Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1895
- Issue
- März
- Date
- 1895-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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selbst .ergriffen die Brüder, in ihrem fordernden Scharten nicht zu erlahmen, um dem uns vorgezeichneten Ziele immer nähtr zu rücken. Daran anschliessend, verwies Bruder Expfäsident Dr. van Gelder aufdiejenigen Pflichten, welche aucfo ausserhalb der-Arbeitshalle unsrer Loge jeder Ben Briss der Gesammtmenschheit schulde, und wie die L'ogenräum? recht eigentlich nur die Ynrbereitungsstätten seien für die Wirksamkeit der Brüder auf dem VVelteni markte des Lebens. ■.— hin Festmahl, in späterer Abendstunde beginnend, vereinigte Brüder und Schwestern bis tief in die Nacht, und zahlreiche Tischreden, ernste wie heitere, galten« der Feier— cre?* Tages und der Frheiterung der Gesellschaft . /um etzteren Zwecke der Geselligkeit veranstalteten 'wir auch einen Uhanuka-Verghügungsabend mit Gästen, welcher durch Musik. Theater und Vorträge ausgefüllt wurde. Auch hiei gab der gesammten Stimmung ein Prolog die Prägung, welcher, geistreich erdacht und von einer Dame vorzüglich gesprochen, einen Appell an die Weiblichkeit bedeutete, thatkruftig mitzuwirken an dem ernsten Schaffen dfr Männer. v . * . * ' Unsen r Gesammterfahrungen der Berichtsperiode sind hochbefriefligende. und mit göttlichem Beistand werden wir dfie Folge >chöne Früchte unsres Lagenlebens zu rmügen. 1 auch tu zeitigen v ,<jr 'beginnen Monate; genommen Unitas-Loge in Strassburg. .Wir können den diesmaligen Bfricht mit der Meldung der erfreulichen Thatsache dass die Prüder während der letztverflosseneh den Interessen der Loge "clen regsten Antheil haben, welcher sich durch zahlreichen Besuch tier Logeriabende sowohl wie lebhafte Betheüigung an den vorkommenden Debatten und Arbeiten bethätigt hat. Von dem~~bisherigen Brauch, wohlthätige Spenden der Brüder bei Gelegenheit des Chanukafestes zur Bekleidung hülfsbedürftiger jüdischer Kinder zu verwenden, wurde in diesem Jahire in der Weise abgewichen, dass man die Spenden, welche die erfreuliche Summe von Mk QjQ ergaben, zur B-üdung einer Ferienkolonie für kranke und sieche Kinder in Aussiel L. genommen hat und ist bereits ein Comite zur Uebernahrrx.- der nöthigen Vorarbeiten gebildet. — ' .y Das Stiftungsfest, welches am l'>. Dezember stattfand. nahm ebenso wie früher, auch diesmal den schönsten Verlauf. Dasselbe wurde in dem glänzenden neuerbauten Saale des Hüteis zur Stadt I\ms abgehalten und hatte die Brüder mit ihren Famjlien in stattlicher Zahl vereinigt. Ausser mehreren auswärts Damen Freude. als Gast vnhnenden Brüdern, unserer Loge* die mit ihren zur. Feier erschienen waren. hatten wir die such den Präsidenten Dr. R u f f juis Stuttgart in unserer Mitte zu sehen , welcher am Vorabende der Logensitzung beiwohnte und sowohl w schon uns da . ef äm Festabende selbst durch seine erhebenden Reden erJ reute. Nachdem das Festmahl mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser eingeleitet worden war. erhob sich unser würdiger Präsident Br. Abraham Oppenheim e r und hielt die Festrede Ihm schlössen sich eine Reihe anderer Redner an. welche in reicher Abwechslung rote mit ernsten und humoristischen Vorträgen das Mahl würzten. Auch durch musikalische Leistungen wurden wir erfreut, welche zum Theil durch Kinder der Brüder, zum Theil durch ein Mitglied unseres Stadttheaters. Herrn Schwabe, ausgeführt wurden. So zog sich das Festmahl bis gegen Mitternacht hin unchnun trat Terpsichore in ihre Rechte und hielt die zahlreichen Tanzlustigen bis zum frühen Morgen in fröhlichster Stimmung zusammen. Auch andere hübsche Festlichkeiten gaben den Brüdern und ihren Familien Gelegenheit, in gesellschaftlichem Verkehr einander näher zu treten. So fand am 2.V November bereits ein Familienabend in den Räumen der Freimaurer- Loge statt, welcher bei humoristischen Vorträgen und Tanzkränzchen den1 schönsten Verlauf hatte. Ein sehr erhebendes Fest fand ferner am 27. Januar zu Ehren unseres Würdigen und allseits beliebten Bruders Oberrabbiner Weil statt, welchem anlässlich des jüngsten ürdensfestes von Sr. Majestät der rothe, Adlerorden verliehen wurde. Bei dieser.Gelegenheit Hessen es sich die Brüder nicht nehmen, zu Ehren ihres geschätzten Mitbruders ein Bankett zu veranstalten,' welches bis 2 Uhr Nachts dauerte und allen Betheiligten als eines der schönsten Feste im -Sedächtniss bleiben wird. , Nicht minder als für die Unterhaltung der Brüder und ihrer- Familien wurde auch für deren geistige Anregung gesorgt. Am 19. Januar hatten wir das Vergnügen, einen Vortrag des Bruders Lichtenauer über. Dr. Gabriel Riesser zu hören und erfreute uns der Redner ebenso durch seine Gedankenfülle wie, schwungvolle Vortragsweise. Ausser dem eben genartnten, dürfen wir noch zwei weiteren Vorträgen entgegensehen, und zwar einen unseres Bruders Oberrabbiner We i 1 am 17. d. M., sowie einen des Bruders Kirchenrath Dr. Kroner aus Stuttgart, welcher voraussichtlich' am 3 März stattfinden wird. Mehrere Leistungen auf dem Gebiete der Wohlthätigkeit wollen wir. nicht besonders erwähnen, da wir glauben, dass alle Schwesterlogen ebensowohl wie wir die Uebung von Wohlthätigkeit als eine heilige Pflicht ansehen und die Erfüllung derselben.bei keiner Gelegenheit versäumen. Eine besondere ^reude wurde unserer Loge bereitet durch die Gründung der Friedrich-Loge in Heidelberg, da dieselbe durch die zahlreichen Beziehungen mit Mitgliedern unserer Loge hoffentlich auch in regen geistigen Verkehr mit uns treten wird. Und wollen wir hoffen, dass auch bald Pflanzstätten unseres Ordens in Mannheim und Karlsruhe eröffnet werden ' in Heidelberg. Wir werden darauf dass auch Br. Siegmund Hirsch in Weinheim hervorragenden Antheil an der Begründung der Friedrich-Loge hat, was wir gern und dankbar registriren. Friedrich - Loge aufmerksam gemacht, Druck von Max Cohn, Berlin NO , Kniwstr. -tl