K.C. Jahrbuch ...
- Journal
- K.C. Jahrbuch ...
- Volume
- 1908
- Article
- Walter Graetzer: Zur Frage der gesellschaftlichen Stellung der Juden
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 9)
- Language
- German
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Gesellschaftliche Stellung der Juden. 66 _ iß unserem Falle bildete das Gesetz von 188fr. Damit war endgültig jeder Schein von Recht verschwunden, innerhalb seines Geltungsbereiches die Juden hintanzuhalten. Die innere Veranlassung aber War der tatsächliche Gegensatz zu dem gesetzlich gewollten Zustand. Daß ein Gegensatz vorhanden ist, wird nicht geleugnet; woher er - kommt, ist dargelegt; wohin er führen wird, will ich zeigen. 5. Vorwurf und Vorwand. Vorher aber noch ein paar Worte, uih sicher zu einer Abgrenzung des Antisemitismus zu gelangen. Nach dem Grundsätze „audiatur et altera pars“ ist es eine Pflicht^ der Höflichkeit, dem Gegner das Wort zu seinen Vorwürfen zu lassen. Nun also: Was ist mit den Juden, daß man Antisemit sein muß? Die Vorwürfe gliedern sich in drei Gruppen a) Gegen cÄ Juden als eine kompakte, besondere Masse in Deutschland: Sie sind internatiojul und haben keine vaterländische Gesinnung; ihr Wesen läuft dem Deutschen vollkommen zuwider; sie haben keine Fähigkeit, mit Würde aufzutreten; der Sinn für den heimischen Boden, für den Rock des Königs, für das bescheidene Wirken als Beamter geht ihnen ab —* mit einem Wort — y