Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1899
- Issue
- Nr. 8 - October
- Date
- 1899-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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BERLIN, im Oktober 1899. Ho. 8. Bericht der Grosske für u. o. B. B. Nachdruck s ä m m U. C tlicher Aftike Fernsprecher: D. Wolff, VI. No. 4619, Wilhelmstrasse418. 1 aus diesen Bericlilen' verboten. 88. Sitzung des General-Comites der Grossloge für Deutschland VIII. in den Logenräumen. Berlin, den 15. Oktober lsoo. In Abwesenheit des Präsidenten Br. Timendorfer er öffnet der erste Vicepräsident Br. Wisloch um 93/« Ul die Sitzung, zu welcher bis auf Br. Heim erdinger, der am Erscheinen bemndert\ist und entschuldigt wird, alle Mi glieder des General-ComUes anwesend sind. Br. Wisloch \begrjisst die neu in das General-Comit£ eingetretenen Brüder rund giebt dem Wunsche AusdrucI:, dass durch deren Arbeit des General-Comites zu einer noch fruchtMingenderen sich gestalten möge. Punkt 1 der Tagesordnung betrifft die Organisation des General-Comites. Es wird beschlossen, ««Jen geschäfu führenden Ausschuss auch ferner aus 5 Mitgliedern bestehe" 1 zu lassen, und wird Br: Joachim als 5. Mitglied gewähl; Zu Mitgliedern des Gesetzes-Comites werden die Brüdejr Adolph Meyer, Dr. Wolff und Joachim wiedergewähl Br. Wisloch regt an, vor der Wahl der Mitglied' zum Redaktions-Comite den Antrag der Frankfurt-Loge a Aufhebung des redaktionellen, Vermerks am Ko des Monatsberichtes No. 7 vom November 1X08 zi erledigen. '[• Zum Referenten hierüber ist Br. Wisloch bestel.t worden; es übernimmt deshalb Br. Adolph Meyer den Vorsitz, und äussert sich nun Br. Wisloch im Sinne des Antrages, ausführend, dass durch die betreffende redaktionelle Erklärung eine gewisse Beunruhigung bei den Logen und Brüdern hervorgerufen worden, weil sie den Anschein erweckt, als ob für manchen Artikel der Monatsberichte Niemand eine Verantwortung tragen wolle. Referent steht auf dem Standpunkt, dass das Redaktions-Comite für den vollen Inhält der Monatsberichte verantwortlich sein müsse Der Gross-Sekretär als Correferent weist demgegenüber darauf hin, dass das Redaktions-Comite sich bewusst sei eine Verantwortung für alles zu tragen, was die Monatsberichte enthalten, diese Verantwortung solle keinesfalls durch jenen redaktionellen Vermerk gemindert werden. Was durch letzteren bezweckt worden, sei, die Leser zu belehren, dass auf die Gedanken und Anschauungen, welche in den Artikeln der Monatsberichte zum Ausdruck kommen, das Redaktions- Comite keinen Einfluss auszuüben habe, ganz unabhängig davon, wie die Grossloge, resp. deren Organe, über die betreffende Materie denke. Das Redaktions-Comite habe nur zu prüfen, ob das, was veröffentlicht wird, der Würde und Tendenz des Ordens und den Staatsgesetzen entspricht. Wollte das Redaktions-Gomite den Inhalt der Artikel auch darauf prüfen, ob sie den Anschauungen der Grossloge, deren Begriff überdies garnicht zu definfren sei, entspricht, so würde jede freie Aeusserung und jede selbst erlaubte ■ Kritik unterbleiben, die Monatsberichte würden dann kaum den Zweck erreichen, der mit denselben erstrebt wird, den Logen und Brüdern zur Anregung zu dienen. Deshalb sollte der Antrag der Frankfurt-Loge abgelehnt werden. Br. Tuch, der den redaktionellen Vermerk für ganz berechtigt hält, besonders wenn der Verfasser des Artikels sich genannt hat, glaubt, dass dennoch dem Redaktions- Comite eine gewisse Rieh/schnür gegeben werden müsse und äussert sich hierzu in'detäillirter Weise. An der weitereren Debatte betheiligen sich die Brüder: Dr. Maretzki, Heinemann, Joachim, Blaschke und Dr. Gross, die durchweg betonen, dass das' Red.-Comite die Verantwortung für den Inhalt der Monatsberichte voll "-•""■***' j.'. " . zu tragen habe. Es wird beschlossen," dasä die in der Diskussion gegebenen Anregungen vom Red.-Comite geprüft werden sollen und erklären sich, die bisherigen Mitglieder desselben bereit, später über diesen Antrag zu berichten. Br. Wisloch zieht hierauf den Antrag der Fr,ankfurt-Loge zurück. Zu Mitgliedern des Red>Comites werden die Brüder Dr. Maretzki, Joachim und D. Wolff wieder gewählt. Es gelangt die Frage zur Verhandlung: ,,Soll die Grossloge in der' nächsten Convention und durch wen vertreten sein? * Der Referent Br. ° Rosen stiel-erklärt .sich für die Entsendung eines unserer Expräsidenten zur Convention und weist durch Verlesung verschiedener Ausführungen des Br. Bien nach, welch grossen Werth dieser darauf legt, dass alle Theile des Ordens auf der Convention vertreten sind. Die diesmalige Convention werde eine Anzahl Gegenstände behandeln, die auch unser Interesse haben und freue er sich mittheilen zu können; dass Br. Berger bereit sei, unsere Vertretung auf der Convention zu übernehmen, wenn ihm Mk. 1000 zu den Kosten der Reise etc. aus Gross-" logenmitteln zugesteuert werden, den anderen Theil der Kosten dürfte das Exekutiv-Gomitc anstandslos tragen. Br. Rosenstiel stellt folgenden Antrag: 1. Zur nächsten Convention^ einen Delegirten zu senden. -.' . . * •2. Dem ■ Delegirten Mk.' 1000 zu \den Reisespesen zu bewilligen; Den Br. Bergel als unsern Delegirten zu wählen. In der Debatte, an welcher sich der Gross-Sekretär, und die Brüder Joachim, Dr. Maretzki, Wisloch,► Ben