Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1899
- Issue
- Nr. 5 - Juni
- Date
- 1899-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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BERLIN, im Juni 1899. No. S. Bericht der Grosslage für Deutschland u. o. B. B. Nachdruck sämmtlicher Artikel aus diesen B e r Tc h t-ohv e r b o t e n. Fernsprecher: D. Wolff, VI, No. 4619, Wilhelmstrasse 118. Vi äJ ,_.!.. ^^^^^^^-o-^w 'kükqk Mtäbsk ^s^Ms^k &ä&£ Für die freundlichen Gratulationen zu unserem 13. Stiftungsfeste statten wir den ( X würdigen Schwesterlogen hierdurch herzlichen Dank ah. Ir,ried.era.s-I_iOg,e ^ZTVrxX 2>To.L 3S1. |L' Dr. Lindner, Präsident. . \ ( ^pip?^ r ^r „ ~ Unsere diesjährige Grosslogen-Sitzung. Am 23. Mai er. morgens 9 Uhr versammelten sicli die Vertreter aller Logen (es waren nur 2 Logen nicht vertreten) zu ernster Arbeit in den Räumen der' Nassau - Loge zu Wiesbaden. Wohl in keiner früheren Grosslogen-Sitzung ist eine so umfangreiche Tagesordnung zu erledigen gewesen, als in der diesjährigen und soll vorweg bemerkt werden, dass bis auf einzelne Gegenstände, die dem Geheral-Comite zur Erledigung überlassen wurden, das ganze Material in eingehender Weise erledigt worden ist. Nach Eröffnung der Sitzung und Einführung einer grossen Anzahl neuer Repräsentanten durch den Grosspräsidenten, begrüsst der Präs. der Nassau-Loge Br. Dr. Lahnstein die Versammlung in herzlicher Weise, betonend, dass es sich die Nassau-Loge zur Ehre anrechnet, die Grossloge bei sich versammelt zu sehen. Darauf gelangt eine Botschaft des hochw. Exekutiv-Comites zur Verlesung, wofür der Dank der Grossloge votirt wird. Zum Bericht des General-Comites! entspinnt sich über inige Punkte eine lebhalte Debatte, die jedoch nur in Bezug uf den Beschluss No. 26 eine Aenderung herbeiführt. Diesen eschluss No. 26 lautet: „Heber den Zionismus darf in den! Logen keine Disskussion zugelassen werden." Derselbe wird mit 26 gegen 23 Stimmen aufgehoben, weil die Majorität der Ansicht ist, dass' der Beschluss No. 6 diesen Gegenstand genügend umfasst uud regelt. Darauf wird der Bericht des General-t'omitt'S en bloc einstimmig angenommen Aus dem Bericht des Finanz-Comites ist zu erwähnen, dass nach eingehender Erläuterung desselben durch den Repräsentanten Merzbach beschlossen wird: 1. De» Beitrag zum Grosslogenfohd auf Mk. 4,— und den zum neuen Zentralfond auf Mk. 3.— für den nächsten Termin pro Mitglied* festzusetzen. 2. Den Kassenbeamten wird Entlastung ertheilt. Der Bericht des Grosslogensekretärs wird angenommen. Auf Vorschlag des' Präsidenten wird derselbe ermächtigt, die Tagesordnung in der ihm geeignet erscheinenden Reihen« folge zur Erledigung zu bringen, und stellt derselbe zunächst die Frage der Schaffupg eines neuen Rituals zur Berathung. Zu Referente^n—über diesen Gegenstand sind die Repräsentanten Maretzki und 'Staadecker ernannt worden. Der Repräsentant Märetz'ki schildert^ wie das Ritual ein integrirender Bestandteil und ein wichtiger Faktor in unserem Orden sei Seit Bestehen unseres Distrikts haben bereits 4 Rituale für Einführungen gedient, ein Beweis, dass wohl niemals ein Ritual wird geschaffen werden können, das als vollkommen bezeichnet-werden.'könnte. Indess, es soll ein neues geschaffen werden, und wird es sich, in der Hauptsache darum handeln, mit diesem neuen Ritual* auf die Kandidaten einen würdigen und bleibenden Eindruck zu machen. Von dieser Grundlage ausgehend, habe das Ritüal-Comite geglaubt, vorschlagen zu sollen, dass die Einführung unter Mitwirkung, mehrerer Beamten (dramatisch) erfolgen solle und zwar derart, dass mit" der Reihenfolge' der Ansprachen eine gewisse Steigerung sich bemerkbar mache. Gegen die Vorlage wird hervorgehoben, da*s es nicht* angebracht erscheine, das Gelübde durch einen anderen Beamten al| den Präsidenten Abnehmen zu lassen; dem Referenten erscheine jedoch diese Frage von keiner grossen Bedeutung. Das Comitt'' habe die Einfügung von - Responsen vorgeschlafen', das General-Comitt' glaubte indess, dass sieh diese Einrichtung nicht' empfehle, während das Ritual-! 'omit»' ' der Ansicht gewesen, dass die Responsen wesentlich dazu beitragen könnten, bei den Brüdern, welche die Einführung so häutig hören, eine Abwechslung herbeizuführen. Aber alle diese . Fragenhält der Referent für weniger bedeutungsvollgegenüber dem Prinzip, ob das Ritual ein feststehendes. und im vollen Umfange von den Präsidenten einzuhalten verbindlich sein soll. Hierüber gehen die Anschauungen innerhalb unseres Distriktes weit auseinander; der Referent erklärt' sich jedoch vfür die unbedingte Gebundenheit und schildert die .'Gefahren, die sich daraus bilden könnten, wenn es den^ Präsidenten gestattet werden sollte, die Einführungen ganz nach eigenem Ermessen zu ge-