Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXIV (1934)
- Issue
- 17 (22.5.1934)
- Date
- 1934-05-22
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Redaktion und Verlag Bmo Pnlacfcy,tresse 6 Inuøtprtiit haStoJSlirtg K* •aadlihrtg Ki 7f-. Inaeratanprciai KC!•- pro mm det Ttxtspalte. Postocbockkontl i Prag 68 972, Wien 75.580, Berlin 122.613, Warftchaa 190*211, Zagreb 40.169 unner Iksstimme I. (XXXIV.) JAHRGANG BRUNN. 22. HAI 1934 NR. 1 (17) In grosser Auswahl zu billigen Frelsen MODEL QASSNER, EGE Werkståtten fur gcsamte Innendekoration Spe/ialitiit: Feine Sit/.mdbel GroBtcs Lager des Eger|andcs 20 voIUtåndig eingerichtetc Mfisterzimmer Die Wahrheil auf dem Marsche Vor einigen Tagen ist Dr. Aba A c h i m e i r Raparatureo a. Ersatztell«. Dosch Auto- & ElektrowerkstStten ' J. &K. MEUSEL Eger, Kreuzherreng. Fernruf Hachmannische fnstandsetzmig von I Lichtinaschiife Snricrn u. Zumfapparaten allcr eump. und ameri | Fabrikate.! j Autoreparaturen - Akkuladcstation. Hiholaus Frisch’s flachf.. Eg Ihn. Johann Kralssl Fernruf 319 Franzensbadersti' 1 Hsizungs-Anlagen. Altestes SpezIalgeschXft fOr mex e ne' Badeelnrlcblungen. 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Von dem schrecklictyen Vefdachte, seine Hamle bei einem ruchlosen Verbre—• ch:n bcfleckt zu haben, gereinigf, verlasst A)ehimeir erhobenen Hauptes und voltkOmmen rehabilitiert das Gefångnis. leder Jude ujird diese Nachricht mit heller Freude vernehmen. Nur die In tiatoren der masslosen Hetze, welche gegen die Person Åchifncirs und gegen seine Partei set Jahr und Tag betriejben wurde, versuchjen, ihre verachtliche Handlun isweise daduroh zu maskieren, dass sie Glcrihgiiltigkeit markierCn, wahrend sic in Wirklichkeit als schåndliche! Verlei imder dastehen. Sie sind?n den iA ugen e ines jeden a nsfandige li Menschen fiir ewiije Zeiten gerichtet. Das ju|dische Volk wird sich bei dieser Geiegenhejt erinnern, wie urter dem Druck brutaler Parteipolitik der letzte Zionistenkongress in Prag seine Hauptarbeit df rin sah, aus gefalschtem Material, |das man bei Achimeir angehlich gefunden hatte, sich als G irichtstribunal zu betrachten. Die jBdischeni Massen werden niemals vergessen, dass es Sich. hi;r nicht darum gehandelt hat, eine llnterswfhungskommission zur Aufklarung der Wahrheit , ei lzusctzen, sondern um eine Parteiangelegenhcit der Linken, welche durch Anwendung unjudischer Methoden die Wurde des Kong^esses missbrauchten, um dem oerhassten politischen Get}3" ntr einen vernichteniien Hieb zu versetzen. Wer nicht blind sein wollte, hat diese Taktik durchschaut, langst vor jenem Tagej der Abhimeir in so glanzender Weise rehabilitierte.Daran ardert nichts die Tatsache, dass man diesenl M Urtyrer neuerlich verhafteL hat, weil er: det* g< istige FOhrer einer il Le 0 al en Organisation „Brit habirjonim" ist. Weite Kreise des Jischuw haben gegen diese Massnahme demonstrierti. Auf legale Weise kann keine Partei in Palistinp ain Aufbauwerke arbeiten. Achimeir selbst list in den Hiingerstreik getreten und man muss n ir hoffen, dass setnem Protest gegen die neuerliche Verhaftimg, die natUrlich mit der N[ordbeschuldigung nicht das Gefingste zju tun hat, i Flige gegeben werde. Auch I hUlmann ist nach seinem Freispruch im Brandstifterprozessj nicht freigelassen worden. Die englischen Gerichte schernen sich ausgerechnef in Berlin Belehrimgen geholt zu haben, wie man mit einem politischen Angeklagten umzugehen hat. ' , Ist der angebliohe Anstifter des Mordes von der Schfuld vflliig freigesprochen wordein, so stteht erwarten, dass die beiden flbrigen Angeklagten, Stawsky und Rosenblatt, in KOrze den Freispruch. zu erwarten haben. Das Verhor m)t dem Araber, welcher eines anderen Mordes Oberfilhrt ist u-nd Stawsky und Rosenblatt beschiuld igte, sie h'Utfen ihn durch Bestechung-veranlassen wpllen, die Ermordung Arlosoroffs -adf sich, hu nehmen, brachfe nichts Entscheidendes, Iganz attgesehen davon, dass ein „Mfirder" als Zeuge wertlos ist. llnfec antferem behaupfefe er, er hatte mit den Angeklagteh hehraisch unterhéndelt. wahrend es feststeht,1 d^s diese der hejhraiscjhen Sprache nicht mUchtig sind. - * |Nun wird das grosse Heer der von dem ius gezeichncten Verteidtgerj Horacc S a m u e!l gefdhrten Entlastungszeugen vor dem Gerichte .erscheinen und da ergibt ^chon die Einverndhme d;s Polizisten Ben David ein hochwichtige^ Ergebnis. Er hatte Dienst, ils man Frau Arlosjiroff ein Album mjt Photos vorlegte, aus denen sie das des MSrders herausfinden soilte. Sie sthob d is Album energisch weg und tragte: „Warum zeigt ihr mir nur Bilder von Juden? Zeigti mir dich solche von Arabern!" | ' Weite Kreise der Weltjudenheit haben sich schon langst zu der Ueber^eugung durchgeruftgen, dass die Angeklagten in der Gefahr schwehen, das Qpfer eines furchtparen Justizirrtumis zu werden. Manner von grOsster Bedeutung fiir PalUstina haben daher kutzlich einen Aufnif ua— t<irschrieben, in welchem sie Hilfe flir die angeklagten „Briider" verlanj|ten. Wie weit di« Verhetzung schon gediehen ist, beweisft Idie Tat&che, dass eine.Zeitung voq Range der „Judischen E ujidschau" in Berlin es wagt, diesieiji Mensenen in den Rucken zu fallen. Auch an diese Schande werden die jfldischen Massen nicht vergessefn. j ' , Freuen wir uns, dass es gelungeh list, vorlBufi g e i n Opfer von dem schmahlichen V erdachte zu befreien. „Die Wahrheit ist auf,dem Marsche ujid nichts wird sie aufhalten!" Prof. Ernst Vogef. GUT AUSSEHEN ist die erste Devise"vornehmerGepflegtheit! 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