K.C. Jahrbuch ...
- Journal
- K.C. Jahrbuch ...
- Volume
- 1906
- Article
- Ernst Hochschild: Gabriel Riesser
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 149 (sequence 14)
- Language
- German
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Gabriel Eiesser. 149 den Versammlungen Deutschlands gewidme t.“ Die rasche Entstehung dieser Verteidigung ist kein Fehler gewesen, denn die Unmittelbarkeit und Frische ihres Tones wirkt heute noch in ungeschwächter Kraft: „Uns vorzuhalten, daß unsere Väter von Jahrhunderten oder vor Jahrtausenden eingewandert sind, ist so unmenschlich, als es unsinnig ist. Wir sind nicht eingewandert, wir sind eingeboren und, weil wir es sind, haben wir keinen Anspruch anderswo auf eine Heimat; , wir sind entweder Deutsche oder wir sind henhatlos. Oder will man im Ernste die ursprünglich fremde Abkunft gegen uns .geltend machen? Will man civilisierte Staaten auf das barbarische Prinzip der Autothonenschaft zurückführen? Diese Fragen bedürfen keiner Antwort.“" Weiter hält er dem Gegner vor: „Es gibt nur eine Taufe, die zur Nationalität ein weihte: Das ist die Taufe des Bluts in dem gemeinsamen Kampf für Freiheit und Vaterland: „Ihr Blut hat sich mit dem unsrigen auf den Schlachtfeldern vermischt.“ Das War das Machtwort, womit man in den französischen Kam-, mern die letzten ohnmächtigen Regungen von Unduldsamkeit und Abneigung zu Boden schlug. Auch die deutschen Juden haben sich diesen vollgültigen Anspruch auf Nationalität vollgültig erworben. Die Juden sind in Deutschland allenf-