Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXIV (1934)
- Issue
- 20 (19.7.1934)
- Date
- 1934-07-19
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Numnje|r e> I ■ 19 Juli 1934 ifwv Vicch poruch a zastaveni m?si£ku zbavl Vås muj neikodnv. zarutené pu- »ohicf prostfedek. Puso* bi i tan. kde jii våechny iiné pfipravk\ selhiiv. Nenupadné dobirkou 7/1- £le zu K£ t50. . ncisilnfiSi za Kf 2 0 MUG. R. Vyhnånkovå ia II , Jungmannova S TF.llFt >N CISLO W-65 P'i neosvéditpi s* obnos vrålim. Porady zd'Jrmy, 2 K£ znåmku na odpovéif. JCIdischer Weltspiegdl i * Judischpr Sanskrit-Forscher ausg:z;ichnei. Mantua. Die KSnigliche Akademie der Wissenschaften hat den jGdischen Sanskrit-Forscher Dr. ijmberto Norsa in Anerkennung seiner Lqistungen durch Uebersetzung[ vertvoller Sanskritschriften und von Werken der klassischcn ungarisChcn Literatur ins Italienische durch Verleihung eines hohen Geldpreisbs a jsgezeichnet. Dr. Umberto Norsa, dfr Vorsitzender der Jftdischeit Gemcinde Mantua ist, hat bestimrr.t, dass diese Geldsumme an die ^nndn der Stadt Mantua verteilt |wercje. Gtnftr ■ Jiidische Konferenz vom 20. bis 23, August. Paris. Vom Comité'des Délégations Juivfs wir3 der ITA | m itdeteilt, dass die nach Genf einberufene Judische Konferenz zur Vort ereirung des Judischen Weltkongresscjs nichf, wie fruher angekuncigl, vom 6. bis 9. August, sondern vom 20. bis 23. August in Genf statt inden wird. Die Verschiebung des Daitunis der Konferenz geschah auf Wunsch der amerikanischen Delegierten, die sich nur zum zweitgenann en Termin vollzå'hlig einfinden kSnnen. Italieniiche Flieger-laden Palastina ein. Rom. Demnåchst wird in Bari die int :rnationale Messe „Fiera del Levant) " crSffnet, an der die palåstinische Wirtschaft stark beteiligt ist, Produkts der Industrie und Landwirtschaft Palå:tinas werden einen besotderen Rauin auf der Messe einnehmt n. 3er A :roplan „Breda 39", der von judisch-italicnischen Flifcger Guido Stellii igwerf und dem Flieger Tapetta gelsnkt wird, flog nach Jeiusaltm und Tel Aviv, um den Biiri ermoistern lieser Stadte ,jje Einladung zim Besuch der Stadt Bari zu ube -bringe i. Das an den BOrgerm :iste von Tel Aviv Dizcngoff gerchtete Schreiben ist in einem bes inders hercjlichen Tone gehalten. Judiscli: Mittelschiiier meldcn sich als „Bluisp-erder". Ludapest. Der Schuler iandi Buesi ai der IV. Klasse des Ueal];ymnasiums der Pester Isr. Reli tions gemeinde war an einer Herzbeu elentzundu'iig erkrankt. Als seine 47 Klassenkameraden erfuhren. dass man sei i Leber nur durch Bluttransfusion -etten cSnne, meldeten sich alle wie ein Msnn beim Spitalsleiter im Advie Brddy-Spital und boten ihr Blut an. Cieser Heroismus biisst ni :hts durch lie Tatsache. ein, dass dem Spital ståndig kraftige Manner zur Verftigung stehen, deren Blut auih fiir die e »en erforderliche Bluttransfusian berutzt wurde. Ernst*ins 1 Tochtci gesforben. Paris. In Par s vers :arb die Tochter Albert ]-insf;ins, F au pr. Ilse Kayser, dit Fri u des hervorragenden deutsch :n ] .iterati rhistorikers Dr. Rudolf Kay! er, im 36. Lebensjahre. Sie lebe c i ae Zei: lang unter der Hitlerhi :rrsciåft in Berlin und weilte grade i i Eii isteins Wohnung, als eine Gruppe SA- Leute I rutal in die Wohnung eiadra lg, sie < luspliinderte, auch die beiuhmic Gei *e Einsteins mifnahm u id im ubrig :n grosse Verwiistungen in c er Wobnung anrichtete. Die bifutal4 Behs selbst durcf die E wurde, hat Frau 0 beeinflusst. auf diéses ging di s Eliepaar Auslamle und leble als Emigranten in Paris. Die Bestå ttung der Tochter K SrOnn Einsteins fand am )uli, au|f de|n Pére sfatt. ndlung, die ihr ndringlinge zuteil r. Ilse Kayser in starke iF.rregung versetzt und ihren Gesundheit; zustand derart ungQnstig dass ihr friiher Tod wohl Frlebni s zuruckzufiihrrn ist. Nafch dem ernahnten Ueberfall Kayser nach dem Klo pi halt Seli r d Ich. zu. Eir entg^g« n mir dann Ein so stcher vier gow bilder. Winkel; chen. f Li espf .wi Stube [u bewfegljcl sitztj dse Holzsche mit Isonn glatter mich an. In ae ge 4te^t sen Kopfje kenjHsls mir heru sen I li< gt ihm! in: > Befehl.. -I Da len,I bis ge Ich miri mit reidht {mfi Von ein |fe: chehd,w einen stei e seitwarts auf das Haus Hund lauft mir freundlich låsst mich vorbei und folgtl bis zur Tur. ernhaus. Niedrig und doch liegen die Balken auf den eissten Wanden. Heiligen- Inter dem einen Balken im l|euchtet ein kleines Lampschwacher Schein zerjnd dent I! eir.e alte thoh.. len Denne Ich v'ende mich einem Winlcel am Fenster einen alten fuden, ubpr eineif Schnerderarbeit hockemf; ■Wie wird mir dia so heimlich zu Mut! Vie die Freudd. im Bau - Sejpin 'I - AleicI fvohl h erl irnliaus zu inden. |caufen um alei :hem! em scholaum! Ihr seid er gekommen, Gerste zu vi rsucht e r. Ni in ich ging - Ur d vohin? nyr voruber. Cich in die Dunkelheit der huscht in die leichten, en Schatten., Am Karpin Bauerin und ztindet zwei te an. Ganz kleine Buben, jnverbrannten Gesichterp u. i lachshellem Haar umringen gueken mich verwundert r anderen Ecke an der Wienoch einer mit einem grosder sich auf dem schlanwiegt, und sieht lachelnd zu aer. Zu seinsn nackten Fiisein zottiger Hund, glotzf sichtes Jag Scheme lez .^usgegossen" Gesicht und lauert auf einen- und låcpclte; hat doch jede Gemeinde ih ren pigenen Stempel, der auf — N« ch So?! sphwache Stimme: Boruch den ilegenspruch iiber Mittwoch, den 11. Lachaise in Paris fachmån ii»ch rcini^t ki ± k S. Tel. 17 nlckf 18. IV5. um und sehe in heimatj ch umweht mich noch einen Volksbruder Schemei lez. Nach Schemenez. Ich bin pSmlicli ein Scherr enezer. Das — :-L :-u __hatte ich iogleich gemerkt: Ich hat1 e < s ihm angesehen, zwischen den Falten seines verwitterten Geich hier ein wenig verwei- Regen vortibergeht? fradie Bauerin gestattet es freiindlicher Miene und r einen Stuhl. aussen her dringt zu uns Donnem, so rauh und kraie wenn schwene Wagen uber nigen Weg rollen. Stube ist es ruhig geworh8re ich durch die Stille cler und dn ves eigenen den Eiflwchnem lingt... Das ange Gesicht, die mageren Wanger, ilie Falte i um die Augen, die rurchen um ilen eingefallenen Mund lind ganz ochemenez. Und ganz Sthemenez siod die schwarzen Tabaksjiuien unter der langen, spitzen Nase. - Vis :ut Ihr de nn hier, Reb Jid? fragte iph ihn, nur um zu fragen. F ortsetzung folgt I „Cl d O m«9a owflltr vdrlUs^lich Icos^her!" Von der Firpih Georg iSchicht G., Aussig, wurdpn wir ersucht, fol gende Erklarung zu verSffentlichei Die F’irma erzeugt wie bisher dpi reine kpscherc Geres-Pflalnzenfett die kosichere Pflanzenma|rgarine (>• MF.GA, versehenimit demi Attest di Herrn Rabbiner Simche Frankel, F.rzeugung wird | von det* Pressur i der Oelfruchte bis zur Herstellui; der Fettigware |n der gesondertei Koscber-Abteilung von Herrn Ral> biner David Hdlpem aus KoSiqs Schwiegersohn des Raddmysler berrabbiners und eines iweiten j|i dischen Gelehrten beaufgichtigf. Demnach ist dprch das Margarin Gesctz in der Lipferung \|on verlas s lich!i»scheren Pflanzehfétt und ka scherer Margarine k?ine Acnderuug eingefreten. | Ormland ■i 1 ■ Jiidisch? Mischehen. Prag. Wie Dr. F. Faifr im, „Statisticky Obzor" mitteilt, sind religiose Mlschihen in der Tschechoslpvakei in rapidem Aufstieg. Bei dfn Kathojiken waren 1921 coch 85.05 Vom Hunpert beiderseits katholische Ehen, j 1930 nurmehr 72.78; béim tschechoslovakischen Glaubensjbekenntnjs fåilt der analoge Prozenftsatz von 90.21 auf 78.36; bei den Konfessionslosen von 75.66 auf 46.66bei den luden von 93.58 auf|90.38; bej den „Biihmischin Briiderri" von 80J60 auf 68.71. Was die iOdischen Mischehen betriff. so betragen diese iii den westlichen Provinzen mehr åls 10d_-r rein judischen Ehen;-dieb wird aber. dadurch ausgeglichen, dass es hei den karpathorussischen : Juden fast keine Mischehen giht. Makkabi-Fcaf rn Brat islava. Bratislava. Vom 5. bis 8. Juli fand in Bratislava das Gautumfesf der slovakischen Makkahi - Vereine unter starkster Beteiligung aus alien Teilen des Landes staff Den Hiihepunktbildete der Festzug, der sich am 8. Juli, ion der BevOlkerung umjubelt, durch die Sfrassen der Sfadf bewegfe. Er wurde mit einer Reitergruppe ertiffnet, es folgte ein Fahnenwald mit der csl. Staatsfahne an der Spitze, die JCreis- und Gauleitungen und 2000 aktive Turner und Turnerinnen. Bei dem grossen Schauturnen hielt der Nlilifårlandeskommandant < General Snejdårek eine Ansprache ir. der er ii. a. ausfuhrte: „Babylon und das alte Rom sind im Schuft gelegt und das judische Volk bestebt trotz der Zerst6rung des judischen Staates. Tlieses einzigartige Geschehnis hat es seiner Religion zu verdanken. Die Cechoslov. Republik gewahrt allen ihren Burgern ohne Ilnterschied der Nation und des Glaubens gleiche Rechte. An der Spifze dieses Staates sfeht Pråsident Masarvk, der kiibne Kampfer fur die Freiheit seines Volkes und seines Landes. Ich begrusse den Makkabi. der einen neuen lebenstiichtigen, schaffenden iudischen Burger erzieht." Bei einer am Abend stattgefundenen Festiichkeit hielt Abg. Dr. Angelo Goldsfein eine grundsåtzliche Rede iiber die positive Stellung der* lud én zur *5sl. Republik. r Emigrant B:schsnk< Kimslgews'-be- Museum. Prag, 13. Jul) (?.. T. A.l. Der ehemalige - leitende Arzt des Stådtischen Insfitutes fur Geisteskranke in Berlin Dr. B. Giitz, der sich soeben mit seiner Gattin nach Palastina begab, hat dem Kunstjgewerbe-Museum in Prag seine *gahze aus Berlin herObergebrachte Sammlung kunstgewerblicher Arbeiten,' an 1100 Inventarnummem, ■ zum Geschenk veréiacht. Arbeifertumer beim Biirgern.eistir Dr. Baxa. Prag, 13. Juli (2.. T. A.). Eine Delegation der palastinensischen Arbeitertumer, die an der Olympiade teilgenommen habe'n, wurde gestern vom Biirgermeister Dr. Baxa V T.t',7'r zut F.inreibut'g Kbr\'Crs empfangen. Die Delegation, bestehend aus Baruch Bag, Jizchak Ulicki und Arje Voloczinskij ubergab dem Burgermeister namens des Burgermeisters der Stadt Tel M-iv, Meir. Dizengoff, ein Album und einen Plan von Tel Aviv. Baxa liess der Delegation eine Publikation uber Prag Ober-1 geben und bat sie, dem Burgérmeister von [Tel Aviv eine Einladung nach Prag zu iibermitteln. Die Delegation' wurde hon den Ortsausschussmit-1 gliederij lakoh Reis und Dr.'Arthur I Heller jiefuhrt.! Egérer Wallenstéinfesfspiel;. Seitj mehreren Wochen strSmea masA-nw-eise aus aller Welt, insbesondSrs| aus den Kurorten,"Gåste nach Eger,, die Festspiele, die unter Leitung DrJ Theo Modes den Gipfelpunkt neuzeitlicher dramatischer Kunst érreichten, auf sich wirken zu lassen. Schillers- Diktion und Dialektik galt In friiheren Jahren auch bei Juden als hOch-i ste Vornehmheit des Geistes. Mi^ Recht! Weil der Genius dieses Dich-i terfiirsten, nichf Hass, noch Vorur4 teil kannte. ..Wallensteins Lager't auf der F.gerer FreiUchtbiihne dar( als dit) letzte Ausschiipfung und InL terpre ion Schiller'schen Geistes bezeichntf werden. frgendwo las ich in emler historischcn Arbeif, dass der grlosse Feldherr Wallenstein ,die Rechtd der Juden mit gro<ser Ener} gie ve|trat und verteidigte. A. \\1 , Schlws- Koiiig, ilu Irrii: kum t*s nichjf. Wi nijJ ■Hfi N.* fc* J Konig. : Tirdi* mit dir, \Xoriinf \ i sian ar.* .-.-.»rtett: f>u vtrdicnst aus /u/i (iriiu d«*n d«r i Tvxi. Krst/ns bin U*h siicht Koni^J z^riten . Ai*nn ich Kdni}< hin. ilu niclit friiher zu mirV », Vits dcine Vrrw thrunvj betrilft. (las*, du kein K >nii» hist, ich jauohl. ,'du b>st wåtiresi du kein Koni\». m> hattes t lem niemals hesie^t {jesaia I«. 54 Was d, is betrifft. svaruni ich nichf hisher ie Partci drs (icualrr.itiRcn erlauhtr * ■ eine .'u:liJiin\»c sich an tuø mit iulltes Fass anle*jt. uirsf du nicf r ias Fa'S zcrschlajfccn um die Schla«>»c ni cnriern n Ihr båttet die Schutimauern reissen sollen. ura die CieNkalttåri^cn n.ojjlnl ru machen. Darauf schwtej* Rahfii fochant n. Pa\ Jdsef oder Uabhi Akiba macl te dan uf die Bemerjtung: „Ciott m'achr d< /.e.ichci der LujJtmredner zu nichte. d i Wahrhtit zu loreiv (Jesaia 47. |> ,håf i .tnfworl en Si*llen: Aerst erjircifen »ir di IWisszai^c. um die dass auch das Fasw SchLm^e zu tdfen hleiht. Ks r icUIefc sich tin Lilhotc aus Won. dft \ espas an anspricht Auf. der* Cncsar jjesutrhen und die (.frossen |j»ms hahcn'lifijii zu ihrrm Hrrrn ensihlt Jefzt jjetn* ieh. Uahhi loclnman hipiier, du -aber veri C ehe n.ir Jahn Dies Bitte uuide liiimit ikis Judentum wåfe es nach der Z^i zu^run fe jie>»anijen. jjnadt^ten jahne I.ehen hervor. <fii : sai5tr. Vcspasian h schickc einen ånde mgc etuas von mir. und seine Weisen. hra jjcuåhrt und rette te Ohne j}cist»}*es Lotvn rsfdrunjJ seines Staatrs ^us der Schule ifes te spater måvhti^es \Jeis irhielt das liuieiitu n i man seme<i heschåmt.; als hatte t ad. M. 1. Gott der ijmza ergriffen annte seine -Halli H f\ Ntiehsten in lifjjniv ist dies eine sol * sein BIut verjjos W. 25. BervnlKn, 5 rr hat die Panei er verddete seiu Hi zu^liche Weinc aus reldsher^ Bis^nz fénitz riimt, Tel. 15486. Ceska