K.C. Jahrbuch ...
- Journal
- K.C. Jahrbuch ...
- Volume
- 1906
- Article
- Henry Lepman: Der Kampf um die konfessionelle Studentenverbindung
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 8)
- Language
- German
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r Henry Lepman. ordentliche Hochschultag zu Weimar — der prinzipielle Standpunkt; die Gewalt solle damit nicht proklamiert werden. Soweit die Tatsachen, deren historische Betrachtung Ausschluß über den inneren Kern deTTJewegung gibt. Die ganze Bewegung ist gar keine spezifisch akademische oder studentische, vielmehr eine allgemeine politische. Dem Zentrum wird ein Antizentrum entgegen gestellt, der schwarzen Organisation eine schwarz-weiß-rote Gegenorganisation; „nationale“ oder „liberale“ Studentenschaft ist hier im speziellen der Gegensatz zu ultramontan, man erkannte, daß das Geheimnis der Zentrumsmacht in der straffen Organisation der Partei bestehe, wie sie sich z. B. auf den deutschen ■ Katholikentagen offenbarte Hier wurden auch die Fäden sichtbar, die die katholisch - konfessionellen Verbindungen mit dem Zentrum verbinden. Mehr und mehr ermaß man die ganze Bedeutung dieser Tatsache, ermaß man den weitgehenden Einfluß, den sich die Zentrumspartei durch die Verbindungen auf die geistige Entwicklung und schließlich politische Überzeugung eines Teils der deutschen Studentenschaft sicherte. Und so machte die nicht-katholische Studentenschaft zum akademischen Kampfe mobil, der im Kern ein allgemein politischer ist. Der Typusdes deutschen Studenten ist seit der Reichsgründung unpolitisch; das ajte Ideal der nationalen Einheit ist Wirklichkeit geworden; Ideale