Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXIV (1934)
- Issue
- 14 (1.5.1934)
- Date
- 1934-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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il I. Mai 1934. In Kiirze ., .11«! •: . : ll'll ting lw. Æ >Jtf vuj at :*• N./.m H) iw'h V: •j.• Ku", . KiiiistMiar.!'- iii'i'lit-; I r!- .1 la-N Ilande!-- '.’i> ii'iai Vcf- ■ .nit. lin iouti l'.ij,-, Iijn-;i’ u,ar s'-.-itgajten iiidischc. Bctreicr.- 7 g iki-iti-n K'h S'H.-1'CI’ i- .Vi.iliV: i .ait.lt ,:.t 4>- D. l'.iN .!■ ,-u i -!r .. I Herzl-Worte 0 ,. tu'ni en - . Mi'- t: A .‘‘V«, V. ‘ IVr Wrlai; „Hozaah l>r»th’ (Jiidischer Verlag). Tel-Avi\, Jiiht jetzt in d«*ut*cher Spraehe eine (*e *amtau*»rahe der ziøBiatiwchen Werke Theodor Herzl* in ftinf Kanden her au». — Die >ub**Kriptionsprei* fur die (iesamtausisab« betragt Sch»eu. Krcs.' 1.75 fur den kartonierten und Schweiz, Frcs. 7.25 fur den (ianzleinenband* Mit Genehmigung des Yerlacf* »reben uir nachstehend eine AnzahJ \on Zitaten «ieder. die den 5 Banden der GesamtausKahe entnommen sind. \\ ie erstaunlich /eitjiemaB und aktueli die>e Siitze 1 tyeodor Herzl* sind die w>r 10—10 Jahren gesehrieben »orden sind und die fast »ie Frophe- /eiuniren »irken. braucht fiir den aufmcrk'amen I.eser nicht erst her- 'oriréhoben uerden. /rafi n ti1* ...i rst iZt ndi' * un.'l iimboui ndi > fiit 'Vi ni. \ wi-iu*rbhckeiuk*n- Stnat^måisiX-i iart t-,-. w;w(!f vru.1 flet ucrJcn. m«. -lit* .-icscIUcliat^iictnh'r v?kcitnc»;.- r; irtr^tl«.sfirn Juilcnlra^c l>ic yiw 2crsctzciKlc< Klemcnt. >:ut -?.!*? HuIk-j: um) ilriibciJ tau- 7iK!f må;! \ ■ 1.i:\vlu /u l’nrccht. I>n vur j.-r: Jii-b.ijji jiiU-n hk-m^m au> ikm Ju- :.tv \ •; \v»!k ‘i. *»«, uiiirttcn uns i:: ^nt. ilJc Ju rt-i:ii21-;' lintorsfiltZOM. isk * V. .* Whvu. -rt: >lm JtkfctV allos /ur- :-.f/t . W" vm i t= *»’. .iic Hjau/t*ir ile* .i::ci/ntiilKk t*. (I. -!:ah :: liulki l uik : -iu jMv >w'k *' . I’lam J»> Åu^u>i lv> /«. i; ,!a/u : i- Mak * 'intibemitiNi.'hcn Ausschrei-, an der Dvbrcc/iner Lftivcrbitåt! W':* i, nnm at: \\ :i kvp;cn. v\•: in 1 vie: < arr. m ir... sci:i. \\u li-.-TT ’r. Ulk ZU hcbc-l > hVi'cr mut w k u ,* t/i n ,.ii -• Hilts- - »Ilten n. »di s- ,:k . :o Vater i:n N, W«- k-mw:i ‘■ti uns.helten. W'tr .‘d •. rtalirn! in Jui V\ issenschatu n. iw.trvlt Vcrkchr. arfk-iisi'ahia. unliNhi>ti:å. ahiichartct. W\k uit ukiicii. nur der >icItefc atit I* U’.e Ku-f‘lLl.n uir UMS nnbeheilifit InTåtiijen koiiavH- ’* "l> **M _;_■[(. >ie \vi>sen aucli. tt ie iler Hr-Jvn lietftt. ‘ iNSrti, mit uclchém Ssamcii sich. tie :en;;r. Zii'nvfnis! Adn/clm- Jalin. Me;».I uir1 ll.*»iimini: stt-k- .ie\V«»n. h■' eritartcti lu- 5., -::hrr i;ic!k::. éri^heFZlUe u. b.» U. ar;k;impt’ed. Alv» i-:->'iuie■^ei-r- ■a.,'! ••. i.T4:ivh- '' •’r-N hat ■ : v> V -!ki-- r kitt :*m is: tf;*- V^ik'tum ’iutHt-. ur Mein! Norne Stan. ty. Vaslcek ..[ «-pr * »M'i.Mirr UfeUNN, Mosortkstr. 10-12 PERTVIST Vollsichtbrillen -I ■■ .-i - in <h< I ■LH7!S'7>!'lh' : v ir ::-UU:ki'i'>tvP7 M-ir' 7_'i,i^rapliisclie Laj;e von ”anz boiieutender Wichtiijkcit fiir ^anz Europa. Da wird in tiner Ztfil. die nicht ferne sein kann, eine Kultur- und HandelsstraBe nach Asien fiihren. Asien isi das diploinatische l'roblem des naeltstcn Jahrzeltnts. Wir diirfen vielleichl in aller Keselieidenheit daran erinnern, daB \iir Zionisten, ifenen man so gerne den praktiselten Blick abspriclit, diese kommende Entvvicklupg des europåisclten Wettltewerbs uitt linii^e Jalire frulier als Itevorstehend erkanm und an^ekiindijjl haben. Man sicltt Iteiile sclion, wic das jjehr. (2l>. August 1898.) H i mi this jiiJist hf l ’olk am Zit l hl. Wir uerden eines Ta^es int Ziele Milt — uir hoffen es mit aller Kraft uns :- rcr Seele — und danit uerden vielleichl alle Stationen, die Zu iscltenfalle iler Eahri, alle Kruartuni'en und Besor^nisse, di.- i.ihrclanti miser Leben ausfullten. mit ei léni Sclila^e vi roessen sein. In den rieuc) enurmeii Auf^alten. die tins ilort trist eruachseit und yiel Kraft und Mut erforde-r.i uerden. uir.l vielleichl aucli gar nicht ilteltr die Musse ztt finde-n sein. lim aut die vorifjen Beiiebelilleilen zuriickzublicken. (5. januar 1900.) atij’eschlosseu hatten! Je scluieller sie zu uns koitvnten, uin so schneller und wirksamer kininen uir bis ans Ziel vordringen. (5. Januar 1900.) D/i „wvhleidit’Cri ’ luden. Es gibt nocli getriistete jiidische Menschenfreunde, welche die . Berichte iiber die Unruhen in den Blattern beint Morgenkaffee lesen und konstatieren, daB nur in ein paar Dutzend Ortschaften Hauser dentolierl, Laden gepliindert und eiuige Juden verletzt worden sind. Was ist da weiter daran? Es gibt auel anderswo Unglucksfalle, Mensclten und Giiter gehen zugrunde; nur unsere Leute sind sd uehlei- .eidig, daB sie gieich schreien, als ob die Welt zugrunde ginge. Jauoltl, es gibt Juden in giinstiger Lage, die so gefaBt raisonnieren; freilich sind diese der Ausuurf unseres Volkes, und jeder rechte Zionist kann nur mit Ekel und Verachtung von ihnen reden. (24. Juni 1898.) I'nwidi rsti Midu Hcu i gunftcn. | Beuegungcn, in delten der Hinzelne, | auelt wenn er an der Spitze stelit, siclt der Sadle jeilerzeit imterorditet — solclte Bei uegungen sind nnuiderstchlicli. 1 (28. Februar 1898.) h* tin Hollnuiig utif tin Sclnvinthv dt.' jttdt n/tasst s. Eine denoralisicrende und im Verltaltnfcise zu der z-u linilernileti Not geradezu i l.iciicrlich imzidangliclte Woltltat gkeit I uird von detijenigvit versucltt, die iiberhaupt ein Ilerz fiir iltre imgliickiiclten Brii-I der habeit. Alter man Iteilt die groBc! Kranklteit. ute Hente sagte, nicht mit Ru-;en"l und Mosehus, (ierade in delt letzten l.llirtn hat es fiirchterliclie Tragodien des Judemums ge-gebe-n. Lttseren jiiilischeit Widersacltern kontiten doclt seltoti die Augen autgelieii. wenn sie Hreignis.se niiterleben. uie die Affaire Drevtus, die Juden-j lutzel! in Algier,’die Ritualmordausscltrei-, tungen in Osterreielt. dit jetzige scltreckliclteXrise in Rumanien, elit Tausende tiacn | dtnt Bettel- und Wanderstait greifelt låBi i L'nd uer ist kiihtt oder kurzsiclttig genug, | iim zu Itehaupten. daB die Leiiltnsgesehielt-i te miseres Volkes zu Kilde sei-? Netn. uir 'miisijen fort uml fort géuartig sein, daB aiif ijeucn oder auf den alten Ihinkteit Ausbriic|te iles Judenhasses erfolgen und die Zustftndé sic i abernuls verscl’limmern. L'ittSvieviel weiter konnten uir bereits halten.luenn alle opteru illigeit Juden sieh ur I — ■ i -.i i Das naturlicfn Ri cht jedts chrlicln n Wdkslums. Jedes elirliclic V'olkstum, das siclt nicht unter fremdel) Masken verbirgt, hat ein naturlielies Recltt auf Achtung und Duldting seiteiis der aitdereit Vinker, wenn es diest nicht Iteilroltt. Ycrgessen wir selltst in unsereii vom Antisemitisitnis verdiisterten Tagen, nicht. daB eine groBittutigére Zeit vorangegangen war. in der uns alle Kulturvlilker die (ileichberechliguitg schenklen. Der Wille war zweifellos ein guter. aber der Erfolg keiit geniigender. Lag es an uns, oder lag es an den attderen? Wahrscheinlich an heiden oder vielitteltr in den von lange her gewordenen L'mstanden, dis.siclt durclt Gesetz und Vervjrdnungen nicht abschaffett lieBen. Die Gesetze wareit freimdlicliér als die Gcwohnlieiten. L'nd wir erlebten den Riickschlag, diese kolossale Regung der Reue Ix'i den Viilkern, die uns soelten in Gnaden airfgenommen hatten. (26. August 1898). Edelfuchse Pavlousek, Passage briinn, Johunnesgasse 7 Janské Besuchen Sie die neuerSffnete |. Brunner Fischspeisehdlle Divadein 3, neben Kino Kapitol Sie deiektieren ^ich an unscren gut zubereiteten Fischen. — Buffet Getrånke jeder Art.'— Gidffner von 7 — 24 Uhr jeden Tag. "■/li LI u Die politische und geistige Fiihrung des Josef-! stammes im alten Israel z. r \ . . o ", w las L- . ii/17 7 S.i- ' I l •1 s ..'I 'ii'tal'eli i'unki :trm; :. -i . ,SrilBc.;u .1- .- L-,1 ,tN ,!;c, . Hm- . ‘g. V 1.' < i: 1 11::: _ - m /■_ d iftt-.l ii in 'Ciin - 1; . 1 1 : ti::- ioM-n ■"1. ■■■-.■-; : mni ist ums.i uirk- : g.‘ ,N .. .- g, 1 ndil-s, ni Hi-:rgtu,!i . I r:!ur g oii L;!igi . 1 .lus.ti- > ’-r : : j drinken, -lern uic.'.t nur- >:n,'-';rte un|l liur .lesla, le. sntt- 7 .inci- ' . angeren. .Kultgegei-'t.-inJe ■ :cr /.- ■'■!cr!VV‘us'--nu amleriurg. also - ..-r m ,s.a <clttn wii z. B. der Hpltot, i rir irni iie Ttirmrm nnd i« Schiloh -■ . Jaltrilundert aufitewahr uor- A; aucil die i’rtester der .'avulis-.ni.-i', un,7 ie: saionionrschen Zci; Ehjatar mi : Zadok -tiniii.n ion der. f’riestern ah. . Xitii- :i,te“ gtLlltt del! priestJ'liclletl D'i, -isi Verselten habett. Wir •»■olien alter viflaufig die Krage. ■ u •: Seil *■ >h rrptz stirrer erninenteii Bereiiiung utr die Krlialtung der alten mosai- -elte'i Tradition und flir die iveitere Eut- « iekluiig nr il Ausgesraltung des religiiisen .1 e;;- ::icl" uur Israels, sumlern atich Jue-i'Mcli in miseren Gesehiclitsbiiehern i einahc gar keini- Beacittung tindet, nicht antuorr >oitdern versucheit. aus den .71 g,- i., d'eh. in dgnen Schiloh er- A.a!7 \* :. u:;>, 'arubi ■ ein Bild zu ntadie Stadt fiir elfelt. Uelclle BedcilUlll iif ilamalige Zeit hatte. Seiiiloli lag el was siidlicher von Siilje-ni. lingelahr :r. iler Mitte des Kandes. ,ar s, t w oli I tin em p o I i t i s c 11 e s rs aucit liir ein r e I i g i 6 s c s Zeiitrum v.y. geeignetsten. Bei iler Kroberung iles Landes bekaill, wie wir schon hervbrgeholieii liaben. der S’amm Kpliraim den mitt- ICTe'' l'eii des-Kandes tint hier eine zentra-!e kiiltruitg einsetzen zu kbniieii. Das polilisclie Zeiitruiii muf.Ue alter aucli gleicli- Zeiiig ein religiøses Zentrunt sein. daher wurde die Stittshiitte mit der Bunddslade in Schiloh. im Gebiete Hpltraims, aufgestellt. Hier tanden regelntaBige Volksversatnm- Ihngeu, uorunter wir eigeittlich Versaitlmlungen der Altesten der einzelnen Stamme zu versteheit Italien, statt. Dies beiveist Jo- Sya 18. 1 und Josua 22.12. Aber aucli teligiiise Walifahrten wurden nach.Schiloh fntermm’meit. Im Budte, .ler Richter 21,19 Horen uir von einern solehen Wallfahrtsfeste, eltenso erlaltren. wir aus Samuel 1.3. daB es eine alte Sitte war nach Schiloh zu walll'ahren und dart die Opfergeliiltde einzulosci!. Hs gab zwar aucli anden- Heiligliiiiter im Lande, meistens im Gebiete Hphraims. so in Sicliem. in Mizpalt und Betlt-EI. Diese warett aber kanatiaisclten Ursprunges und wurden von den Israclilen als ei^e Konzession an die kan^naische Beviilkerung von' dieser iibernontmen und mit ilt-n Hrz-.vatern in irgeneinen Zusammenliang geltracltt, uin ihnen ein israelitisches Getvand zu giben, alter keines dieser llciligtiimcr hatte irgendeiiten Kultgegenstand. der gnnz Israel teuer und Iteilig gewesen uiire. autzuweisen. Und wenn uir in Richter 17. 18 horen, daB der Stamm Dan aui seiner Wamlerung nach dem Norden cineii Lcviten samt dem Hpltot und l i rim und Tummim raulten und mititeltmen und ilann in der im Norden neugegriindeten Stadt Dan ein Heiligtum errichten, so handelt es siclt hier aucli nicht um ein Kokurrenzheiligluni fiir die Stadt Schiloh, da sie weder die Stiftshiitte noch die Bundeslade, die eigentlichvn .lauptbestandteile des Heiligtunts von Schiloh, hatten. Sie wollten nur die Urim und Tunintim, die .zu jetter Zeit als Orakel betrachtet wurden. in ihrer Mitte haben um irn Bedarfsfalle nicht so weit wandern zu ntiissen, uin Gottes Ratschlag zu erfahren, zuma! sie int auBersten Norden wohnfeit. Das Heiligtum in Schiloh aber war das einzige Haus Gottes. das in ganz Israel als solches anerkannt und verehrf war. Diese Tatsaclte fst nicht nur desltjlb iviclttig, iveil sie auf die Bedeutung ués Josef bezw. Ephraimstaitimes schlielien lafit. sondern sie hat aucli eine groBe Bedeutung flir die Erforschung unserer Reli-