Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXIV (1934)
- Issue
- 23 (9.8.1934)
- Date
- 1934-08-09
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer dischen DAS^ AU; Kliniker verhei iiLAND BEFU iratet. FRCHTET DER D Prag 3. Zusa turner herigen kanzicrscii lers gi in d Belurehtuji kat der c So'meldet lin i^i tiei ir.achte s cliung uh dass 1 lit-le prusiiknlci grusser 1 rufig, die -ausgcin-ir. lim Zusammen lang mit J< i* legung ides. Amtes des bu .iliehspriisidcnlen und c <> iqtt in der HanAdolt Hi ié uusliindisclui Presse ihr i Fur igen iiber das 1 citere Seh etitschen .luden Ausiir" die Mavas-Ag>jntur aus tleutschen Ucttentli<thki: h eine gewisse Uebirtts. e iiie Naehricnt beinerkba ■r die l unktiont des Reici n i ubernonuneii hat. tin il der deutschcn bevidst: 111 -flitle tier atifori tolerante i llerr. U.-.-.- N it ional sozia|isten n ich 11cii. erbliekt inatnlich| ii er ■‘tei Lime den Fi)hr;at \eii uiid delnzutolgi uli ‘aittei. Fs vtirtl vtaran c ri i . i inuieiiburgi Beliebthti •rjluohruit« darGé Di« U*b Ein Gaspi tich mil dem Vorailze ich I '.V. I.; K I. . 1 D t|: i .. TI i - F Michael I-Ringl, <le Jer t om letzton Zidni ]n Vorbereitung der li tldr Gei-cina 1 ferzls na c i n,e<Lt'.;.n Kommission, : iiejii Gesprieh mit de ■jrtrct.er: J te m i'rager Zionisten Ko i aiJF ijicr Bescftluss getas; 1 kokuthe im Lim ernchiruji ■ eziell hierlijr gebildet die Gebeifie Herzls bit itestens ab : 3n. Todesta^it ulifal.r ly34, sp ’ Ijiiais, dem :• Hi -oi!., l.'i UVIII - > ». t t'UV.JUI{ H, naeh Pjiastina iibe I.eide i ii^iren .i:, ’U g.-.-t aelicrjen. und » t rmaihiniss iSer/K an > ,-lk, dem er lin seiiKi Ma ^jrz!9<>> .n At.stiruek e.'gel .-cl IL i.n ctnern mit il 1 I Qrosse KunGqabuii«efi i Judentialt Fu«it den D i des Tseheehosl ist (dies bis jet dainit ist,da das jiidiscF m Testamcji ’folgen Wo at:.„Ich wiip tallstirge in det 'ERSGHLECHTERUNG DER LAGE ' •TSCEN JUDEN. I beim deutschcn Volke daraus entsprang, dass man im Volke Hindenburgs Interventionen Zugunsten det Juden und der Freihe.t der reiigiosen Anschauuijg schatzte. Die i lavas Agentur meldet lernev aus Berlin, dass in[ nationalsoziahstischen Kreisen, die in der der Regel gut informiert sind Hess als bteiivertreter Hitlers itn Anite des Reichskanziers genanut ti erde. Das ottiziefle tschechoblovakische Pressebliro (C. T. K.) meldet aus Berlin dass in den jiidischen dvreisen die Meldung iiber das Ableben Hindenburg mit grosset! Beiiflrchtungfn au(genommenn; wurde, da man im Prasidenten 1 Hndenburg vielfach die letzte gegen die letzte Gurantie gigen die neue Welle des Antisemitis-' mus erblickte. ipln« Herzls naeh Erei Israel ig*n 4*r MUiellsn KanirtM ■ Kommission Ssnalai Dr. Miehaol Ringl; der Karpathorussischen okralisehen Charakter Waklsehen Slaates. 'Idsleif: und Dr. >1 uliebei dem jiidischen Massen Kar[i thorussland. K .: I; vi::\lgi 'C*C : ‘ gi,--.: K Mg..: liiaseV'1 l’a: feen* S’tcii.t.ig rv -uei: 1:: Mi don. tin -iei: .- ijv gcggn w.i H luhiur.g.". \og .ibla.imi- : :. tii ei: »iri-’-- da::o:: . > Kiillu~ge:ncindci-, e ’ : eno. .ami ijider -icdclnj i> i. - r ltidi-chen . I ■ age: i:. riament Df, viet I se i leeho-lowjc . . Di.- Ver-.iiumltki ,■ liki' d.-r Aii-iuhiii aU-eheii v llaratåi. .. trobjinvv-n. ci. t fr i»i v i.'idsfein-!' i .rO'-eii M.i-'Cijt; . >nir,en. in der df. \irodrt wird. 1 ■ -L I misson die notigen Vorarbeiten derart zu beschleunigen, dass die Ueberfuhrung der Gebeine Fferzls naeh Evez Israel spatesten b s Pe;s3ch 1935 crfolgen kann,‘* Und sind alle mit einer solehen I Aufgabe verbundenen Schwierigkeii ten reclitlicher verwaltu ngsadminis- | trativer und technischer Natur bergits aus dem Wege geraumt? Man kann sagén erwiderte Dr. .Ringl Vertreters disa dank den Vorarbeiten der ' Kommission sowohl d e rechtlichen tt ie alle verwaltungsac ministrativen und technischer Schwierigke'ten vollkommen eliminiert sird. Die einzi-! ge Erage, die noch S elost werden I n.uss, ist die des Ort« s der letzten J Ruhestat e Herzls, ob J trusalem (Sko pusberg) oder Haifa ( <armel) hierfiir eher in Betracht Lommt. Wenn die Entscheidung uber diesen Punkt gcfallen ist steht naeh der einstimmigeri Ansicht der g< samten Kommission der Ueberful rung der Gpbeinc Herzls naeh Palastiria iiinerhalb der genannten Frist, bis Pessach 1935. keinerlei Hindernis mehr im Wege. Gruft neben meinem Vater beige- •seizf zu werden und deipt so lange zu liegen, bis das jiidische Volk meine Leiehe naeh Paliistina uberfuhrt“ bis jetzt uneritillt geblieben. Ich håbe aus diesem Grunde eine Sitzung der Kommission in Wien veranslusst, um im Einvernehmen mit den. icstjnientsvollstreckenrn Theodor Herzls, Ingenieur Johann Kremenetzky und Direktor Moritz Reichcntcld, das ganze Problem nochmaldurch^uberaten und alles ' derart voi zubereiten’ dass die Ueberiuhrung bew erkstelfigt werden kann. In der dieser Tage stattgeiundenen Sitzung wurde der Besehluss gefas-t ann die. Exekutive mit dem ErsucKen heranzutreten, im Einvernehmen mit der Kongress-Kom- In jedes Jiidische Haus gchort dt*r iiltestc und beliehresk^- Hiekis Ellustrierte Jiidische Volkskalender 34. JahrganjJ zum , Prtrise von K6 12- incl. Pttrfo und wird der nachsten Nummer der Jud. \'olksstimme scin. i'-tlichen Gebiet-teile der Tseheehowabei, fonden in den letzten Tagen eine Relhc artei -titt, bei donen I det judisehnationale Angelo Gold-tein. urid der Vorsitzende der kei Dr. Emil Margulies zu ak-tuellen Fragen wie-en iiberall einen zahlrciehen IViveii Ixider Pedner siand eine Manifcsta- . der Tseheet.v -lowvikischen Republik und lisen des slaates tu* revidieren. Die Atisind Dr. Margulies wurden allerorts lebhaft ersammlunv in Munbac wurde einstimmio Demolzrati-ieruny der barpathorusslschen Leben in PalaStinu. In der zweiten Halfte August fåhrt Hogh Commissioner. vonPalastina naeh England, um dort seine Ferien der zu verbringen. Alle Gcruchte, das der gegenvartige Hik Commissioner sein Amt diesen Herbst verlassnn werde, haben sich nicht bestatigt. . Wie wir aus sicherer Quelle erfahrenl wird der High Commissioner naeh den Ferien aus Palast ina zuruckkehren und zwei weitere Jahre als High Faullletøn. Korportal-Daniel rriedmenn ' I bei Koziti. v.,n f Dr. Berthold Huller. ■Ein ntaehrLscht- Regiment -teht lurten Kaii.pl ipit den Russen. Seeh Woehen Angrifl; Gegefaiutriil und Maseliin. ngcwehHeuer :jed .n Tag. i>! ttiihr-nii iler liussiK woltmsive bh lahre 191n und der Eeind in erdr. v. senifer Uberniaeht. So hald einer Sehiitzeu den Kopt ii icr die Brijsiung steekt, klaps hat ereineblau Bohn. drin. Datilr schii sst dieoest jrreichisvl-.e Artdlprie w jndervoll u fleissig wie ein | Orcht ster, das c Musizieren freut.... , Um Mitternaeht trit gewuhnlich Bezuhigung ein. Dann n.acht der Oberleiitnant. Kopagni zkommandan die Runde. Genau so \ ie ein Schifs kapitaen naeh einee Sturm sein SchifÉ in Augenschein limmt, ob atlp Izucken /licht, allen Planken fest, a Moschine intakt genau so mustert dj: Oifizicr die BruStung, die Sanddaeb c die spanischen Rleiter tb die „Scht^l - re" kein Loch gerisen Niemals versaumt er beim Korporal Daniel Friedmann tiylt zu machen- und sich nagh seinenVBefinden zu erkundigen; Friedmann iSt der tapfer ste Mann der Kompagtye. Ein kleiner jiidischer Kraemer aus Galizien, seit Beginn des Feldzuges beim Regiment stehend. Wie alle Tapfem die Bescheidenheit selbst F.rst in der Schlast erwacht er eigentlich zura Leben. Seine Persoenlithkeit strahlt dann einen gewissen Gianz aus. Seine miichtige Kompfmahne und der angegraute Vollbart flatitern im Winde. Etwas von elnem bibiischen Koenig isr in ihm. Durch das grocssteMa c’iinen ,evehr feuzrscheitet er mit seiner Schar dahin. Seine Leutet hat er fest in der Hånd. Als ebenstt vorzueglicher Soldat erwleist- Or sich dann, wenn mann ihn auf Patrouille schickt. Kein Auftrag ist ihm schwer genug, er fuehrf ihn immer •mit der grossten Tollkuhnheit aus.. In den Gefechtspausen, wenn sich die Herrn ,Offiziere bei Herm Obernleufnat bei einen Glaeschen Liqueur vérsammeln, bildet haufig Friedmann das Gespraechsthéma. „In ihm vereinigen sich wirklich alieSoldatentugendien,“ sagt der Herr Oberleutnant, „Unerschrockenheit, Katlbluetigekiet, die manchmal andas Stoische grenzt." Der Herr Leutnant, jung und unertahren, kann es sich nicht versagen, eine ironische Zwischenbermerkupf zu machen. Na, ja, Friedmann ist eben eine Ausnahme. Schauen Sie aber die anderen an. Das ist doch Gegenteil von Soldaten! Er nennt damit die verschreckten Kramer aus Glazien, mit denen er oft zu tun hat. ,Da greift der Oberst der heutebeim Kompagnie kammandanten zu Besuch ist selber ins Gesprach. Was veraniasste diesen Offizier der dcch fruher Kavallerist war, aus den Hohen der exklusiven Reiterei hinunterzusteigen in die Niederungen. des gemeinen Fussvolkes? Nichts anderes als das Kechte Soldatenblut, das in seinen Adem rollte und das sich immer zu der Konigin der Irfanterie hingezogen fuhlte. Artillerie, Sappeure, Pioniere? Alles rech( schon und wertvoll. Aber doch nur Begleitmusik in einem Orchsester, in dem die Infanterie die erste Geide spielt.... „Wenn Sie in der juedischen Ge' schcihte besser Bescheid wussten," sagt der Oberst zum Leutnant gewendet, „wurden Sie, anders reden. Dabei reckt sich seine séhlanke Ge¬! 9. August 1934. Commissioner im Amte bleiben. Naeh Meldungen der arabischen Presse wird sich der Verband der arabischen | Arbeiter in Haifai an der Wahlen zilm dortigen Standart aktiv beteiligenjund eine eigenc Liste aufstellen. Djjes ist das erste Mal in Palastina, dass arabische Arbeiter ab selbstandiger Faktor im Offcntiicher Leben auftrefen. Dje Wahlen zum Stadtrat voi Jerusalem werden voraussichtlich Ende Auguststattfinden. Die Bchiirden sind gegenwartig mjt der Zusammenstellung der Wéhlerliste beschaftigt. Naeh ihrei| Fertigstellung und Veroffentlichung wird eine etwa vicrzehntiigige Rekluhationspflicht be stimmt werdien in der Beschwerden iiber Nichfeintragung in die Wahlerliste vorgebracht werden kunnen. Die Pa ast naregieiung hat di^ Pass Abteilungen der englischen Konsulate angewisen, von nun ap auch von denjenigen jiidischen Touristen, die erste r Klasse naeh Paliistina reisen, die Hinterlegung der bischer nur fur Reisendc der iibrigen Klassen vorgeschriebenen Kaution von 60 P f u n d zu fordem. Kleider reinigt fachmannisch Strdinlckf BrGnn Kiosk S. — Pon««ka 1«. Tel. 17.433. Brillen VaSicek Briinn Di« alle form tPieneueUBie Waiafyk-10 perIvist salt empor und sein Auge wird leuchtend. Es ist so, als ober durch die Nebel der Vorzeit blickte... „Nicht immer war das Volk, dem Korporal Friedmann entstammt, ein Volk von Kraemern. Wir seheh meine Herren, nur die letzte, die traurigste Phase, den Ausgang einer erschOttemderi Tragodie. Die Juden waren ursprunglichein tiichtiges kriegerisches VOlkchcn wenn man so sagen kann, die P.eurs .n unter senn Semiten. LeSt nur die Bibél! unter brochen >rasseln die Kriegswagen, ununterbro - chen ist das Schwert gezuékt. Mit einigen Dufzend Voelkem haben die Juden Kriege gefuhrt. Mit den Philisteern, mit den Amalekitem, Chetitern, Edomitem, Chaldaeren, Syrienem, Babayloniem und weis Gott mit welchen VSlkerschaften, von denen nicht mehr als der Name geblieben ist und welch herrliche Helden haben Sie bessen Josua, Gideon, Saul Absalon, David, Simson. Saul verdankt seine Wahl zum KSnig nur seiner Staerke und seinen militaerischen Fachigkeiten. Und erst sie Makebaeerl Jedes Soldatenherz muss sich an den Heldentaten dieser kleinen verwegen en Sehar begeistem... Fortsetzung folgt —