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Jüdische Volksstimme · 1934-02-14 · 7 (14.2.1934) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXXIV (1934)
Issue
7 (14.2.1934)
Date
1934-02-14
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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'Till:: : K, .ur.;: von Suite „ . u .illii Aaw ålte Juilen. selen W"»*11 VI l’nuem.;n Ve: I', >.ii■, p /l'Ill jlK:-!'. 1 j —Di. I;tn;. : e r i.starr, eiiiscileil |iu a.ila i.- liv iii’.rLiluiit iiuu'h ,i;e_ Uviii:-svrj|L*:i jlnili av /lir I ierheiliihi ung err; -.k'tunlg --ivr JuiUtt uikI ilurclt .ite a 11 Alfen,e Stuittmmg. die Vei mudliuigen;ur BtlJuiu; einer Finhed •'-.-■>: ‘ .helt Jiitlcn, •: ■•'i -;c k'heit Paftcicit, die l.'ninri . j 11 vil Ullll die ElltlloiinVi les. wiedcr .ulige rummen, till gew isses Vcrtraucn in D-.illfuB. daB diesc euvr-; n.nion.tlsj/ialistisvheu \\rdier usterrtidie i,'., stei retchiscllur finreihen s. ilnu.’tg n :j. .totale Jlldee ,‘dleiu sdhM Zw.tr hest-, d'e Regteru ■ils g'lgctl ivile. ftie! V. ‘ n i u 14. Februar 1934. . r -lureil.' 'CharBii. is Vurgvh . h i .111 * s e i t s di n P.--s»r. hungeit ■ •der leilweiser Enirechtuiig .er \V cntgeginsvl/en Willi. . ■ be'tehen Anjeiiiien d.tftir, d; Selbst;i der ohristlich-su/ialen Partei, der Kerntruppv der Regierting DolltuB. die tuf Minrteruag' der judischen Burgerrechlc fintiitiruny des ■luiticriis clausus-fii Jud :i Hochschuleii und in Ireien Berulen ehleii il Ten.;, »zen yn W.-kllscn ’hegr: .11 e111,1 _ W’- B^Sni eti 7il - erl.ikd fphrt. -nid di. ijii'Ter dei -te ir Jude Hei" I e - 11 ii [ . ,ir-:;i. -'in. re und ’iimm w liti iu; zu t'erzieliii i. kd iu: 1 ep-iugct] RY tier iwe'fl i.ireiitli.'ili. di R. elite .;!■ -ati : i ■ ni.: erllur t. n. ■ ’-elli; liet- S?.: iw.ii :•• jlt^liSe'hl II 1- »- i. I. dern mi Gcge . d ihileii bi rd.-it. wie z M -.'erlleit lin Anspi delle auf ft •ir jiidise'he kulturel . eiid. . E.nrichtuugen. weite i ••: . :i k.i::i|ite 1udischvii Fulirer hu - Urt. i .i'.- der \"= :L;- r,’Uiid ' -iich einer F; litiniii ret- |u. ■ ' il i tstcrrese'ii. das 1 *j-, ■i’r. \ rir.ig. , •*-. Germai" /ur Wal - e r R . ile Mir.lcnieite:! ve - . I r- : ..i .i i'h w ide rselzeii w:rd. I' A•: . : ... t Qhrisrlieiis iziale . i;»r H . Numerus clausus eii •;.hr - k. : ■ let Vertrag V<>n-^ I il ru re ■ . ••, e. d ei.'Belli e' Kr : I . ■ clli. Wiederum Bombenanschlag gegen eine jiidische Institution in Wien. Wien, II. Februar. Nationalsozia isten schleuderten einé Bombe gegen d is Haus des judischen Hochschulausschu lses, in dem die Alensa academica judai. a untergebracht ist. l)ie Bombe explodierte, wodurch samfliche Fenster der Alensa ze •- truimme/t wurden und auch anderer Saclischaderr entstand. Nur dem Umstand, di ti zur Zeit der Explosion die Verabreichur g der Alahlzeiten in der Alensa beendet ur d der Spcisesaal menschenleer war, ist s zu 'danken, daB nicht auch Alenschen i u Schaden gekommen sind. Der Anschlag gegen das Haus di s judischen Hochschulaijsschusses ist naib den Anschlagen gegen das Hauptgebåui e der Isr. Kuliusgemcinde und die ,,Schifschul” innerhalb weniger Tage der dril: e in der Serie der Anschlage gegen jiidisct e Institutionen und laBt vermuten, daB d e Nationalsocialisten eine „Schwarze List« ” der judischen Institutionen Wiens aufg«- stellt haben. gegen welche turnusweiie Explosivkiirper geschteudert werden s<i) - len. . Um die Beisetzung von Aschenurnen auf den Prager jud. Friedhof - : , F’tr.c- Die Frage, ub .he Isr.ielitisclit. it. ..rfliru:;^ .liriiiiei-chaft vi'rpflichiet i A :ii.-'>. i aut dem Jiklischtn Frietjti. i eiaB -tzi n, hat das Oberste Vtrwaltun gendit b: schaFtigt, eine nieritorische Enjjrhe: ui;g ist jedoch nicht geFallen. Dq|s Vi?wnltuiig'gericht hat iiFier Besclmercie ler Israciitischen Bevrdigungsbrudcfl- •»schuft in F>rag, vertreten ilurch Doktor S - 'm.irt Fri iherger, die Eiitscheidung d( 5 Sdfttlniin steiiiuiiis. mit dem der fteerd - ’ gungjbriiderschaft aufgetragen .wordet"’ •war,’ eiae Ascjienuriie auf. dem jiidische Friedhof b.izusetzen. wegen MangeFha - tigkeit iles Verfahrer.s autgeh iben. D. ' . sJaatF chen V.-rwaltungsbetibriEcn werde i demn ich abi r-pals (jher die .SacH'é vet s handchr 5- Der Hafen von Haifa. lus dem Driften Reich Zu Tode gemartert Saarhruekjn.- — Der Saarbruckener ..Freiheit"-wirij aus dem Reiche geschriehen. ..!;•, Wesse ing hei Bonn starli am 19. Januar tinter gmGen Qualen der 49 Jahre alte Viehliaiulli r Moses, verheiratet. Familienvater. eiu allgemein beliehter Atann. Er war kern: ysiiiid. bis im September 1933 der Kolnc Schlachthotdirektor einigen SA-I.eutet ilie Weisung erteilte: .Nehrm doch'iiial den Muses mit zur Behandlurtg in'Mi Die Scluvt ”. Iiintir dAt!as< i >p!er bing. ..beliamlelt" eisenbesclllaik.il sicht und Stirn. Schweiz!" é das ist eine .Miillgruiclilaclitliift. Dort wurde i tiilirt und belelilsgemalJ A ian iand ihn tiewulltlos: las Nasenbein 4.rlrummert, Abdriicke von .n Sticfelahsatzen in Geden Biustkasten eingetreten. Rippen gebf-ochen usw. Die hesten Arzte Knlns versuchten zu retten, was nicllt mebr zu retten war; innere ZcrrciftungLn, Leberverletzungen und chronische Blutjingen machten alle Hoffnungen zuschaifden.. Am 19. Januar ist .Moses unter graiisamen Sclimerzen nach viermonatigem! iechtura der beriihmten dcutschen Hitler tultur erlegen. lm katholischen Wessclint trauert fast die ganze BeVulkcrung um den allgemein beliebten orachtigen Mah i und stillen Wohltater. Selbst die lokalt n SA-Gr*lien kondolierten tieftraurig de t Angehiirigen, nicht ohne •■ drir.geiiite Bi tV. nichts von der Todesttrsache ind fiber die Auswuchse d§r R.wvdies verlai*t :n zu lassen. Der Herr Schlachtholdirektor und seine liraune Schlachthofgardc sind naclt wie vor in Amt und Wurden. — Die F'olizei des beriihmten Staates, in dem keinem Juden cin Haar gekriimnit wird, hat in dieser Sache bislier nichts gctan. Heute, am 23. Januar 1934. wurtlc Atoses unter grotter Artteilriahme zu Grabe getragen." Weil sie erzåhlt haf, sie håbe im Krankenhaus verwundete Juden gepflegf Koln. Wegen Verleumdung der nationalen Regierung durch Verbreitung von ..Greuelberichten” war vor dem Kolner Gericht die jiidische Krankenschwester Theodora Herz angeklagt. Am 10. Oktober 1933 war sie im Eisenbahnabteil mit einem ålteren Kaufmann in ein Gesprach gekommen. Dabei sagte sie, nach der nationalen Revolution seien vtele Juden zusammengeschlagen worden. Als der Kaufmann bemerkte, das koitne er nicht glauben, versicherte die Herz, sie selbst håbe in den Kolner Krankenhausem die verwundeten juden gepflegt. Das Gericht verurteiite Theodora Herz zu einer Gefångnisstrafe von einem Jahre und ffihrte in der Begriindung aus, wenn sich die Angeklagte auch wahrend des Krieges als Schwester in einem Frontlazarett Verdienste erworben håbe und wenn sie auch noch unbestraft sei, so sei doch in diesem Falle eine empfindliche Strafe am Platze gewesen. Aus Palåstina Jerusalem .lem Aintsh(a :e Liste von .Vzteri verbftentji iler Rraxis in Ib den. iler „Palestine Gazetit der Regierung, wird w-citeren 63 - ifiilischen ht, die zur Ausubung lastina zugelassen wur- Jatt.t. Der C)i -tinas waiirenJ tragt his Ende J sten. Bis zum 28 •samteitrusexport Palar laufeitden Saison^hemuar-2|.;j Millionen Ki- Januar wareh 2.227.402 Kisten gezahlt. Der Hauptteil des Citrusexports hetraf Apfelsinen. Die Ausfuhr ging zum uberwiegenilen Teil fiber den Halen Jaf fa. * Jerusalem. In der ndrdlichsten jfidischen Kolonie Palastinas, in Metullah, sollen domna'chst 50 jiidische Familien aus Deutschland angesiedelt werden. * Jerusalem. Das Neujahrsfest der Baume. Chamischa Assar b’Schwat, wurde von der jfidischen Schuljugend Jerusalems in diesem Jahre in eindrucksvoller Weise begangen. 4000 Schulkinder nahmen an TLW1 Du Ghetto in Gr. Meseritsch. der Feier. die in der modemen jfidischen Vorstadt Jerusalems Talpioth abgehalteo wurde. teil. Die Iraditionelle Pflanzung junger Båume wurde in einem Park, von dem aus man eine pråchtige Fcrnsicht fiber das Tote Meer genieBt, vorgenommen.! Jerusalem. Wie der Jfidischen Telcgraphen-Agentur mitgeteilt wird, ist ffir die bevorstehenden Gemeindcwahlen in Jerusalem zwischen der Agudas Jisroel u. dem Rat der Juden Jerusalems ein Abkommen getroffen worden, demzufolge der Agudah zwei von den sechs judischen Ratssitzen zur Verffigung gcstellt werden sollen. Die Agudah will diese beiden Mandale einem aschkenasischen und einem scphardisclten Vcrtreter zuteilen. Der Jerusalemer ArbeiterausschuB hat eine umfangreiche Wahlpropaganda aufgenommen, mit dem Ziele, eine miiglichst starke Beteiliuung des Arbeiterelements an der Wahl zu sichern. Einem vorlaufig noch unbestå.igten Gcrficht zufolge soli der Bodenkommissar Albert Abramson ffir den Posten des Bfirgermeisters in Aussicht genommen sein. Abramson, der 57 Jahre alt ist, steht seit 1918 in englischen Verwaltungsdiensten. Er wurde als Sohn eines. zum Christentum fibergetretenen Juden in der Kolonie Hart-Tuv bei Jerusaletn gelioreti. Obere Judengasse in Kos».el. Das Ghetto in Pohrlitz.

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