Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1899
- Issue
- Nr. 7 - September
- Date
- 1899-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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— 86 — werde. Eigene Ansprachen an den Kandidaten darf der Präsident am Schluss der Einführung halten. 3. Die Einführung soll in ganz besonders würdiger und feierlicher Weise vor sich gehen, und zwar unter Mitwirkung des Präsidenten und zweier Ex-Präsidenten, welche der Präsident erwählen kann, oder von der Gross-Löge bestellt werden können. Die Ex-Präsident^n brauchen nicht Mitglieder der eigenen Loge zu sein. Die Funktionen dery drei Beamten sollen derart vertheilt werden, dass Einer die Ansprache an den Kandidaten hält, der Präsident die Verpflichtung abnimmt, der Dritte die Einführungsrede hält und der Präsident zum Schluss die Zeichenerklärung, die Vorstellung an die Brüder und ev. eine eigene freie Anstriche an den Kandidaten hält. Alles Dieses geschieht vom Platz des Präsidenten. 4. Es soll die Logenhalle, besonders der Platz des Präsidenten, am Einführungsabend mit Blattpflanzen ev. besonderen Emblemen geschmückt werden. Es muss ferner dafür Sorge getragen werden, dass ein Bruder da ist, welcher den ganzen Akt durch Harmonium>piel feierlich erhöht. 5. Es sollen die Schwesterlogen (in Berlin, ausserhalb die nächst gelegenem Einladungen erhalten und sich möglichst durch Deputirte vertreten lassen. ,6. Nach der Einführung findet ein Brudermahl zu einem massigen Preise (1,50) statt, ein etwaiger Mehl bedarf soll von der Loge gedeckt werden, damit recht viele Brüder daran theilnehmen. 7. Es werden möglichst vorher Redner bestimmt, um die vorher bestimmten offiziellen Reden zu halten, damit das Brudermahl einen angenehmen und geordneten Verlauf nimmt. 8. Es empfiehlt sich, die neuen Kandidaten zu einer späteren ordentlichen Geschäftssitzung schriftlich be- sonders einzuladen, da es häufig vorkommt, dass dieselben längere Zeit fern bleiben, später die Formalitäten und Zeichen vergessen und sich dann geniren, - die Loge wieder zu besuchen. Ferienbericht aus Marienbad. In Marienbad traten sich die zur Kur anwesenden -Brüder nach einem seit zwei Jahren bestehenden Herkommen jeden Mittwoch und zwar in der ersten Hälfte des Monats indem Restaurant der „Stadt Xew-York' von Br. Baruch und in der zweiten im Restaurant , Walhalla" des Br. Löwenthal. Die Zusammenkünfte waren theils gut, theils weniger stark besucht, obwohl sehr viele Brüder aus allen Theilen Deutschlands und Oesterreichs zur Kur in Marienbad weilten. Es mag hierzu die Strenge der Kur beigetragen haben, welche gegen zehn Uhr Abends ihre Pflegebefohlenen in der Lager/ Stätte' wissen will. Zu wünschen wäre trotzdem, dass^^n künftigen Jahren der Besuch der Zusammenkünfte, welche stets durch Plakate rechtzeitig bekannt gegeben werden, sich zu einem regeren gestalten möge. Der Austausch von Berichten aus den einzelnen Logen, gegenseitige Anregungen und Gedanken, die hier sich vollziehen, wirken sicherlich Buchdruclcerci~M3X Cohn (fah. A. M. fördernd auf den Ausbau der Logenidee und namentlich der j Verkehr mit Brüdern aus dem X. Distrikt bietet aus mannigfachen Gründen eine Fülle des Wissenswerthen. — Am 20. Juli fand im Restaurant „New-York" ein gemeinschaftliches Abendessen mit Ansprachen und deklamatorisch- 1 musikalischen Vorträgen statt. Es nahmen ungefähr 60 Personen hieran theil. —,Br. Expräsid. Louis Dannhauser von der München-Loge eröffnete das Mahl mit einer sehr gehaltvollen Ansprache, in welcher er die Brüder und Schwestern willkommen hiess, die Bedeutung der Logen und des Festabends kennzeichnete und zu fröhlichem Beisammensein aufforderte. Kur-Arzt Br. Dr. Lang in Marienbad verbreitete sich gleichfalls in treffender Weise über den Logen- Gedanken und ein graziös-liebenswürdiges Fräulein aus Prag, dessen Name dem Berichterstatter leider entfallen ist, brachte in gelungenster Art humoristische Vorträge. ** Br. Rechtsanwalt Dr. Benario, von der München-Loge, entbot den Anwesenden einen Willkomm-Gruss in dichterischer Form. Der Abend verlief in der fröhlichsten Weise und wird allen Theilnehmern in guter Erinnerung bleiben. Und im nächsten Jahre nach Kur-Rezept: dosis repetaturF Dr. B. " '';; v I " -. ' - 1 __ h; Aus dem Gedächtnissbuche der Grossloge. Seit Erstattung unseres letzten Berichtes hat der Distiikt den Verlust folgender Brüder zu beklagen: Es starben: .. '57. Am 11. September 1890 Bruder Moritz Foerster, Mitglied der Berthold Auerbach-Loge in Berlin seit dem 15 Mai 1893, früher vom 5. 5. 88 ab der Lessing-Loge in Breslau angehörend, geboren;im 6. November 1848 in Beuthen O.-Schl. ' 38. Am 14. September 1899 Bruder Salomon WolfT, Mitglied der Berthold Auerbach-Loge in Berlin seit dem 7. November 1895, .früher vom 10. 12. 90 ab der Fraternitas-Loge in Dresden angehörend, geboren am-3. Juli 184« in Wollstein. 30. Am .50. August 1m9!> Bruder Joseph Friedländer, Mitglied der Amicitia-Loge in Posen seit-dem 7. Januar 1886. geboren am 23. März 1839 zu Posen. 40. Am 10. September 1899 Bruder Eduard Mannheim, Mitglied der Deutsch. Reichs-Loge in Berlin seit dem 5. Dezember 1885, geboren am 8. Juli 1840 zu Dyrenfurth. 41. Am 18. September 1899 Bruder Emil Henschel, Mitglied der Deutsch. Reichs-Loge in Berlin seit dem 8 Juli 1882. geboren am 29. Dezember 1853 zu Wartenburg O.-Pr. \ . BrodACg). Berlin NO., Kaisorstrasse 41.