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Jüdische Volksstimme · 1934-05-10 · 15 (10.5.1934) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXXIV (1934)
Issue
15 (10.5.1934)
Date
1934-05-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Verlag Brno P&fackystrasse 6 Idijpifcui bafrÉbifo Kf |..ijlbH. Ki 7»- launicaprcli K8 2'- ptro fen dør Tø*t~ pøl't føltdlaBMti: Prø( 68.0T}, Wløn 78.WU Børlis 122J13, Wørøøhat 10CU11, Zøcrøb 40.188. NR. 15 BRUNN, 10 MAI 1934 XXX V. JAHRCANC An jene Abonnenten, die den Abonnementbetrag fur ein Jahr in Vorhinein entrichtet haben wird mitgeteilt, dafi sidi Ihr Abonnement um 1 Monat. in Folge des Nichterscheinens unserer Zeitung verlån- «er<- , Eråffnungsanxeige Gestalte mir dem P. T. Publikum hdfl. bekaont ru febco, daR ich eio Dclikafessengeschdff Pafkstrasse 2 CfSffoøt bab< TågHch frische Ware Aufmerksamste Bedieøung Um futigen'Zusprucb bittet M. Kocmanek AJ M| fefel in sroBcr Auswahl Mvw Dftk u Mlllgcn Preiøøn F. C ASSNER, EGER Wrrfc*tjjtt«n flir Rcøømtø Inncndekoration j bprzlalitit: Heine SitzmObel Crbftteb Lager dø* Egcrlande« 20 vojbtdfldlg eingerichtete ' Muateriimmer Jt O A P &. Reparaluren M» ** m Æt- B Erøatflelle. . 1 Auto* & Elektrowerkotiitten . J.IK. 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Gin reioe« Narurorodokt aoø Trtnkøt HochalmkrStitcrn, Wurzeln uod Braska Beeren berfestellt dert Sodbreøøen, lKraftkféuterbitter f&rdert Verdauung EricogHBg Brnm, Zeile 7 CMå KHCBNKI« Café Esgtanade Das vomehme elegante FaTnilienlokal 1 Brtinn Sdiwødøftg. Telefon 10.417, 10.418 Der ArlosoroH-Prozess Eir naten >1 tert hat V.)j iler Prr schen bj ilen. ihr Juni v. Achimei sich Ja: tnerRen Trngbdie, welcl judische Wclt gelit ilireni Ende i einiger Tagen et) gegen jene gonnen, welche n jiidischen Bro ermordet zu ha Stawsky uml jiidische Volk I ttiissen. De sind die losoroff, i II Uhr ma (voi strande lampe i anderc \ e seil ziihn Mooitiefst brschiiintgegen. ar in Jerusalem iidischen Menlieschuldigt werer Arlosoroff im Ihre Namen, Rosenblad, wird ii; ewige Zeiten i Leser der jiidin Details des Mor< von einer Europa: kehrt, ging Freitag, den 11 >. tachis mit seiner zwei anderen F Arlosorr fi scheiden lass« ipazieren. Zwei N„ chen einer dem Opfer mi qs Oesichl leuchtijti on der Seite her Tater. S e entfliehen und ten den zu Tode getro f. ISult dit Frau Arlosoroff: noten ertfernten Pension um von lort die Polizei ti standigei. Inzwischen w Spital gt braclrt und stirht, ration vt rgénpmmen werc Der visionisty Politik gefiihrt Verdacht riehtete n, den schårfsten r Linken, welchp vuMen. Es st hier nicht der chen, ob dieser Verdacht Es ist at er eine Tatsache i Traurigkeil, daB eine gr Menscheit und Zeitungen; Verdach als begrundet; augenbli rklich, quasi noc|h jArlosoroffs stehend, den I in eine itrikte Beschuldi^i ten. Es ten ndtig, endet w Verhand die Lin ken gen Ft;u eingeric lizei Mordes Dio dieker tigkeit p entfaltetp nichtjUd jah rige serie „le protestit i Die Arlosort 1 sky und ncnlichl^: aber in sprochei daherjn aussage autrecht nach Zt von “Arto: geweser schen fernung chen Zeitungen es bekannt. Arreise zuriickge- . Juni 1933, um driften Frau Siauen hatte sich n) am Meeres- Anner, von weleiner Taschene, wahrend der tchieBt, sind die wahrend Passanfenen beistfhen, zu der 20 Miler Kathe Dann, efefonisch zu ver- Arlosoroff ins bevor eine Opeen kann. i d var ein Zeitraum bevor die Vort irde. Bei der jet ung wurde nacl: ein eigenes (tet hatten, welcjt einsant an der arTteitete. Verhandlung w hndungsdienst e Ungunsten dr und herechtjgi sche Miirder ign $en Zion Katz ha h kann nicht sclt rt. cinzige. 7eugin ff. Sie will die Ajti RoSenjtlatt trotz s genau erkannt bren Aussagen und kein Geric i der Lage sein, au die Beschuldigun zu erhalten. ugenaufesagen nt soroff und seine sein. FuBspurei rden erst in zie: vom Tatorie fes Wu: sich auf die Re- Gegnern der von Arlosoroff Ort, zu untersuberechtigt war. von unsaglicher >Be Anzahl von nicht nur diesen nsahen, sondern an der Leiche tloBen Verdacht ung umwandelvon acht Monantersuchung be- :t stattfindenden gewiesen, daB Fjahndungsinstitut es mit der Po- Aufklarung des rd lelirett, ilalf ne einseitige T.*ir Revisionisten Hinweise auf irierte. Der 82in einer Artikel- Veigen’ dagegen, Jer Tat ist F:rau igeklagten Staw. des fablen Ster- Itaben, hat siclt xj'iederholt widert'iler Welt wird s dieser Zeugen g des Mordes Tatort sollen r die FuBspuren Frau vorhanden anderer MengroBer Ent gestellt. Die tot- I m r tlich bringeiiile Kktgel hatte also aus diesCr F.ntlernung abgji tnieri werden miissen, wahrend l'rait Arlosorolf die Tatvr so genau gesehen hahen will. daB sie in der Lage war. titte gynaue Beschreibung der Klei-, ilung Rosenftlatts zugeben. Wir ziéhen daraus keint Schliisse, bevor das Gerich' sie aich! selbsi g.z.igeri haben wird.' Es isl unSeren Lesern noch erinnerliclt, daB din Araber, der schon einett Mord auf dem Gewissen hat, das Geståndnis ablegfe1, Arlosoroff erschossen zuhaben, was'er aber spater widerrief. Die Linken behauptelen, er sei vbn Stawsky u. Rosenblatt Im Gefangnis bestochen wordén, ein falsches Gestandnis abzulegen. Das Gericht wird und muB. auch dariiber Aufklirung verschaffen. Der Prager Zionisten-KongreU stand ganz urtter dem Eindrucke der unseligen Tat und Berichte Qber Acltrmei'rs Tagebueh — sie erwicsen sich spaterals Zitate uml keineswegs als tlie eigenen Ge ifonkenkAcbimAirs — talen das ubrige, uin e;ne Atmosphare finsteren Hasses zu schaffen, welche denkende Zionisten.mil Verzweiflung erfullte, Nichtzionisten auf heftigste abstieB. Die Linke erzwang die EinSetzung einer Untersuchungskommissiorr — sie ist niemals in Aktion getreten! Von einem Brunner Zionisten, der vor wenigtn Tagen aus Palastina zuriickgekehrt ist und die „Gefangenen Zions" oesucht hat, erfuhren wir, daB diese unentwegt ihre Unschuld beteuern und sich darattf vorbereiten, gegen alle Verleuinder scharfstens vorzugehen. Der angebliche MSrder Rosenblatt machte den Eindruck eines Milchgesichtes und unser Geiialtrsmanrt meinte, dieser I9jabrige Junge wiirde eher vor éinem SchuB davonlaufen, als selbst einen abzugeben. Die Meinung des Jisehtiw und der Galuth hat einen gewaltigen Unisehwnng zu verzeichnen. Der „Hajnt", das griiBte. jiddische Tagblalt Polens, iler sich einst in scharfster Weise gegen die Bescluililigtett und ihre Partei gewendet hatte, bringt jetzt vielfach Berichte, die eine ganz c-ntgegengesetze Ansicht rum Ausdrttck bringen. Im „Dawar" scltreibt Ka.tznelson. es werile ein jointuw in ganz Palastina sein, ivenn die Angeklagten ireigesprochemind det furchtbare Justiztrrlunt aufgekiarl werden wiirdt'. Es is; noch nicht lange her, da schjieb dieselhe Zejtung, aucli der eve’ntueMe Ereispruolt der Angeklagten werde die Meinung, daB sie doch die Tater seien. licltl beeinflnssen kbnnen. Es will urjs sclteinen, als ob hier der Versnch eines Riickzuges angetreten wird, denn das Mali von allgeineiner und pcrsiinlicher Verurt-= giimpfung. welchcs die Revisionisten zu erleiden hallen, ubersteigl alle- Grenzen und \vird,4nag der Ausgang des Prozesses »vie immer sein. die Initiatoren ntit schwerer Sclmlil belasten. Man will also rechtzejtig einlenken! _ Der Dichter Bialik hat kiirzlich erkiart, er sei von der Unschuld der Angeklagten iibcrzengL Ungliickseligerweise junklionifrte an dicsem Tage der Nachrichtendienst nicht — es gelangte keiin Wort dariiber in die Presse. Ungeheures Aufsehen erregte in Palastina und in der ganzen jiidischen Welt folgender Aufruf: „Es bat sich ein Komitec gebildet, Jim bei der Verteidigung unserer drei verhafteten Bruder Hilfe zu teisten und jeneizu starken, die heute auf der Anklagebank in Jerusalem sltzen. Dte jtktische Oesellsclsatt in allen ihren Schattierungen wird aufgetorderl, der Verteidigung zu Hitte zu kommen und ihre Spenden schnell zu iibermitteln." (Fs tolgt die Angabe einiger Bankinstitute. welche Spender, iibernehmen). Der Aufruf ist gefertigt von J. H. Kook. Oberrahbincr von Palastina, Usjel. Oherrahh. von Tel-AviV, Rabi Fischmin, Rabi Meir, Berlin, Dr. J. Mobilewer, J. H. Farbstein, Universitatsprof. Dr. Klaustter Moscheh Smilanskv fPråsident des Ko|onistenverbandes). J. Supravski (Prasident der Allgemeinen Zionisten in Palastina) etc. etc.. Zionisten ilteses Weltrnfes wie die Fertiger ohigen Aufrufes sind sicherlich davbn uherzeugt, die judische Hilfe fiir Unschjtlilige zu inobibsiercn. Fiinjegrotte Anzahl von Zeugen wird in den itachsten Wochen vor dem Gericllte in Jerusalem erscheinen. Miige es uns ^1lett verjtonnt sein, zu erleben, daB aus ihren .Aztssagen die reine Wahrheit alns Tagesli -ht komme tind miige es die Fariatiker zur Erkenntnis bringen, daB die. ifldische Iruderlichkeit, die jetzt in so e|itsetzlicli.-r Weise versagt hat, wieder zu Ehren larnimt. Das judische Volk hat es jetzt m.-hr als jentals notweniiig. Es ist niemals zu spalt, einen Fehier gutzun achen. Prot. Ernst Vogel Mitte Juli erscheinf 1 „HUkIs illustrierter jflefischer Volkskaletfder"

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