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Jüdische Volksstimme · 1934-08-02 · 22 (2.8.1934) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXXIV (1934)
Issue
22 (2.8.1934)
Date
1934-08-02
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nummer •P In jedes Jiidische Haus ( . I ' | gfhmt der .i|rcst[* mul lu*lu*btestc Hicitis Ellusfrierle Judische Volkskalender "S4. I^hr J2 Stftl? mer tv fand 'eirie Tra il’iiii* rum Prcisi* von K£ . P*yt.> lin I wird drr »ichil r Pi J. Vnlkstti svin. I nikand Dr. AI.OIS Donnersitag den 26. HILF. v. M. c DraussjeiJ: Ggabsteine und Bluinenkriinze zur) Scf miickung der Graber. Montalg den 9. Juli 1934. Vor dei* Ueberfuliriing Bialiks nach Paliistin.i ersrhied nach langgm schwercln Lciqen Herr Dr. Aloisj Hilf im 8 i. Lebcnsjahre. Dr. HiH gehorte seit dem) i8~P dem Ausschussc der Israelitischei) Kultusgeir.cindc M. Ostraus an find war seif der PegrtindungJ dcrselben der /.wcitc Kulltiisgemeincieprasijient. linfer skiner riihrunt haf jdie Kultusgeir.einde Ostraii einen j grossen Atifschwung genorr.min, deri sich auf dem Gebiite des Kulf is, deij sozialen Fursorg.: und Kultur lrbeit | deutlich zcigte. Hr] war auch der pchftpfer des Landtsverbandes der! Israelitischen Kiilfusgemeindv n Miilfrens und hat einen kvesentlicheu-Anteiil an der SchaffungT des Obersten Dat es der Kultusgenf.cindcn in Ider CSR. dessen erster Vizepriisinenf et war. Dr. Hitf leistete auch viol auf charitative mGcbiete. Trotz seines hohen Alfers 'ycrsuh er bis zu seiner F.rkrankung den Dienst in def Kultusgeineinde mit der grosstei Piinktlichkeit. Das am Sonnfig een 29. v. M. staf'liefundunc BegriiLnis legte Zcugnis von der Wertschii sich det V’e.rblichene erlrei KIcMer rcini**i Jachm mnisi! S t r d i n i c li V Brunn Kiosk S. Pondyko 1 Tel. ij.-IV). zung. der te. ab. aucrfeier statt. Gegen 800 luden erschienen, um Bialik die letzte* F.hrc zu lerwcisen... -Wenn eine kleine Annonce] gew'csen wiire, Idas; am judischen Friedhof ein Palastina Zertifikat zu finden s'ei, sq uaren keine 800, sondern 80.000 1 jden erschienen. ] Es. ist nesser in Palastina ] als im Galuth ^u llebcn. und es istj bosser in Paliistinja als im Galuth zu sjtvrben. ,. Wahrlicla. der tote Bialik konnte ejn I.iec| iingijn ... j Bauernaufstand gegen die tUrkischen Juden. Dib j„Naiionalsozialisf-sthe Schlesische Tages/.e.fung" in Bresiau beschåffigt] sien am 21. Juli mit den :Ereignisscn, die in der lefzten Zeit die tii'rkiselhen Juden betroffen haben und behauptet. dass nach „smtliéhfn Informat oncn“ faldender Tafbesland zugrunde liege: „Die. j u fl i sch en Handler hatten den Bauern Dariehen gegeben, tieren Eihztehung sie jetzt bei. Bejinn der Ernte betrieberi. Ohne rr ise haben si]: S:ch [dabei der ubliqhen judischen Halsabschneider-Methoden bedisnt, utid so kam es, dass die mohammedanischen Bauern sich éegen ihre Glalubiger auflehnten. An manchtn Orfen soli es im Zusamminnang mit detmi Bauernaufstand zu1Judenpogrom:n gekommen sein. Der turitische Gehera gouverneur von TschanjJthale hatte zum Schutze der judischcn Bevollierung zwei Torpedobaote kommen lassen. Die feindliche Haltung der Eingebarenen jegsn d e Jud:n hielf an. Es blieb dem Gene ralginjveneur nichts ander«? ubrig, als im Einverstandnis mit serner Regiejung s imflithe im bedrohten Gebiet ansassigen Juden mit Sack und Rack ai f zwei Dampfeirti verfrathtrn zu lassen. Als die Juden das Land geråund hatten, traf aolort wieder eine Beruhigung der Bevolkerung ein. Dke Batierr gingen wieider ihrerArbeif nach. Wenn ein grosser ten europgisthei Presse den wfihren Tatbestand bei der Berichterstattung ubér diese Vorgånge zu verschleiem suchte, so ist d.es nicht verwunderlich. pie verjudeten Redaktionen hatten selbsf das grosste Interesse diiinj ^le Schuld ihrer Rassegennssen zu verheimlichen. in cinem Communiqué der Regierung ausgesprochenen Aufforderungu in ihre Heimatorte zuriickzukehren, Folge zu leisten. Einige judische Familien, die nach der Erklarung des Ministcrprasidenten Ismet Pascha in die Stadt Uzun-Kopro zuriickgekehrt sind, wurden hald 'nach ihrer Ruckkehr wieder zum Verlassen der Stadt klar el getraf KD bis ’eil der iitz'ung Std e Zahll de ■ infolge der Ai|sschrei- Jen dm Da •danellen-Geblet in der l)? ingen ii..P --- — egend von Adrianopel, podostn, Uira^ou, Kesch'au', Uzurt-Koprii, u. v. a. in Konsfaintinopel eneft Fliichtlinge wird auf 5000 geschatzt. Ein! grosser Fluihtlinge ist auf Unter- J_e W/,,1,1. Nuf sehr w ditn isi :h b uizung durch die judischen Wohlnem - ---vt - hrtseln-ichtungen angewiesen.1 gezwungen. Sie hal en sien icg enige thrazischp Juden isher entschlossen, der phischmit einer Be Ministcrprasidenten I per dt L iVi felmåc zuriickl bertihmi Generati x arzfe de? nen Sch vorger Qi ren GiOi KnOpf :1 — liej et. lSsslic i iter ien, her, Offizk :hm t^ Pro1 n hi« Indtern c kten nde >achéi dn & schwerdcTan den gewandt. i und inj Oster^eicn? L! des Kinderspijals der Primarius Dr. Knoptritf von seinem Pt sten iell wurde erklart, der fessor, der eii|e gtnze ervorragender jKinder- und Auslandes zu seihatte, zlehe sich wegen Alters zuruck. Die '/ah- ROcktritts Prof. Dr. rs eines Nichtjii den ch, wie aus sehr /erdlle erklSrt wird, in der cies ausgesptiochen a n t i j u d i s c h e i Tendenz, die mit Jern Beginne de neuen Rbgimes in das stadtische Ge sundheit?amt eingezogen ist. Mai begann seine judischen Mitar beiter zu verdrangen, um ai deren Stelle Arier zu emennen. Al man ihm,einen seiner besten Sekun dararztt,"den er vor seinem lirlaul zu?einer eigenen Vertretung be stimmt natte, zuruc isetzte und al: seinen llrlaubsvertrt ter einen ari schen Ar« aus Tirol herzitierte, de noch gar nicht im Ki iderhospital ge arbeitet natte, erklSife Prof. Kn6p felir.acher unverm|ittelf seinen Riicktfitt. Die Bedratrg n Ts -der j ud i - schen Aerzte in der neuen Stadtvcrwaltungl, wie d zlner in Geste rcici'n er jiidischen Medittointnt nach Ajusw irkung. und nach iiherhaupt. zur volten I. s t r i c I I c.(i ri c - o n W i e n ist 18 ihnen 15 lude n, Die Industrielle Itei tie1/' Inde zj i r k s. k o in in i s s Angesterten, unte uekiindigt worder Bezirkskoiv.missioi ist eine staatliche Institution zur Ret elung der Arbeitsier die Anzahl der fen ohnohin sehr .gegen die iiidider Begriindung dass der urztlichc sei, so wird ton i der sfaaflichcn kaum jemand losenfiirsorge, bei jiidischen Angeste gering war. \Venr s.hen Aerzte mit vorgegangen wird, Bernt ..iiberiujJet" ejner Ueberiudiin ^ngestelltensciiaft fpreihen konnen. I II. Die in der Wiener Tahorstrnsse. in lien, von. luden-stark hewohnten Bevirk I.eopoldstudt gelegenen 1 lotels!„C o n t i n e n t a 1 j und „C entral" [sind ikirch B oth b c n a n se h I ii g e stark hesChadigt worden. VIA PRAG.... Das judische Hillskomitee liir Ausw anilerer aus Deutsihland in i1 r ag ferti 5te 4 0 d e u t s-e ti i ii d i se h r A ti if w a n d e r e r, die hisher in Prag weilten. nach Brasilien ah, wo ihnen eine Exisfenz gesjvhert wurde Das Kon.itee hat in dieseni labre bereits 69 Personen nach Uehersce, haiij tsiichlich nach Brasilien geschiekt. . \;ich Palastina wtirden in den let/ten 11 Monaten 297 deutsehe E ir, i g ra n t e n aus der Tschechbslowakgi abgefertigt DI Ej BI Al.lK-STADT WIRD NACH DEM PLANE SCHALUNGERS I GEBAUT. In der Bueht von Haita wird jetzt aul dem Boden des liidischen Nationalionds eine neue Stadt erbaut, die in erster Linie von deutschcn F,» migjanten bewohnt werden soli. Am stiidtebaulichen Wettbewerb beteiligtu sich eine Reihc.- paliist'r.ensischijr Architekten. Die Jury iihertrud die Ausffihrung dem jungen Architekten G i d e o n S c h a 11 i n g e r, der; aus Briinn stammend, im Techel|et-Law'an fuhrend tiitig gewesen war, bereits einige lahre in Palasf.- na weilt und dessen Projekt auch angenommen wurde. Die neue Stadt w ird Kirjath Bialik ‘ (Stadt Bialik). zum Andenken an den kiyzlich vprstorbenen .bcriihmten hebraischen Dichter Cht. N. Bialik heissefi. Mif dem Pau der érsfen hunde r t H ii us e r w u r d e s o fo r t bego n n e n. 2. August 1934. NOTIZ Acuijchorrn futilt n^Un siyji nach finer Irichtcn l:.inrt*ihun«i inif AI.PA - I'ran/- hrunntu vin. M'.iswarivn «r*it ,\I.P \ machcn dvn K.irpt r uidvrsf tmJsf ,tlii*i. irfri-ivl’rn l>vi Ilrmiidun**. rrini*jt*n4 di* Ma'ifohvrflactw und n**ien dt*n Hlut- . krrislauf - in. Vil ' ■ , ' 1 An dil- Retfaktion . , Per liidischen Volksstiminc" Briinn. I SEHR GEF.HRTF. FRAU GOI.D. j i 1 lch 4+h4hinfch wirkttch selirl cc-; freut, dass Ihre w. Zeitung naehjÆrzcr Unterbrechung wieder erscheinf lch weiss, dass heute das Krscheineii einer rtidischen Tages- oder Wochenzeitung mit matcriellen Opfcrnverbundet) ist iltid stelle mir vor, dass . Sie deshalb tiel kiimpfen nuisstcn. Die ,. ludischc Volksstimme" haj seit dem Auftrcten Theodor lleczl* uncndlich t iel ftir den Zionismus ge] arbeitet und ich kann mir die I-'ntj wicklunj! der .zionistischen Organif1 satioiien besonders in Mahrcn ohne die „ liidische \ olksstimme" nnr sehr sihwer vorstellen. Aber nicht allein aul dem zionist. Gebiet somlern die ,. liidische \ olksstimme" t at iVheraJl dort auf, wo es galt. jiidische F.hré und Wurde zu vertreten. Der Umstanil, dass Ihre w. Zeitung in vielen Landern gelesen wird, ist ein Beweis datur. dass die „liidische Volksstiirir.c" recht eifrige Anhanger hat Uri - somehr hegreife ich nicht, daSs c s Zionisten gibt, die ein Interesse h:- ben, der „liidische VolksstimmeV SchWierigkeite-i fn welchtv Form auch immer zu bereiten - war docii gerade die „liidische \ olksstimme" eine Tribune fiir fast alle zionisqschen Pnrteien. Sie -trar es und hoffc-ntlieh wird sie es bleibcn. E:inehrlichc: Iieivn wirti -sicfti frenen, wieder die „liidische Volksstiir.ine" zu Ivsen. die cwigen Nor r. ler, gewdhnlich sind es Nichtles.r, wgrden wieiter, auch wenn sie keinen Grund finden, schon aus Gewoh 1heit, kritisieren. Nochm'ds gratuliere ieii Ihnen herzlich und verbleHre mit Einpfehlungen und "Zionsgrussen Josef i: r ii n k e-l. Soebeti evschienen: Die Juden und Jucfcnyemeinden hob mens in tyerganyenbeit , und Gegen wort. Dai flriisste Sammelwerk der judischen Geschichte , Bohmens. 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