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Bericht der Großloge für Deutschland · 1899-04-01 · Nr. 3 - April · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1899
Issue
Nr. 3 - April
Date
1899-04-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Loge, München-Loge, Franken-Loge, Unitas-Loge, Rhenus- Loge. Wir selbst hatten uns, ausser gelegentlichen Besuchen in den Sitzungen, an der Einweihungsfeier und dem letzten Stiftungsfeste der Anwesenheit einer Anzahl von auswärtigen Brüdern zu" i erfreuen. Insbesondere ist der Besuch des w. Grosspräsidenten hervorzuheben, der die feierliche! Installation der Beamten des. vorigen Termins ' vornahm. Bei unseren Festen waren vertreten: Die Grossloge, i die Deutsche Reichsloge, Lessing-Loge, Frankfurt-Loge, Rheinlandloge, Unitas-Loge, Rhenus-Loge, Nassau-Loge, Friedrich-Loge, Märkische Loge, München-Loge, Franken-I+oge und Karl Friedrich-Loge. Unsere Brüder betheiligten sich an der Propagandaversammlung, in Stuttgart | In dem Bericht des Geselligkeitscomifes ist auf herrliche Einweihungsfeier hingewiesen. Ausserdem uns das Chanukafest, wie alljährlich, Gelegenheit zu schönen Familienfeier. Verschiedene Abende wurden in müthlicher Weise arrangirt. Das Stiftungsfest am 9. April er. trug einen sehr feierlichen und würdigen Charakter. Im neuen Jahre erhofft man, nachdem die Hausfrage aus den Debatten verschwinden wird, ein , neues frisches geistiges Leben für unsere Loge. Carl Friedrich-Loge in Karlsruhe. Das erste Stiftungsfest brachte uns nicht nur eine Anzahl lieber und weither Brüder der benachbarten Schwesterlogen Strassburg, Heidel berg, Mannheim, Mainz, Frankfurt ä. M., Wiesbaden München als Gäste mit schönen beherzigenswerthen sprachen, sondern auch die Erkenntniss, dass wir bis lang in unserer Berichterstattung etwas lässig waren. Denn, wenn auch der grösste Theil der Sitzungen des abgelaufenen Jahres mit der BerathUng der (Statuten ausgefüllt war, so verabsäumten wir doch nichts, was dazu beitragen komte, die gab e;iner geuns mit dem Logengedanken vertrauter zu machen, eifrig wir dabei verfuhren, mag die Thatsache erhärten. und An- Wie dass schon in einer der ersten Sitzungen Br. Dr. Rosenberg' ein sehr ausführliches Referat hielt über das von dem Vereinsorgane angeregte Thema: „Wie heben wir den Lcgenbesuch", trotzdem wir über schlechten Logenbesuch weht zu klagen brauchten. Es war dies nicht blos der Neuheit der Sache zu verdanken, sondern hauptsächlich der regen Arbeit unserer Commissionen, die uns fast wöchentlich gut vorbereitete Berichte vorlegte, welche eine eingehende sachliche Besprechung fanden. Dazu kamen Referate über aktuelle Fragen, die von den Brüdern willig übernommen wurden. Hervorgehoben sollen folgende werden: Die scziale Hebung der Landbevölkerung von Bruder Rechtsanwalt Oppenheimer und über die religiöse Jugenderziehuni» auf dem Lande von Bruder Bernheimer. Besonders rührig zeigten sich die Ausschüsse" für geistige und gesellige Interessen. Die Mitglieder des Ausschusses für geistige Angelegenheiten haben Vorträge über folgende Themata gehalten: „Ueber das Urchristenthum *, Bruder Dr. Appel; „über die geschichtliche Entwickelung des Beleuchtungswesens" mit "Demonstrationjeh, Br. Dr. Oberländer; „über das Prinzip, der" Liebe»im,Judenfhum", Fest- Vortrag am Stiftungsfeste Br, Dr. Posner. Von auswärts wurde Prof. Dr. Lefma.no'*aus" Heidelberg berufen, der, in sehr interessanter Weise „über die Sprache und Weltanschauung des Judenthums", belehrte. Zwei Vorträge haben Brüder für die nächste Zeit in Aussicht gestellt. Alle Vorträge waren auch den Familienmitgliedern der Brüdef zugänglich. Immer schloss sich daran ein geselliger Familienabt.id, dessen Unterhaltungskosten Brüder durch Vortrag und Gesang bestritten. Ausser einem.Balle anlässlich des Stiftungsfestes hatten wir noch am Chanuka einen Herrenabend, an dem die BBr. Dr. Friedberg und Dr. Posner, der eine „über die Bedeutung rder t hanuka-Feier ltir die Gegenwart", der andere} „über die historischen Vorgänge, welche zu den Makkabäerkämpfen führten", Vorträge hielten. Der Anregung** unserer benachbarten Schwesterlogen folgend blieben die Brüder regelmässig nach dem officiellen jfheile noch lange gesellig in anregender Unterhaltung zusammen. Diese Nachsitzungen haben sich sehr gut bewährt,! da sie Gelegenheit gaben, Missstimmungen, welche eine noch so sachlich geführte Debatte im Gefolge haben, zu heben. Das Verdienst der Einbürgerung dieser Sitzungen gebührt besonders den älteren Brüdern, welche auch darin den jüngeren mit dem besseren -Beispiele vorangingen. , Zu unserer grossen Freude wurden wir öfters , von auswärtigen Brüdern besucht, die uns oft in unseren Nöthen weisen Rath gaben; wir stätfen ihnen auch auf diesem Wege unsern Dank ab. ' . ' * ' An den Feiern der benachbarten Logen betheiligten wir uns durch Deputationen, um den inneren Zusammenhang und festeren Anschluss auch äusserlrch. zu dokumentiren. Auf dem Gebiete der" Wohlthätigkert, auf das uns ja der Logengedanke namentlich hintührt, waren wir erfolgreich thätig und überall, wo dringende Noth an uns appellirte, haben wir unseren ratirlichen: Antheil beigesteuert; auch zur Erhaltung rpancher Existenz; trugen wir bei. Mit Freude dürfen wir konstatiren, dass der Logengedanke und das' Reciprocitätsgefühl -unter den Brüdern bereits einen breiten Raum einnimmt,' hatte doch manche von Brüdern ausserhalb der Loge, als solche, ergriffene Initiative zu einer dringenden Collecte unter diesen mehr als den gewünschten Erfolg, . Die Mitgliederzahl „unserer Loge ist erfreulicher Weise von 5S bei Beginn unserer Thätigkeit auf 70 bei -Schiuss des ersten Geschäftsjahres gestiegen; leider sind wir auch genöthigt, den Verlust zweier Brüder registriren zu müssen. Die nächste Nummer erscheint Mitte Mai. i l

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