Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXIV (1934)
- Issue
- 3 (17.1.1934)
- Date
- 1934-01-17
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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i ,4 J gummer 3. JSdischer Sport i ' 17. Jånncr l?34 Tisdi-Tenms Betina—Oljmpia Briinn jl:3 (3T :12). Malt Ira bi konnte aoch dieaes Meisterachafuspiel iiberzeugend cewinnen. Bei der jttdischen Manti srhsft naten besonders die beiden Damen Fri. Tthrkel und Klein hervor, welche in ihlren binzelspielen kcinen Satz ab gaben. Bei den Herro siegten sicher Kohn, Gottlob, Wolf and Gold, wihnend Haas nach hartem Kampfe und Ko mi taer ziemlich glatt verlor. Die Gegner hatten ihre besten Lea te in Kartus und Hrani ffaL Ergebnisse: Kohn—Rraniik* 3:0, Gottlob— Halva 3:0, Haas—Kartus 2:3, Koraitzer—Jasehslcy 0:3, Wolf—Miiller 34), Gold—Schwab 3d>. Fri. Klein—Kuklinkové 34), Fri. TUrkel Krbålkova 3:0, Kohn, Haas—HraniHu, Kartus 2:3, Gottlob, Gold—Halva, Jaaensk^ 3:2, Kornitzer, Wolf—Schwab, Miiller 3:1, Kohn, FrL Klein—Kartus, Kukllnkovd 3:0, Gottlob, FrL Tiirkel—Hraniika. Krbålkovi 3:1, FrL TUrkel Fri. Klein—Kuklinkovi, Krbålkovå 34). i Borgermeister Toaei Iberaimat daa Ebreaprotektorat des internationalen Tnrniera nar die Meiatersckaft von MUiren. Dem Brtinner Makkabi ist es gelungen sich das Urenprotektorat des Biirgermeister der Stadt Briinn, Hsrro Karel Tomefi au sichern, wodurch die groBangelegte spohtliche Veranstal tung, die am 10 und 11. Feber im groben DOPZ-Saal stattfindet erheblich an Bedeutung gewinnt. Im Rahmen des Tumlers kommt ein Stddtekampf rur Anstragung Der Gegner des Briinner Tesens ist noch nicht bestimmt. Die Briinner Mannschaft wird wahrscheinlich aus den Herro Lsiuterbach, Svoboda und Kohn beetehen. Pokalspiel Makkabi—BSK. Im Rahmen des Pokattnroiers um dem vom Prager Autoklub gespendeteri Pokal,, tragen^die Mannschaften des Makkabi und des BSK ein Wettspiel aus. Fli? Makkabi treten Kohn und Gottlob, ftir den BSK Blahs F ran ta oder Broch an. Das Spiel findet Sonntag den 21. Feber im Makkabiklublokal, KoliAtd 37, statt. Beginn 10 Uhr Vorm. Redigiert von Erich Vogel, Briinn. Sprechstafiden des Sportschriftleitefs Montag von IS—1-20 Uhr, Paladcystrafie Nr. 6, I. Stock. I und die Entfaltung Makkabi erwadié Die Makkibi-Kampfond Feetspiele an- Mfilich des XVIII Zionistenkongrosacs in Prag sind ein Jongbnutnen geworden, aus welchem die Makkahi-Ture- und Sportrereine neoe Energié und Lebenskraft schopfen. Berichte aui alien Stfidten der OSR ælden ein Wachs- Sportkameraden £rf»hna|«a in Ikns Dimst und bfttaft um Ikr wrtmw Alke fttr den Wlnterepert. Heuptleger fttr Otto Henydi A-B SPORT i Brno, Brntialavské 3 K. Piedler, Klavitf* ead Offetbeecr, BrQnn, Hybeigusse 21 Tsisloa 12X73 Ptininos Flflgel, elektr. Klavtcn, PhoooUs. Reparstureo, Stlmmaegea. — Mletklsviere billigst tum der Hitfliederz&hl emer regen Titigkeit. j Diese Tatuchen, so erfreuiich dieselben kueh sind, gen figen jedoch durchaus nicht dem ftenaissitncegedanken des jfidischen Voltes, so* Unge nicht auch der she Makkabeergeist ru neuem Leben erwatht und Einrug halt in die Herzen der Makkabim und Makkaboth.! Das Wahrwort: „mens sana in corpore spio*’ liegt wohl dem Nordau'schen Gedanken vom J^uskeUudentumM zugrunde, doch in Harmoni« ihit der Ertfichtigung des Korpers muO der Makkabigedanke erstarten, wenn wahre Makkabfm und Makkaboth entstehen sollen. Die Makkabaer von Ernst achbpftan ihre Kraft upd Begeistening aus den healigen Kul* turgfitetn unseres Volkes, die Begeisterung, welche jihnen die Kraft gab, das untragbare Joch des gro Ben und 'm&chtigen Syrerreicbes abmschlittein und dem jfidischen Volke die Freiheit zu bringen. Wtr mfissen daher in erster Zur Erreichungidea hoben Zieles moB joder Eiiuebie beitragen durch Bei tritt zur Makkabibewegung, durch rastlos« Arbeit fur das Makksbi-Idesi. j Und so erkeht an alle alten Turnbrfider und Turnschwcster* die Auffordsrung, sidi wieder in unser« fteihen einzustellen, mrtxuhetfen bei der Werbfearbeit ffir unsere Idee und mit ihren reieben Enahnmgen beizutragen zur Starkung der Makkabi bewegung. Briinn: Kajis. Grofie Ni Makkahia. Sæben legramm aus der S lovak ei abgeschlossen wegen, in Ko[ Stockholm und Jånner.** Wer der Bratislawer elten wir fpigendes Teiva: „Msklrshia, Meister hat Auslandstournee Schweden, Nor* Gøteborg, Abreise erfolgt Ende MnUiÉBMtiS Or liiS Hl Opnitkal« ■ i Ktevicr. . . Haraosklekea MosikictcUétt, - Foræokfcr* wd Isioudoa_ latooatios: Adolf Bsckaer, staatl. gepr Lebrer der Musik. Gciiaweniiilldung f. Q«cr, Operette a.Koosert: rises Pfrkovs, truer. Såogertn des Len« desrhesters io B^Qso. CrfindUcbe Vorberettung zur &taatsprfifuag le Klsvfcr uod Gesaof Uatcrricht la bd4ee Laodessprscbetf i die Kuiturgfiter unseres Vofim lieben tomen, sowie das Staffen aei fbrdem; wir mfissen aber aoch Mien einzastehea fttr die Freiheit unse* roHaes. Das harte Gebot der Stunde kennt anderen Weg aus der erdrfiokenden Junis den Weg, welchen unser unvergeB* Ftthrer, Dr. Theodor Herxl, mit prophei BUdt nns aufgeseigt hat Worm man uns hente unserer Menschenrechte beraubt, wenn man uns verachtlich mached und zum Parias un ter den Vdlkera erniedngeii. wil), daan gibt es nur eine Antwort menechlufi im Siene anserer keidenhaftee Vjorviter, der Makkabief. Nur wenn der Makkabigedanke: Festttalten sn unserer Kultur, Opférbereitachaft fttr die Freiheit des Volkes, Zurfickstelhmk des persdntichen Interesses hintdr das Gesamtinteresse unseres Volkes: alle Rfaakabim und Makkaboth vereint, nnr dann gibt es wieder einen Aufstieg unseres Volkés zu neuen Glanz und neoer Hobe; dann brauehen wir aber auch den Kampf selbst gagen fiberm&chtige Gegner nicht zu furchten. Der jfidische das Jio-Jitsu Stefan Ffilldp Dobo der rm Briinner Z. A, C. idwzeittabdlen sowie Jahrzeitalben zim Prebe von Kc 20 — werden bei nas innerhalb b T o gen angefertigi Liefertina in die Pro- »hi nar gegen Nochnahme Dér Preis verstekt udi exklus. Porto iJMkcfce VoUustimme' BrSnii, Palackého 6, I. Stock Beine gestreckt. Figl schwingen einatmen; barm hlnunterschwin- ■der gen aiisatmen. Bei jeder Cbiing mpB eindeutung di—er ^ir mvoUsu Einladung sen. Die Norcflfinde:1 spielen im Amateurringsport ungefahr dies dbe flolle, wie die Englinder im FoBball Die Finlodnny zu so einer ausgsdshnten Spertreis s, wie sie der Meisterktub aus, die von den Gsntgsbem aofgebracht werden mfissen. Eine Amsteurringermsnnschaft besteht wie i mim Bozen aus Vertretern verschiedsewr Gwwi^itnklsnnen, so daB aich Pmanmgen wie sie b d den Bendsringem mOglich sind, hier nicht : a 9tanide kommen koa&en. Wir werden in Kfir:e noch fiber nlhere Eirvzelheiten berichten. . Turnen 4. CbaOKagrdppe: A. Ffir Ant&n jer: Rucfccnond Beiahochschwingen schncn. Fig. 4a Arme tiis die HSade - Rin-I J{leich hinunterschwingen ®*" die FuBspitien bertthien. So wenigstenl 5mal hinauf- und hini»nterperrdeli:. dabei 4bbeim , ninauf- B. For Fcrtgesdintteoe: Roderbewegnag. Im Sitz Stellung'zum Rudern (Fig. 5a). Oberkorper vori^id rilcksehvvingen, Hånde berQhren fluchtlg die FufJspitze.ii, Beine gut durchgestretlkt. Fig. 3b. Beim Vorschwingen ausatnven, beim Zurftclc— schwingen ausatmen. Fiuste gebalit. Smal hintereinander. Oewbhne Dich eine Obung eine bestimmte Anzahl mal zu vviederholenl I , Losot und vorbreitet di« ftJild.a Volkfstimm« Die Wefsheif des Rabbi Vod Dr. Felix Kanter, Zwittau, sel. A. „Dtese Fjrau habt ihr vor Jahren geliebt, als ihr beide fast noch Kinder waret. Ihr gabet eueh das Versprechen, einander anzugehSren furs Leben und treu zu bleiben bis zum Orabe. Diese Frau — ist mittlerweile meine Frau geworden, aber nur zum Scheine. Sie wollte das Versprechen, das sie euich gab, nicht brechen, und ich woHte sie dazu nicht zwingen. Wir IQhren bloB eine Scheinehe und sie wird uns tåglich mehr zur Qual. Denn wir lieben einander gar sehr und dOrfen uns doch nicht angeh&ren, Nun hingt unser ganzes LebensgHkk und das GKlCk unserer Ebe nur von ench ab. Entbindet ihr meine Frau ihres Versprechens, dann solit ihr fOrstlich belohnt werden. Beharret ihr jedoch auf eurem Recht, dann muB ich entsagen und verzicIlten und meinen Schmerz zu ertragen suchen, so gut ich es kann. „Herr”, erwiderte der ehemalige Handlungsgehilfe, „seltdem ich eure nunmehrige Frau kennen gdernt håbe, håbe ich nicht aufgehért sie zu;lieben. Wer kbnnte auch ein soldi hnnmQsches Wesen vergessen, wer je ein anderls Weib lieben, der sie geKebtt ,Ich Kebe Sié noch immer wie vor jahren, als ich i sie verlasseu muBte, jetzt, da ich sie in ihrér strahienden SchOnheit vor niir se- .he,; vielleicht mehr denn je. Und gerade h I deshaJb entbinde ich sie ihres mir gegebenen Versprechens; solche Treue muB belohnl werden, wenn es auch das grdfjte Opfer erheischt.. Es war stets mein sehnlichster Wunsch, eine Stellung im Leben zu erringen und dann mein Versprechen einzulosen, um sie zu freien und zu meinem Weibe zu machen. Dieser Wunsch blieb mir trotz jahretanger Kåmpfe und MQhen versagt. Ich blieb arm und durfte nicht hoffen, bei ihrem Vater Gnade zu finden. Da sie indéB eure Frau wurde und sich'an eurer Seite gtQcklich fOhlt, entbinde ich sie ihres Versprechens und wflnsche, sie mOr ge an eurer Seite stets gWcklich bleiben und bei euch das GUck fmden, das ich ihr nicht zu bieten vermochte. jede Belohnurtg eurerseits weise ich als die gr&Bte Beleidigung zurOck; Ihr håbet ab Ehemann gehandelt, und auch ich will meine Ehre trotz meiner Armut rein erhalten.*’ Und zu der Frau gewendet sprach er: ,4ch enthebe dich deines Versprechens; werde so gldcklich, wie du und dein edler Gabe es verdlenen. Lebe wohl." Dabei reichfe er ihT die Hånd und verschwand. Die Freude des EheAares Qber die plbtzliche Wendung seinesSchicksals war grenzenlos. Kaum wareql sie aus dem Weichbilde der Stadt, da warfen sie sich einander in die Arme und weinten und lachten vor Freude und GlOckseligkeit. Nun begann fOr sie ein neues -Leben, und auch die Erftillunj des sehnlichsten Wunsches des zårtlic i besorgten Vaters der Frau schien nich Jetzt konnten sie erwarten, nichts s im Wege. Sie wa mehr so 'aussichtslos. von der Zukunft alles and ihrem Glflcke mehr en noch jung, beide im Vollbesitze der ju; 'endkraft und SchOnheit und auch unermeC I ich reich. Der Ehemann griff bei diesem C edanken instinktiv nach der kleinen Handt. isebe, die an seiner Seite lag und die unj eheure ReicbtOmer enter sich gieichsam ihrer vcrsichern. Und ni in eilten sie ihrem Heime entgegen, nact dem sie beide ptOtzhch eine groBe SehiMKht empfanden. In diesem Heime wollten sie fortan alle Wonne :ie skh etzt versagen n glOckHcber, Hebendurchkosten, die muBten, alle Fn der Menschenk Der Weg diebtbelaubten W4 Schatten und die stellte sich ihnen gen, der sie mit freiwilligen Hera sie an Geld und i ftlhrte durch einen Kaum umiing sie der itiBe des Watdes, da h Wégelagerer enfgeezOck.em Dolche zur abe alles de .sen, was Weawer' mit s ch fQhrten, aufforderte. Dis Geld oder das Leben I jeder Widerstand 1— dieses erkannte der Ehemann sofort -jwar ausgeschiosscn; jeden Augenblick seine Drohung ausfQhreb. Und so Obergab er ihm alles, was er besaB, und zuletzt auch die Handtasche mit all den Schatzen, die er geerbL Der Rluber schien sich damit_ noch immer nicht zu.begnugen, er durch-' suchte g en au den Wagep, ihre GewAnder, jede Stelle und jedes Ptåtzchen, wo er Geld oder Gold vermutete. Als er sich Qberzeugte, daB es nichts mehr zu plundern gab, erteilte er den zu Tode erschrolckenen Eheleuten die Erlaubnis zur Weiterfahrt. Da faBte sich der Ehemann ein Herz und mit dem Mut der Verzweiflung begann er mit dem Rauber ein GesprSch anzbkntipfen. Er fragte ihn nach seinem Alter, und ab er vemahm, daB er das funfzigste Lebensjahr bereits uberschritten håbe, sprach er: „Siehe, Rauber, wir .Menschen leben bekanntlich nicht ewig. Unsere Lebensfnst wahrt 70 Jahre, wenn es hoch kommt 80 Jahre. Du hast das fiinfzigste Lebensjahr Uberschritten, du hast also hOchstens noch 30 jahre zu leben. Ffir diese dreiBig Jahre gnitgt dir der kl^inste Bruchteil dessen, was dies* Taschd enthait. Ni mm daraus, soviel du glaubst, daB du wahrend deiner folgenden dreiBig Lebens ahre zum Leben brauchst, den, Rest gib mir zuruck. .Denn siehe, wir sind jung, wir fangen erst jetzt .zu leben an und jgehen daran, uns ein Heim zu grtinden. Das Leben soti ffir uns erst'beginnen. F&Tdich wisd dieser Raub zum rluche werden, deon iuirecM Out gedpihet nicht; in unse- ' rer Hånd kann es zum Segen werden — (Fortsetzung folgt.).