohlgepflegte Garten wird jeden Naturfreund begeistern. Wenn man aber am Zusammentiuss der faulen und der gelben Bistritz steht, an der Wolczynic liegt, die wuchernden Schlammpflanzen, welch« von dem von der letzten Ueberschwemmung herrührenden Schlammüherzug bedeckt sind, sieht, so muss man sofort darauf kommen, dass dieser Ort in sanitärer Beziehung ganz ungeeignet zur Anlage eines Sammelplatzes junger, zarter menschlicher Organismen ist, die nur in guter Luft und unter gesunden Verhältnissen zu starken, kräftigen Menschen heranwachsen können. Als ich in nähere Prüfhng dieser Präge einging, erfuhr ich denn auch, dass v<0' mehreren Jahren in'Stanislan eine sehr schwere T' sepedimie geherrscht und der Tod Teichliche Ernte 'en hat. Ich musste daher von vornherein absehen, diesen als geeignet zur Anlage einer Aekerbauschüle zu empfehlen^ -sehen von anderen wirthschaftlichen Schwierigkeiten. Ob- IS Herr Dr. H a 1 p e r n , der übrigens nur Pächter des Gut* ist, während Herr H a 1 p. e r n in Stanislan Eigenthümer.;war, in liebenswürdiger Mann . mit moderner Bilduig und iüchtü_ jr Ausbildung in der Landwirtschaft ist, so steht die Wirthschaft, vielleicht aus gewissen Gründen nicht auf der Höhe der Zeit und besonders* Hie ■ von Br. Simon angeführte Spiritusbreuuerei in Wolczynic "scheint zu Beginn des vorigen Jahrhunderts gebaut zu sein und dürfte nicht?ls Vorbild, sondern als historische Erinnerung der Jugend irgeführt werden. Da nun die J.'C. A. Slobotka lesnia/ als Ackerbauschule eingerichtet und dieser Ort in unmittelbarer Nähe von Slobotka lesnia belegen ist, so möchte ich doch anrathen, weitere Bildungs- und Erziehungsanstalten an die Grenze von Ost- und Westgalizien zu legen, da ich es nicht für zweckmässig halte sie im östlichsten Theüe von Galizien zusammenzuhäufen. /

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