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Jüdische Volksstimme · 1934-08-23 · 25 (23.8.1934) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXXIV (1934)
Issue
25 (23.8.1934)
Date
1934-08-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Rraf tkråu ter bitter ocjrt Sodbrenncp. fordert Verdaiiu^ig | BRONN, 23. Ai WOCjHE ATT . JUdlsche Weltkonferenz tag uber 100 Deiegicrte.l'lahum, Goldmann Ober die Schalom Asch:i Die (uden verf olgun gen in Erztuflunø Brnr , Zf ile 7 scHLE?|kER Café Esglknade Das vorneh|m|e elegante Fømilienlokal LBru an Kleider rei ligt S t r dl Brfinn Kiosk 8 Tel. Schwedt ng. Telefon 10.417, 10.418. fachmannisch n i c ky — PonAvka IB. 17.433. Genf (Am) ' 20. August wurde jhler die jQdische Weltkonferenz. in! Gegenwarf von hundert Delegierten aus 26 Liindern und aus allen Weltteilen erOtlnet.!Die ErOffnungsrede hielt der PrSsident des Ausschusscs jOdischer Delegationen Dr. Nahum Goldmann, Ober die i gegenwarfige Lage des Hid. Volkes. Er konstantierte, dass in keiner Epoche seiner Geschichtc das jfldische Volk in seiner ganzen Exisfenz so g et U h r d e t war wie heute; die Knse umtasst tast sile Zenf ren des Jfldlschen Volkes, so dass Wanderungen in andere Lander kaum mSgiich sindT Dazu komipt, dass intotge der , Wirt-,~ schaftskrise und der Abschliessungspolifik keine Zufiuchtslander hestehen, ausser Palåstina. Das zeigfe 'besonders das Schicksai der deufsch-judischen Huchtlinge. Man muss sich uber die Ursachen der neuen antisemitischen Welle klar werden: die Weltwirtschaftskrisc tuhrt zu dem Versuch, dem Schwachsten die ExistenzmOglichkeit zu nehmen, also der MinoritSt, den Juden. Varherrlich ung des Rassengedankes. Wir Juden, die den Rassencharakter mehr ala andere bewahrten, leugnen nicht seinen Wert. Aber man dart nicht aut seine Omnipotenz allcin den iitaat autljauen. Um so schlimmer, wenn man mit der li ebertreibungdes Uasscnp r i n z i p s auch die b r u t a i c n Machtmittel de« lotalstaates vereinigt und beide verwirklichen wili. Lage der Julen. Dr. WiseOber die Aufgaben der Konferenzl Deutschland. Baithous Botschaft an die Weltkoneferenz, I Aber gerade die |. uden hab^n iten Ans riff grosserer Machtgebilde uberlebt, als es seibst das Drjtte Reict ist. Und deshalb durfen wir auch den Machthabem in Deutschland sagen, dass wir nient bloss Empiirung uber diese Tragedie empjfindcn, sondern auch inre primitivén Methoden nach Gebuhr beurteilen. Manche Juden glavbeir, dass die “ficen der Demokratie, des Liberalismus, der Toleranz durch die C.eschehnisse von 1933 Oberwunden *>>d. Das ist unrichtig. Sie werden das Drifte Relch uberleben. Deshalb werden wir Juden auch frotz der Situation in Deutschland uns nicht unterwerfen. Ohne Kompromiss fordem wir die b 0 rgerliche G I eichberecht i - li ung. Auch die Forderung der Juden nach Palastina ist kein Grund, ayf ejn Jota der (Jleichberechtigung zu Verzichten. An dem Boykott gegen Hitler- Deutschland mussen wirfesthaiten, his die Gleichberechtigun'g erzie|t ist. Nie war eine Reaktion gegen ein Unrecht so spontan upd so gcrechtfertigt. Niemand wird erwarteni dass wir diese Waffe niederlegen, solange das Minimum unserer F'orderungen nicht erkampft isf. •Dagegen-i^t die wirtschaftliche Lage der Ostjuden eine tfagische: Millionen Menschen nagen am Hungertuch. Hier wird die Legende vom „judischen Reichtum" ' zum Hohn. Ein besonderes Kapitel ist die Lage der Juden in RussTand. Der Mit te Istand geht zugrande, und alles Judische wird als „reaktionar" unterdruckt, nicht aus Antisemitismus, sondern •aus Prinzip. In Oesterreich wurde zwar die Gltichberechtigung der Juden in der Verfassung festgelegL Wir hoffen, dass die bsterreichische Regierung in dem Masse, als sie sidi vom ' Nationaisozialiamus befreit, auch antisemitisebe Tendensen bekSmpft: die jQdische Oeffentlich- Jceit der Welt wird es ihr | Dank wissen. 1 Der Redner gedenkt dann de^ Hilfe.-die in den WestlSnderli «ls dem Hort derDen ok r4i.tile den F'lQchtiingen aus Deutschland tzuteil wurde, und kommt auch auf dile Ereignisse von Constantine 2u spjtechén. Aus all dem erhellt, dasfe die Lage der Juden pberall so bedmht ist. vrie noch niemals vorher. Éinen Lichtpunkt bilde ledigHi :h Raliistina, dessen Aufbluhon j|eoch den Kampf uro die Existehz in der Diaspora nicht uberllussig mache. Die Katastropben hatten gluoklichej’Weise auch die Wirkung, dass unzahligc Juden wieder zum Judentunj zurufkgcfuhrt wurden. Malé priciny, Ca<Jo mivaji velifeé nåsledhy. Pecete-li mouenife berle proto vzdy dohonaly pråSeh do peciva ,Pravé ruba'.; Je malV, ale déld v kuehyni vellkou slu±bu I „Pravå ruba” ten praSeb, btery necitite po sc'dé ....ir..-..-..'-. i:! i-

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