Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXIV (1934)
- Issue
- 9 (28.2.1934)
- Date
- 1934-02-28
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 69% known words query
- IRI
…/2621806-6375666-6376067--4885-4861754- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haiti 1× ep/1044690
OCR text
NUlllllel 1 u-i. 4 _'8. Februar 1934. Ml_Di Vi . ii. |u Ib _ . I' iFohrt zum Toten tleer V.. 'e’i II Mil'.; 'te MiU'iilCl: .11.' i.: . i . . . .. --..g.:-i. mc!i uli I bihplatvau mi mbnllichcii AraJ!v tijjIu KV ■■ vii ' .".lise-:. - W.. s ur..- g.u. •: „. : . ■ »liesc 1. siet' 1 :i 1 U ' _. viVh. V'd:, < Uf. 1)1: ge J,al' 1M-. ‘Il: liéllc I:l'illi1' i 11! :.g. .' .b. l'-li, 1 udi aul un : -ril i .!!\' ■ '• s.iii/i I .li i, i : . s . , M-Jiiil. n> lin .lilbari; 11i :) n ■ i"ih ua' Svl.'ei:. •/! "c-:. i.t viiu-• wo*- Lami Kanaan zu hetrelen. Vom Gelurgc Hellen inuj c nen ■'•atjiclleil Erilwulst leille. Abaraii am < »stiller iles »alzn’ieers. Iiocil iiic |l\' >se .iiij. liie voiti Berge 1 ler• vom Berge Pisgn aus. ilurfte er him'iber- : ti *n;..i!Keji 1 il;iif iillliie sie bille1'. b ickeii in ilas schi'me u. gute l.aml. . . Josua StU;'\ Iai •>.; il.-is grolle. gliilieii.le Eriihici alter leilele ila- Volk Irockeneii Fusses l * i igiiii! laiir/ehnjiuilil J:!i - iluiih ifei: Jonlau. ilort, wo er in ilas tailMs- .:v" ti ug .tiest; : llitt --i»:: -.:i;.-:;^_e"- Salziifccr miimlet: sie ilurchschritteii ileit \V,T*Vi i .1 e, ■ tVi-:;. l eii’lie zu. .uis >ie ", Fiull niiii belrateii eine sclimale. von ili-r;> kk ,.- .\ ■:[!;!;;c •; m Jer tiopisciie:: 5'ciiiv '.eibrauiite Slvp|X'. ilie Jorilauséiike, -G =OtL| ■ o’.-imj'i'.ej: .Ile /ligeMh, le.. iiinrei ilei' sieh g i-ieii l|-IS Jtulagebirge er- ■i:, ii.bid-:.-.: ihr Sal/geliab im liel't. Hier iiiiligteii sie sicil, weihteil ibe *S..v uilil l atv um Tag. ilurch ' i:’ ier U’iisieuuamieruiig (ieboreneii, iiocil J-'.'-m-. > aéstii g . Es isl Jer jon!:. I l :T!:eschniUeiieii. ieierten1 ihr Passah J - -• V : > J :i!..|| lin1!..!-.i-1 ab au ille : li :, gaben Jer Stritte ileit Nanieit Gilgal. . ■i'. ajle..' E.ilobcrtlacrie. :. L iul imueit sdiiminerteii ilie Maucrn einei -.h- ' . -ii1. - V . linse! e \ o. :n!i» l'etesagtiii Stailt Jericho! Die ersle ’ '.n 'i. / ar ■■ 0. - Striili un gitolueu Laml, ilie es zu eroberu \I> s liie jmii . aus ile! agvp::- galt. „UikI il.is Volk machte ein Eelilges.H.po . E:eille.' Hib::. - sciirei iici1 aiaii Ivjies Posaiinen. l.iul ilie ' .. r. bt M.a.i'. r! i ■ vri um umi .las! Volk ersticg ilie Slai.lt. I Iciligcs. jiiilischcs Hleckchert I .i ml! Al? ich im vergaiigeiicit llcrbst H re. Israd Ifesuchte, zog es midi vor alléttt ili« Stritte zn si-lien, an der misere Vilter zu erst das l.aml, das Gott ilmeii fiir ewigi Zeitcit gegehcit. Hetrelen hatten. Die Kaltn von Jerusalem z'uiii Toten Mccr gelit n.u1 voi ziiglichcr AutostraOe iiher kiilme Ser peiitiueli ilmdi uildronianlisclies. kaldes Wiisteitgebirge. Aber in l’alastina is’ selbst die Wiiste selniu. unlieimlidi abei scllbit, wenn in diesel straltleitdklaretl Atmbspharc. ilie Sonne ihr il.cht fiber die gelblicll-orangeroteii Pelsen crgicBt. Hier lierrselil vollkoniniene Kinsainkeit! Hin cin- /1 g c s arabisdies (ielibft au( lialben Wege hielet Grlegeitheit zu Rast und. Krfrisehimgj ville alte Matrone vcrk.uitt Gazos und -T aiiben. Die" zalilreielten Wirbcli t K.jb.i-Ke.^taurant a.n T-’ten Mcvr. Auf der StraBe vom Toten Met»r nach Jerusalem. åurruit am Totf-i M M.-r. Am Tut' iMA iVAV* * I FR AU EN BEI LAGE M A |l.lin : Marchen iiber Kdnigin ■ - iilu-i \\. t niu'n II ' 7^4. K« Ester K" n-ill ■s;i Ile V w W i'* 0' : 7U Ij/kM:. ■- ■ . »t. - Niki. K --^.i iMcr IJu h i.:,. v** iM' . /U- :!•! V"lk 11 :i i i c*>. T-.: /u-!:!■: kam. HbJp •i,T-„n (iifirteii urd staijd - .i. niidn "den Hlisvisti'aiteU. Die *. -e-lk-fspe . m'-.'le sid! nail- '.vt/'e ili Pur:'..: k'eVi'c mr dfr njeil. K" agilt kster. (!ei n sie v.ollt.;i ii i.'iller. g. u nlneii. jl ml Esler trej-r si|'ll le: T.in/etldell li*ose. PlotAilfh I^dde Iltet, r;lu der Mvrteiistraudl Uljd «ieb l'Al. . iinu: ilde. jtbiiid vor dir dlT l i..S . :>vh :'ist eu iln iiiiclt nekoiri T- ' die Kofii^iu. ..håbe iilt ‘ nu i. Ari-. : imdij niclit v.jllen-.ie-. lim V-.lk. ii - -lit nveji viel Oeiallr. dfiieIr .ra. '-.n' m'lil.'.." Mit tietjer r;tdi li i Tu.i. ..fjntt. mein .n Herr hat rrvicli eesdiiekt: tind idt mufite , jro.innien. Ich uul.rr, es.dijfdi nieitt, dal.'i du dein Volk S" sehr liebst. D >ch zum Troste . SS. ili Cli dir. snue: Soielt.e ^Mi>»#tuM. die riir i.ir Volk nodt <iiites iebter/uolbsu. miiss.-n niclit ste-b. i. Diislialb j/uC: auch I Hi n dit sterben, liebe -ijpter. D<>eh mutit du de Er.le v..-rtas.éi u|td .iie Mi-nschtn ni"i;( n. ulaulieii. ilu u8ri-'t ^estorben.” L'ii.l jdér Toj! iibi-rreiciité ii-. :nat;-blaue Blume der Kdnigin Estelj. baraufhiii tiel die K’-ndu '■ aut den I RticMen und als ihie Ski.ii au* die Su-; ihe ginsjeii. fand .i K’’"‘ -<ia liinfer ii lio.liiMkaiidi begeit i iiiikilt)>te Ros..-, l/t. t kiv. kl H n;;;;iit Am ‘l'.iir B.u<: Ueldle \!>r De.(Die Sklaviiien ueinieii. di "laiil-.l.-i’.filal.’i Ester uestorben sei. b’/u fill "i uiiHt'dic Kbilium (Illeil'e'.l-!:di.-t Ailijeiursidl'.bar) mit eitier Wolk.-:v..pp, Iiii'.ain mit dern T'ide in de" fb n ir i .' /i e 'I ue'laiiutei! sie ili eille:’. ei i ■ r. ■ i tiarteii. uo »ich u underselen-.e l;i'.iiiii-ii ri-ii; l-eteii ir.'il leisef ' ii-sar.^ ‘.Mii-.l, iiorli.-. . ..Du-se sind die ju:t;^ ver- .-.'.iirbenei .Ma.lihi-n '. sagte der Tod -. - ..lind sinken .las l.ied. des l.ebelts." Sie gi-igi-ii >.v-.-!te und sielle d.T. sie "elangte-:: in ei::.-n r><: 'e/.-n (iarteit. wo kicine Vi'g- -lein sin, en. AIs Kontgiit Ester' und der Tud in . en (iarten traten, sclieuditett die Viifjtein Jrsd^ oeki-n aut. dodi iler Tod rk-t s- - •'.ft Ulf D.-ir.uifli:)t b-. .;g:% s.tii Iriiosam zur Kbnigin und tliitirte* ilii /ti: ..Diese sind die in gaiiz ju: - ,eiii Alt r vi rstorbitie-n Kinder unj bier let -.el! sgin uar?u ilsehe ni.-r i-'ie dem l od. Si viele ernste di eiii.ti zSrtlidicn Blink aut die Ilde ilein Konigin aut: biriiliio,-,;der Stimuli an ulligle.’l sie sicil. Di-r Tod Sprache Oottes.' Die Kb Viigle-in, Hebte sie docil;trit Kinder. Sodannmlgte Ae langton in einen Haiti, uo "fyten standen. alK-r eine Gruppe Zypressen. Da riet die vom Boden n vines Vatersd ge ntir,- ner sjind diesi?" .Zypressen! Diese sind dooli t)ii. To'J. sa- ..Kdnigin Ester” — iiaii n der T.jd uieder .las Wjoct-aut. tind aut seine Uo:;c .erbeugten sfih die ernstm Zypressen — .,dieses ist det Hain der lur ihr Volk und fiir die Freiheit Gefallenen und die Zypressen sind die Stelen der judise’hen "Helden.” Darauihin wurde die schdne Kimigin stille und eine grotte Trare roilte iiber ihr Gcsicht und gingj langsarnen Schrittes aus dem Garten. Die i Kdnigin war traurig und sprach: ,.Uu fiihrst mich durch das Reich des Todes eittlang. Doch ich bin noch erjt: : cin gesto.bon. tiihre midt daller in das l.tii’.d des I..-bens.” Daraut.wurde der Tod stille iituf sprach sodann traurig: ...Mein Aitteil an Mas Land .des Leherts ist niclit selvbil. 1 ><?;;:! ntir gelibrt alles Traurige:des I.ebeits. Alles uas schbit und liciter ist, ist Eiigeiitimi iler -Sonne. Docli komme. f|>lge mir." I Hul la -ge. lange gingen sie .ml den Tti’eneii der Himmel. Eiullich gelangten sie in ei.ign Saal, uo auf einer Salile cin I’ok.al stand. Ein matter (jlanz ergoi.l kiclt aus deitT Becher und .als die Kdnigin nalur trat, verwunderte sie siclt. Der-BeCher -.var voll f’erleit. Eragend erhob sitiltre .schuarzen Augen zum TikI gerichtet und clieser gab bereitu illigst die Aulklarung: „Diese Perlen sind die Tranen iler jiuieii. die Engel der Traurigkelt tragen sie hicher und sammeln sie an dieser Stelle. Grotte Kraft wohnt in iltneii, dt-nn klit-se Tranen tlossen fiir das Volk." Der lod uollte uliter gellen, dainit er der ‘Kdnigin seinen Ted an das Land des Le- .bens zeige, docit die Kdnrgin schiittelte traurig ilén Kopf und sagte: „Lieber Tod, la.'Stiniilt hier, denn ich kenne alle diese Tranen. Doch werden sie nicht ewig fliet.'.ei:, dt-un cinst wird das jiidische Volk erl.ist werden. Dt-shalb lasso mich hier und jeile Trane sage mir ihre Geschichte.” Daraufhin nickte der Tod und brachte einevt Goldsessel. Die Kdnigin setzte sich. Da kam ein Eijgel und frug, uas sie uiinsche. Bringe mir eine Goldnadel, nachlter te-he zur l.iebe und vcrlange. ihr långsfes Haa-. Als der Engel zuriickkehrte, ergriff Kste-r das Ha.tr der Liebe und zog es ein in die goldene Nadcl. Aus der Schale nalim sie die Perlen der Reihe nach und zog sie n.ichcinander aut das Haar der Liebe. Viel Milhe hat die giitige Kdnigin, denn viele Judetttranen fielen und fallen noch heute. Doch uahrt es nicht lange mt-lir und sie uinl die letztc zur Perle geuordene Trane .lufzit-hen: Unil ilie prachtvolle Perleitschmir wird fertig setit. Sie uinl eine Goldspange anbringei), aut uelclier ilas Wort „Frt-ilieil" stelien wird. Und an diesem Tage werdeu die Juilfn in ihr Land einz'ehen, in jcncs schdtfe Land, in welchem die Vater der Kdirigin Ester lebteit. Sie werden netierdtngs filten Kditig hnhen und eirre wunderschdne Kdnigin. I 'ml nul sonnenbestraltltem Felil werdeh sie sich vcrsanimeln, tun dem kdniglichen Paar Tretie zu schwdren. Obereinnmler werdeu sie sich drangen und „Hedad" ausruleii. Pldtzlich verstummen allt und Kdnigin Ester wird erscheinen. Prachlvolle l’erlenreihe mit Goldspangtwird sie der Kimigin iiherreichoh und nachlter verschwinden. Die Perlenreihe wird Kraft und Gerechtigktil der nem n Kimigin geben. weil diese Kelte aus iiidischen Tranen besteht. Und Freude. Gesang. heitete Laune und lautes Laclien wird herrschen im Lande der Juilt-n und das Rollen der Tranen wird fiir ilie Hwigkcit aufhbren. Im Goldsessel sitzeml trauint davon Kiinigin Ester und mit heruhigender Seele ziebt sie iler Reihe nach die zu Perlen gewordenen Tranen auf. linser Uaumen ist verwohnt. Auch bei Torten und Mehlspeisen wollen wir nun den uns zusatrenden besonderen Geschmack, aei es Zitrone-, Mandelod. Rumaroma nicht missen. Nicht immer hat aber die Hausfrau die Friichte zur Hånd, oft miiltte auch wegen der benotigten paar Tropfen Saft eine ganze Zitrone geopfert werden. Die Iduge Hausfrau greift daher gerne zu Dr. Oetker’s Backolen, die in Zitrone-, Mandel- und Rum geschmack eriiiiltlich .sind und von denen wenige Tropfen genugen, um dem Tcig der Torte oder des Kleingebackcs den gewiinsehten Geschmack zu verleihen. Cberaus ausgiebig, sparsam im Gebrauch und jederzeit zur Hånd. vereinigen diese jiingaten Oetker-Erzeugnisse Vorziige, die gewiH jede Hausfrau zu schatzen weiB. Mit diesen Praparaten dur f te es unserem heimischen Xahrmitteiwerk der Firma Dr. A. Oetker in Driinn gelungen sein, elnem von unseren Hausfrauen liingst gefiihlten Mangel abzuhelfen. Verlangen Sie bei Ih rem Kaufmann Dr. Oetker’s Backdie, 1 Flaschchen hostet IdoB 0.80 Ké.