Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1899
- Issue
- Nr. 3 - April
- Date
- 1899-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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BERLIN, im April 1899. No. S. Grossloue für Deutschland [ U. O . B. B. Nachdruck sämmtlicher Artikel -----,-r 1. . . - aus diesen Berichten verboten.; '•','.>•■'■• s Fernsprecher: D. Wolff, VI -'-1--" . - , No. 4619, Wilhelmstra93e 118. ' ■ #■ ■■..>'■' r -'*".■ 'V Aus den Kreisen der Mitglieder werden an unsern Präsidenten Briefe gerichtet, die , oft garhicht, meistens aber u t ■ » ' . ' " v - A mit grosser Verspätung in seinen Besitz gelangen, weil sie mit unrichtigen Adressen versehen sind; Die jetzige Adresse unseres Präsidenten, Br. Timendorfer, ist Oranienstrasse 145/146 am Moritzplatz. Die Grosslcge für Deutschland VIII. Die Anhalt-Loge XXVI No. 389 dankt herzlichst für die zahlreichen Glückwünsche, welche ihr zu ihrem zehnten Stiftungsfeste durch die w. Schwesterlogen übermittelt worden sind/ Dessau, im April 1890. ' - 1 Dr. Freudenthal, Dr. Marcus, Präsident. ■ prol. Sekretär. Sollen die Juden Deutschlands sich der Bodenkultur zuwenden?*) Noch einmal erbitte ich zu obiger Frage das Wort. Mir sind aus Anlass dieses Artikels in der Februar-Nummer unserer Monatsberichte ebensoviel Zustimmungen wie Entgegnungen zugegangen. Habe ich mir doch müssen sagen lassen, ich verstehe nichts von der Sache; ich hege Kaltherzigkeit gegen meine Glaubensgenossen. Es ist mir auch ein Vortrag über extensive und intensive Wirthschaftsmethode gehalten worden; alles dieses nehme ich mit Dank entgegen, hierdurch wird ebensowenig meine Liebe zu meinen Glaubensgenossen, wie meine Kenntniss in Sachen der Landwirtschaft Schaden leiden. Nicht die Sucht nach Oeffentlichkeit veranlasste mich zu meinen Auseinandersetzungen; ich hielt es für meine Pflicht, nach meinen Kräften zur Klärung der Frage beizutragen und ich halte es für eine gute Folge, ja für eine. Notwendigkeit, das Für und Wider nach allen Richtungen beleuchtet zu sehen — nur hierdurch ist das Richtige zu erkennen und sind Irrthümer zu vermeiden. In diesem Sinne hat auch Oberamtmann Br. Cohn meine Ausführungen aufgefasst, und bin ich von der Art und dem Ton seiner Erwiderung, welche in ruhiger Weise gegen andere Entgegnungen absticht, angenehm berührt. Hervorheben muss ich nun doch, dass bei der Wiedergabe meines Vortrages Vieles fortgelassen wurde, wodurch die Beweiskraft naturgemäss leiden musste. Den Verkauf der Hohenlohe'schen Güter habe ich nur als krasses Beispiel für die Verschiedenheit der Werthverhältnisse Deutschlands und Russlands angeführt. *> Mit diesem Artikel beschliessen wir die Erörterung dieser Fragen in unseren Berichten. Das Redak us-Comite. Meine stark angefeindete Behauptung, dass Deutschland schwerlich je im Stande sei, den Bedarf an Brodfrüchten aus eigener Ernte zu decken, wird von den , weitesten Kreisen getheilt. Ich habe absichtlich das hervorragend gür.stige Erntejahr I896 als Beispiel herangezogen; war doch der Ertrag dieses Jahres pro Hektar: An RoggenM2/u> Ctr. geg. d, 10 jähr. Durchschnitt v. 2t2/10 Ctr. . Weizen.3ls/,0 - . .. . •' . 28*Ao Und trotz dieser günstigen Ernte mussten HO Millionen Centner Brodfrüchte mehr einals ausgeführt werden. Nun ist aber ferner zu beachten, dass im gleichen Jahre Deutschland eine Bevölkerungszunahme von 781959 Seelen zu verzeichnen halte und dass diese Zunahme seit langen Jahren ähnliche Zahlen aufweist und voraussichtlich weiter andauern wird. Ich schliesse danach: die Deutsche Landwirtschaft wird sich ak sehr leistungsfähig erweisen, wenn es ihr gelingt, den jährlichen Mehrbedarf dieser Bevölkerungszunahmen zu decken, dagegen wird ein Herabgehw der Einfuhrzahlen schwerlich je zu erreichen sein. Meine Berechnungen den notwendigen Mittel für Schaffung von 3000 Siedlungen, sind nicht willkürlich gegriffen, sondern basiren auf der Annahme von je 1000 Stellen der von mir gewählten Beispiele. Ich darf hierbei wohl berichtigen, dass ich den Werth des Bodens in der Magdeburger Gegend nicht mit Mk. 1500"-—pro Morgen, sondern nur mit Mk. 1000 — angegeben habe. Br. Cohn bringt in seiner Entgegnung die Berechnung zweier Normalwirthschaften vpn 50 und 75 Morgen. Ich will diese Aufstellungen nicht bemängeln, muss aber doch hervorheben, dass die wahrscheinlichen Erntezahlen über den Durchschnitt der allgemeinen Ernteergebnisse gegriffen sind und bei den Ausgäben manche notwendigen persönlichen und andere Aufwendungen keine Berücksichtigung gefunden haben. Aber ich habe ja selbst gesagt,